Hallo liebe Forummitglieder
ich bin neu und habe eine dringende Frage zur Misteltherapie. Allerdings geht es mir im Moment nicht um das ungerechte Urteil sondern ich suche jemand, der praktische Erfahrung damit hat.
Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Wer weiß ob es möglich ist, dass das Spritzen von Iscador Schmerzen verursacht, die nach ca. 15-20 Min. wieder vergehen?
Oder ist das ein Hinweis, dass man Iscador nicht weiter verabreichen soll?
für eine baldige Antwort wäre ich sehr, sehr dankbar.
am 06.12.2011 18:01
Hallo,
das sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen. Ich hatte anfänglich sehr heftige Reaktionen bei Iscador.. Ähnlich eines entzündeten Bienenstichs war mein Oberschenkel rot, teils geschwollen und hart. Das verging nach etwa zwei Tagen. Die Reaktionen sind eben auch individuell sehr verschieden und sollten deshalb immer ärztlich betreut werden. Von einer Eigentherapie würde ich absehen. Eventuell sind bei anderen Mistelpräparaten weniger oder keine Reaktionen möglich. Jedenfalls viel Erfolg und alles Gute.
am 21.01.2012 17:20
Hallo Toni,
tut mir leid, dass meine Antwort so spät kommt. Ich hoffe, es hat sich inzwischen gut für Sie entwickelt. Auf jeden Fall rate ich auch dringlichst zu kompetenter ärzlicher Besprechung und Betreuung. Es gibt so unterschiedliche Mistelpräparate und Indikationen, Dosierungen, individuelle Reaktionen etc., dass es äußerst wichtig ist, sich darüber zu beraten, regelmäßig alle Veränderungen zu besprechen und zwar mit einem Arzt, der sich gut damit auskennt!!! Ich z.B. mache schon ziemlich lange Misteltherapie unter Betreuung meines Hausarztes, der Kassenarzt, aber auch naturheilkundlich/anthroposophisch orientiert ist und viel Erfahrung mit dieser Therapie hat.
Ich rate dringend davon ab, in Eigenregie eine Misteltherapie zu beginnen, denn es sind hochwirksame Mittel!!! Richtig verschrieben und angewendet kann ein Mistelpräparat wahre Wunder wirken, aber leichtfertig und ohne Erfahrung kann es zu unerwünschten, unangenehmen Wirkungen kommen.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass vor allem in der ersten Zeit des Spritzens einer Mistel bzw. auch später bei Höherdosierung relativ heftige Reaktionen auftreten können, häufig lokal gerötetes, angeschwollenes Gewebe, starkes Brennen, Kribbeln, Pieken und Druckgefühl, auch Jucken. Das sollte aber spätestens bis zum nächsten Spritzen (meist 2 oder 3 Tage später) vollständig abgeklungen sein und wird mit der Zeit mit dem regelmäßigen Spritzen auch weniger. WICHTIG: Diese Art von Reaktionen sind nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, sondern sogar erwünscht!!! Das sind Zeichen dafür, dass die Mistel gut wirkt.
Übrigens habe ich Ende 2010 vor meiner Chemotherapie, wo meine Mistel nochmal umgestellt werden sollte auf ärztliches Anraten einen Misteldifferenzierungstest machen lassen. Es gibt dafür ein spezielles Labor in Stuttgart: ONKOBRAIN Dr. Wagner. Ich habe mir beim Arzt Blut abnehmen lassen und dass wurde dann mit entsprechendem Auftragsbogen dort eingeschickt. Das Blut wird in einem speziellen Verfahren mit Mistelpräparaten untersucht und geguckt, welches passt. So hat man eine noch genauere individuelle Abstimmung. Der Körper zeigt sozusagen über das Blut, welche Mistel er gerade braucht. Es dauert ein paar Wochen, bis das Ergebnis da ist. Leider zahlt diese Untersuchung die Kasse nicht, aber es war mir wichtig, also habe ich die ca. 140€ investiert. Das ist natürlich nicht zwingend notwendig und muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich und meine Ärzte war es eine zusätzliche Sicherheit. Ein guter, erfahrener Arzt kann auch so anhand des gesamten Bildes von dem Menschen, den er als Patient betreut, gut einschätzen, welche Mistel höchstwahrscheinlich helfen wird.
Ich bin nicht mehr ganz sicher, ob diese Untersuchung auch signifikant ist bei anderen als onkologischen Erkrankungen, aber ich würde es annehmen.
Also, alles Gute,
Eva
Die neue Gesetzgebung zu Mistelpräparaten ist eine absolut menschenverachtende, hirnverbrannte Entscheidung!!!
Ich zum Beispiel bin aufgrund meiner Krebserkrankung z.Zt. in voller Erwerbsminderungsrente. Und ich kann mich schon sehr glücklich schätzen, dass dieses Einkommen etwas über dem Hartz IV-Satz liegt, den ich vorher bekam, als ich krankgeschrieben war. Einige meiner Medikamente - homöopathische - zahle ich sowieso schon selbst. Das investiere ich auch gern in meine Gesundheit, da sie mir besser helfen und schonender sind als alle schulmedizinischen Alternativen (die es allerdings teilweise nicht mal gibt).
Meine jetzige Mistel hat mich während meiner Chemo- und Strahlentherapie wunderbar unterstützt und das tut sie auch weiterhin. Ich merke sofort, wie es mir schlechter geht, wenn ich sie nicht spritze. Sie ist unheimlich wichtig für mich!!!
Wie soll ich denn jetzt, wo ich sie selbst zahlen muss, fast 100 Euro Mehrausgaben im Monat tragen????? Ich lebe schon in bescheidenen Verhältnissen. Woran soll ich denn noch sparen?!? An Nahrungsmitteln??????
Vielen geht es ähnlich wie mir! Wo bleibt die Verantwortung des Gesundheitssystems UNS gegenüber, in das WIR einzahlen?!!!???
Diejenigen, die die Misteltherapie außerhalb der Palliativmedizin offenbar als verzichtbaren Luxus ansehen, haben überhaupt keine Ahnung von Medizin und Heilung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Es gibt schließlich anerkannte Studien zur Wirksamkeit von Mistelpräparaten! Es ist auf jeden Fall mehrfach erwiesen, dass sie während der schweren konventionellen Krebstherapien Nebenwirkungen lindern (es passiert auch, dass manche erst gar nicht auftreten), das Allgemeinbefinden deutlich bessern und das Immunssystem stärken, so dass diese sogar effektiver wirken können und verträglicher sind. Ganz zu schweigen von den Langzeitwirkungen. Auch in der Rekonvaleszenzzeit ist die Mistel eine wirksame Unterstützung im Hinblick auf weitere Genesung, Aufbau und Minderung des Rezidivrisikos, während man allein durch die Schulmedizin da eher fallengelassen bzw. in einem Kreislauf aus Angst gehalten wird.
Die Mistel kann sogar erfolgreich als alleiniges Krebs-Therapeutikum eingesetzt werden. Das ist natürlich eine individuelle Entscheidung. Aber wenn man das schon nicht anerkennt, was ich ja noch nachvollziehen kann, warum dann nicht zumindest die o.g. bewährten positiven Wirkungen ergänzend zu schulmedizinischen Behandlungen, um den Menschen in seiner Genesung - auch langfristig - zu unterstützen und sein Leiden zu verringern???????????????? Soll jetzt wirklich erst was getan werden, wenn es quasi zu spät ist????????????
Aber da stecken natürlich mal wieder vor allem Interessen der Pharmalobby dahinter! Durch Mistelpräparaten sind/wären die Patienten ja weniger auf die chemische Keule angewiesen. Das bedeutet natürlich finanzielle Einbußen für die Pharmaindustrie. Und das geht natürlich nicht! "Scheiß auf die Kranken solange durch die genug Kohle reinkommt! Die Pharmaindustrie muss überleben!!!"
Wo bleiben die Menschlichkeit und das Mitgefühl?????????????????? Auf diese Weise haben wir hier kein Gesundheitssystem sondern eher ein Krankheitssystem, auf jeden Fall ein KRANKES SYSTEM!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
am 10.11.2011 13:23
Hallo Eva Hoeppner,
Siet Tagen schlage ich mich mit der KKH und der KV rum.
Meine Ärztin hat Angst vor Regreß. Die Krankenkasse hat mir bestätigt das die Misteltherapie von ihne bezahlt wird,
aber die KV lehnt es ab.
Seit 2002 bin ich an Krebs erkrankt und die Mistel hat mich seit dieser Zeit begleitet - sehr erfolgreich.
Nun gibt es laut KV diese Therapie nur noch als Sterbebegleitung..........
Gute Nacht Deutschland, wir brauchen doch wieder Sterbehilfe um unser Gesundheitssystem zu entlasten.
Ein Aufschrei müsste durch Deutschland gehen...Gruß an Herrn Rössler..............
Aber wir geben doch nicht auf....
Gruß aus Berlin
Ich bin seit 2009 an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt und habe seit März 2010 die Misteltherapie, zuerst begleitend zur Chemo und nun als alleinige Behandlungsmethode bekommen. - Ich bin zutiefst erschüttert über das neuerliche Urteil und kann es noch gar nicht begreifen! Nicht nur ich selber habe die positive Wirkung der Mistel, von der ersten Spritze an, gespürt, sondern auch andere KrebspatientInnen schwören seit Jahren auf die positiven Wirkungen, die ja wissenschaftlich erforscht und nachgewiesen werden konnten.
Ich selber habe erfahren, wie leicht man/frau, sehr teuere schulmedizinische Verfahren verschrieben bekommt, die aber durchaus mit schweren Störungen anderer Organe einhergehen können und oft auch einhergehen. Die Misteltherapie ist dagegen eine kostengünstige Alternative, die dazu (jedenfalls bei mir) keine negativen Begleiterscheinungen hat. Muss ich mich nun glücklich schätzen, dass ich unter die Sondervergabe "palliativ PatientIn" falle und deshalb noch auf eine Kostenübernahme der Mistel durch die Krankenkasse, rechnen kann?
Ich finde es beschämend und politisch in höchstem Maße beunruhigend, dass wir in unserem Lande immer weniger die Möglichkeit haben, selbst an einer kostensparenden Behandlungsweise mitzugestalten und unter den reichhaltigen Möglichkeiten medizinischer Behandlungsweisen, die für uns schonendsten und effektivsten, aussuchen dürfen.
Für mich hat das Urteil nichts mit sozialer Gerechtigkeit zu tun, sondern ist vielmehr ein neuerliches Zeichen dazu, wie viel Macht in Händen pharmazeutischer Konzerne und damit verwobenen politischen Entscheidungsstrukturen liegt, die so gut wie gar nicht hinterfragt werden.
Vielleicht hilft es, wenn es mir andere Kranke nachtun und sich in PatientInnen-Initiativen zusammenschließen oder zu wichtigen Fragen der Gesundheitspolitik, öffentlich Stellung beziehen.
Wenn auch meine Kräfte weniger werden, möchte ich mit meiner Person dafür einstehen, nicht alles was beschlossen wird, widerstandslos hinzunehmen. Die Anwendung der Misteltherapie haben mein Leben nachweislich verlängert und bis heute in einem Beschwerdearmen Zustand gehalten. Nach einer Prognose von einigen Wochen, lebe ich nun schon zwei Jahre mit dem Krebs und fühle mich noch immer kreativ und munter. Ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich, ebenfalls diese Erfahrung machen dürfen!
Mit freundlichen Grüßen
Maria Niemeyer aus Lübeck
am 09.11.2011 09:35
Vielen herzlichen Dank! Ihr Beitrag hat mich sehr bewegt. Sie sprechen bzw. schreiben mir aus der Seele!
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