Newsletter gesundheit aktiv Februar 2011




„Eisblüte im Fluss“
Foto: S. Phumdorkmai

„Im Sommer ist es zu heiß, um die Sachen zu machen, für die es im Winter zu kalt ist!“

Mark Twain (1835 – 1910)



Liebe Freunde von gesundheit aktiv,

 

… also fangen wir doch gleich heute damit an, irgendetwas anders zu machen, das schon lange nach Veränderung ruft! Da hat doch jeder so seine Baustellen. Nicht vernachlässigen sollte man dabei die Achtsamkeit mit sich selbst, mit seiner körperlichen und seelischen Gesundheit. Dazu finden Sie in unseren Leseempfehlungen einige Titel. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf die gerade erschienene Neuauflage der Broschüre „Depression und seelische Verstimmungen“ von Dr. med. Wolfgang Rißmann aufmerksam machen.

Voraussichtlich ab 1. März 2012 können Mitglieder von gesundheit aktiv dem neu gegründeten Solidarfonds gesundheit aktiv bei den Hannoverschen Kassen beitreten. Gesetzlich und privat Versicherte können damit für einen monatlichen Beitrag in bestimmtem Rahmen Zuschüsse zu Krankenkosten beantragen, die von den Kassen nicht erstattet werden.
Info: http://www.gesundheit-aktiv.de/fileadmin/layouts/gesundheit-aktiv/PDFs/2012-02_Ausschnitt_Solidarfonds_website-_point-6_aktual_.pdf

gesundheit aktiv ist – obwohl es viel zu kalt ist! – seit dem 6. Februar in der neuen Geschäftsstelle in Berlin zu erreichen. Nach fast 60 Jahren in Unterlengenhardt war dies ein großer Umzug und eine Gelegenheit, Akten und Lager zu durchforsten. So wurden die neuen Räume mit „leichtem Gepäck“ bezogen und die Hände sind frei für neue Aufgaben und Herausforderungen in der Hauptstadt.
Herzlich danken wir allen, die uns bis zuletzt in Unterlengenhardt tatkräftig unterstützt haben und den zahlreichen Spendern von „Umzugskisten“, die uns einen guten Teil der finanziellen Mehrbelastung abgenommen haben. Diese Aktion läuft noch weiter und gern stellen wir noch ein paar Kisten mit Spendernamen an die virtuelle Wand! http://www.gesundheit-aktiv.de/aktion-umzugskiste/

Es grüßt Sie zum ersten Mal aus der Hauptstadt

Ihr Redaktionssteam von gesundheit aktiv

 

 



Gesundheitspolitik


Große Empörung über Nicht-Erstattung der adjuvanten Misteltherapie
Was ist zu tun?

In der Geschäftsstelle von gesundheit aktiv mehren sich die Anrufe von Patienten, die von der Nicht-Erstattung anthroposophischer Misteltherapie betroffen sind. Diese wird lt. Urteil des Bundessozialgerichts nur noch palliativ auf Kassenrezept verordnet (wir berichteten im Newsletter Okt. 2011). Patienten, die die Mistel zur Verhinderung eines Rückfalls oder einer Ausbreitung des Tumors sowie als Ergänzung zur vorbeugenden Standardtherapie einsetzen wollen, müssen die Kosten dafür privat tragen und geraten dadurch z.T. in finanzielle Notlagen.
gesundheit aktiv
hat sich bereits im November 2011 mit einem offenen Brief an die Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gewandt mit der Bitte, die Interessen von Tausenden von betroffenen Patienten zu vertreten und auf eine Rücknahme des Urteils zu dringen: (www.gesundheit-aktiv.de/fileadmin/layouts/gesundheit-aktiv/PDFs/Gesundheitspolitik/2011-11-16_offener_Brief.pdf).
Wir bemühen uns z. Z. um Vernetzung mit anderen, die Komplementärmedizin unterstützenden Organisationen und werden Sie über unser weiteres Vorgehen im Newsletter, auf unserer Website und in der Sommerausgabe (Ende Mai) unseres Patientenmagazins „point“ unterrichten.

Was können Sie als Betroffene/r tun?

Schreiben Sie an Ihre Krankenkasse und beantragen Sie die Kostenübernahme für die adjuvante Misteltherapie! Denn: Die Krankenkassen dürfen sie bezahlen – müssen es aber nicht.
Einen Musterbrief finden Sie hier: http://www.gesundheit-aktiv.de/fileadmin/layouts/gesundheit-aktiv/PDFs/Gesundheitspolitik/111109-Muster_Patientenschreiben.doc
Bei Ablehnung Ihres Antrags ist der Wechsel in eine andere kulantere Krankenkasse zu erwägen.
In diesem Zusammenhang möchten wir Sie auch auf die Möglichkeit hinweisen, zusätzlich zur Versicherung einem Solidarfonds beizutreten, wie dem Solidarfonds gesundheit aktiv bei den Hannoverschen Kassen ab 1.3.2012
( http://www.gesundheit-aktiv.de/fileadmin/layouts/gesundheit-aktiv/PDFs/Ausschnitt_Solidarfonds_gesamt-_point-6_.pdf ) oder Samarita und Artabana.

 


Selbstmedikation kann erstattet werden

Seit Jahresbeginn dürfen Krankenkassen rezeptfreie Arzneimittel erstatten. Voraussetzung: Die Kasse muss die Erstattung als freiwillige Leistung in ihre Satzung aufnehmen. Diese Regelung gilt jedoch nur für solche Arzneimittel, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) nicht ausgeschlossen hat. Hier finden Sie nähere Informationen:
www.g-ba.de/institution/themenschwerpunkte/arzneimittel/otc-uebersicht/
Zum Vorgang: Das ärztliche Rezept für ein rezeptfreies, nicht verschreibungspflichtiges Medikament wird in der Apotheke zunächst selbst bezahlt und danach mitsamt der Apotheken-Quittung bei der Kasse zur Erstattung - bis zu einem Höchstbetrag - eingereicht.


Nachbesserungen am Patientenrechtegesetz

Kritik am Referentenentwurf für ein Patientenrechtegesetz kommt von der Bundesarbeitsgemeinschaft der PatientInnenstellen (BAGP). Dieser bundesweite Verband neutraler, kostenloser Patienteninformation (www.gesundheits.de/bagp/BAGP-Dokumente/profil.pdf) – mit dem gesundheit aktiv in dem „PatientInnen-Bündnis e-Card“ zusammengeschlossen ist – kritisiert vor allem das Fehlen eines sog. Härtefonds, der Geschädigte ohne nachweisbaren Behandlungsfehler finanziell unterstützt. Auch seien weitere zentrale Forderungen von Patientenorganisationen nicht berücksichtigt.
Näheres finden Sie hier:
http://www.gesundheits.de/bagp/BAGP-Pressetexte/PE-Patientenrechtegesetzentwurf.pdf


Sonnenstudio-Verbot für Minderjährige

Das gesetzliche Solarien-Verbot für Kinder und Jugendliche verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das entschied das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe. Es soll Minderjährige vor den UV-Strahlen in Sonnenstudios schützen. Das höhere Hautkrebsrisiko durch Solariumsbesuche - gerade für Kinder und Jugendliche - sei wissenschaftlich belegt. Die Handlungsfreiheit der Jugendlichen, das Erziehungsrecht ihrer Eltern und die Berufsfreiheit der Betreiber müssten daher hinter dem Gesundheitsschutz zurückstehen. ( Az: 1 BvR 2007/10)


Achtsamkeitsmeditation bei Schmerzen

Die Achtsamkeitsmeditation, eine ursprünglich zur Stressbewältigung entwickelte Entspannungstechnik, kann Patienten mit chronischen Schmerzen Linderung verschaffen. Eine neue Studie zeigt, welche Prozesse dabei im Gehirn aktiviert werden.
http://cercor.oxfordjournals.org/content/early/2011/12/14/cercor.bhr352.abstract

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/48460/Wie_die_Achtsamkeitsmeditation_mit_Schmerzen_umgeht.htm


Bringt häufiges PSA-Screening tatsächlich etwas?

Eine aktuelle Studie gibt erneut Stoff für eine Diskussion um die Häufigkeit von PSA-Screenings zur Früherkennung von Prostatakrebs. Eine Langzeitstudie zeigt jetzt, dass es offenbar keine Rolle spielt, ob ein PSA-Test jährlich oder sporadisch durchgeführt wird. Nach 13 Jahren starben nahezu gleich viele Menschen an Prostatakrebs.
jnci.oxfordjournals.org/content/early/2012/01/06/jnci.djr500.abstract


Preis für das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

Dass ein innovativer Führungsstil im Krankenhaus PatientInnen Vorteile verschafft, zeigt das Führungskonzept „Verantwortungskreise“ anthroposophischen Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe. Dieses wurde mit dem KTQ Award in der Kategorie „Personalmanagement“ ausgezeichnet. Für eine optimale Patientenversorgung im Krankenhaus ist eine berufsgruppen- und fachdisziplinübergreifende Arbeitsweise unverzichtbar. Das gelingt, wenn Verantwortung und Entscheidungen von allen beteiligten Berufsgruppen eingebunden werden. Genau das will das Gemeinschaftskrankenhaus mit dem Konzept erreichen.
www.havelhoehe.de

 

 


Nachrichten vom Verein


gesundheit aktiv ist umgezogen

Bitte notieren! Unsere neue Anschrift seit 1. Februar 2012:

gesundheit aktiv. anthroposophische heilkunst e.v.
Gneisenaustr. 42
10961 Berlin
Tel.: 030 695 68 72-0
Fax: 030 695 68 72-29

 

Das Patientenmagazin point erscheint wegen unseres Umzugs in diesem Jahr erst mit einer Doppelnummer Ende Mai.

 

Veranstaltung der Patienteninitiative Bergisches Land:
Kindheit und Jugend zwischen Realität und Virtualität
Vortrag und Aussprache mit Uwe Buermann
Zum kompetenten Umgang mit Internet, facebook u.ä.
05.03.2012, 20:00 Uhr, Rudolf Steiner Schule Remscheid,
Schwarzer Weg 9,Kostenbeitrag 8 €
Weitere Infos bei der Patienteninitiative Bergisches Land, Tel.02196/8 40 77 www.pibl.de

Festvortrag zum 20-jährigen Jubiläum des Matthias-Grünewald-Therapeutikums:
Kunst und Medizin
Die Therapien der Anthroposophischen Medizin

Vortrag Dr. Michaela Glöckler
Do., 15.03.2012, 19.00 Uhr, Neue Universität, Sanderring 2,
97070 Würzburg, Hörsaal 126
www.therapeutikum-wuerzburg.de

 




Broschüren / Bücher / Hörbücher


„Depressionen gehören zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit.“ (W. Rißmann) Gerade im Winter haben viele Menschen mit Stimmungstiefs und Antriebslosigkeit zu kämpfen. Dabei muss es sich jedoch nicht gleich um eine Depression handeln. Wie Vorzeichen erkannt und beurteilt werden können, führt Dr. med. Wolfgang Rißmann, Leitender Arzt an der Friedrich-Husemann-Klinik, einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in der gerade neu aufgelegten Broschüre aus.




Neuauflage:
Wolfgang Rißmann
Depression und seelische Verstimmungen
„Die Depression ist ein multivariables Geschehen, das den ganzen Menschen betrifft.“ Entsprechend vielfältig sind auch mögliche Therapieangebote der Anthroposophischen Medizin, die weit über herkömmliche Behandlungsmethoden hinausgehen können. Wird auf diese Weise ein innerer Heilungsweg eingeschlagen, so kann die dabei durchlaufene biografische Entwicklung durchaus als Vertiefung und Bereicherung des Lebens erlebt werden und die Nachhaltigkeit des Heilungsprozesses stärken.
Best.-Nr. 178 / 36 Seiten / € 4,00 *

 




Walther Bühler
Heilkräfte lebendigen Denkens
Grundvoraussetzung für die Gesundheit des Menschen ist ein klares, bewegliches Denken. An konkreten Übungen wird gezeigt, wie das Denken aktiviert werden kann. Das trainiert Selbsterziehung und lässt ein gesundes Selbstbewusstsein wachsen.
Best.-Nr. 104 / 27 Seiten / € 4,00*

 




Michaela Glöckler, Eckhard Schiffer, Jürgen Schürholz
Wie entsteht Gesundheit?
Aus unterschiedlichen Perspektiven beantworten drei Autoren die Frage: „Wo liegen meine Gesundheitsquellen?“ und geben Ratschläge, wie diese zu aktivieren sind.
Best.-Nr. 177 / 32 Seiten / € 4,00*




Jaap van de Weg
Vom Sinn der Hindernisse
Einweihungserfahrungen im täglichen Leben
Zum Leben gehören Hindernisse. Was wollen wir an diesen Grenzen erleben?
Best.-Nr. 1112 / 88 Seiten / € 11,90*




Gerald Hüther
Was wir sind und was wir sein könnten
Ein neurobiologischer Mutmacher
Kreativität und Begeisterung statt Leistungsdruck und Stress – wie wir es schaffen, das zu entfalten, was in uns steckt
Best.-Nr. 1138 / 192 Seiten /  € 18,95*




Eckhard Roediger
Wege aus der Angst
Ein neurobiologischer Mutmacher
Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige – als Vorbereitung oder Begleitung einer Therapie
Best.-Nr. 1127 / 175 Seiten /  € 14,90*



Annette Bopp, Andreas Fried, Ursula Friedenstab
Die Havelhöher Herzschule
Neue Perspektiven für Herzpatienten
Ein erfolgreiches Konzept, um von Herzerkrankungen Betroffenen zu neuer Lebensqualität zu verhelfen
Best.-Nr. 1504 / 267 Seiten / € 19,90*




Otto Wolff
Zucker - Die süße Sucht
Menschenkundliche und medizinische Aspekte für einen kritischen und bewussten Zuckerkonsum
Best.-Nr.: 151 / 40 Seiten / € 6,00*




Lisette Thooft
Alchemie der Liebe
Warum kämpfen Männer und Frauen miteinander, obwohl sie sich eigentlich lieben? Wie alte alchemistische Prinzipien auf jede Partnerschaft anzuwenden sind
Best.-Nr.: 1633 / 150 Seiten / € 15,90,-*



 

*alle Preise zzgl. Versandkosten

 

Weitere Broschüren, Hörbücher und Bücher erhalten Sie in unserem Shop unter:

www.gesundheit-aktiv.de/shop





Falls Sie künftig keinen Newsletter mehr haben möchten, bitten wir um eine kurze e-mail an: schmid(at)gesundheit-aktiv.de



Impressum


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anthroposophische heilkunst e.v.

Gneisenaustr. 42

D-10961 Berlin

Tel. (030) 69 56 872-0

Fax (030) 69 56 872-29

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Geschäftsführer: Hans-Jürgen Schumacher M.A.

Vorstand: Heidrun Loewer M.A., Dr.med. Claudia McKeen, Andreas Zucker

VR 717 Amtsgericht Stuttgart