Integrative Medizin

Für Therapievielfalt im Gesundheitswesen! 

"Integrative Medizin ist die Medizin der Zukunft!" – so lautete die einstimmige Botschaft an die Welt nach dem Internationalen Kongress für Integrative Medizin und Gesundheit, der im Juni 2016 in Stuttgart stattgefunden hat. Denn, so heißt es in der Abschlussdeklaration des Kongresses:

"Die Medizin steht weltweit vor riesigen Herausforderungen: chronische und lebensstilbedingte Erkrankungen bringen die nationalen Gesundheitssysteme an den Rand ihrer Kapazitäten, Antibiotika-Resistenzen haben sich zu einer existenziellen Bedrohung entwickelt, die Mütter- und Kindersterblichkeit bleibt in Ländern mit geringem Einkommen überdurchschnittlich hoch, Klimawandel und Umweltverschmutzung gefährden die Gesundheit, der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist in zahlreichen Ländern noch nicht gewährleistet, die Kosten für die medizinische Versorgung steigen weiter – allerdings stärker als die Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden.

Die Fokussierung auf Symptomkontrolle und Behandlung von Krankheit hat dazu beigetragen, dass die Wahrnehmung der gesamtem Individualität des Patienten eine geringere Rolle spielt – und auch die enge Wechselwirkung zwischen individueller Gesundheit und den sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen weniger berücksichtigt wird.

Die Nachfrage nach komplementärer und/oder traditioneller Medizin ist weltweit hoch, da viele Menschen erleben, dass ein rein naturwissenschaftlich basiertes biomedizinisches Modell seine Grenzen hat und viele ihrer Bedürfnisse nicht abdeckt. Heute wünschen sich die meisten Menschen eine moderne Medizin, die sich am Individuum orientiert, partizipativ ansetzt und auch die körpereigenen Ressourcen und Selbstheilungskräfte unterstützt.

Integrative Medizin – ganzheitliche Perspektive 

Die Integrative Medizin setzt sich als Bewegung für eine ganzheitliche Perspektive ein und bezieht neben der physischen Dimension des Menschen auch seelische, geistige, soziale und umweltbezogene Aspekte mit ein. Dabei steht die Integrative Medizin für eine Evidenz-informierte Integration von konventionellen, biomedizinischen Verfahren mit komplementärmedizinischen Ansätzen. Alle angemessenen, zur bestmöglichen Gesundheit und Heilung beitragenden Verfahren werden eingesetzt. Der besondere Beitrag der verschiedenen Therapierichtungen wird anerkannt und respektiert. 
 
Die Integrative Medizin respektiert die große Bedeutung der Arzt- bzw. Therapeut-Patient-Beziehung, die Stärkung und Partizipation von Patienten sowie die interprofessionelle Zusammenarbeit in Netzwerken und Teams.
 

Der Stuttgarter Kongress für Integrative Medizin und Gesundheit hat aufgezeigt, dass die Integrative Medizin viel dazu beitragen kann, die globalen Herausforderungen für die heutige Medizin, wie zum Beispiel Antibiotika-Resistenzen, Zunahme der chronischen Erkrankungen oder Zugang zu universeller Gesundheitsversorgung, zu bewältigen. Gleichzeitig kann die Integrative Medizin dafür Sorge tragen, dass soziale, wirtschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen als Determinanten für Gesundheit mit in die Gesundheitsversorgung einbezogen werden.

Bereits heute gibt es erfolgreiche integrativ-medizinische Modelle, quer durch das gesamte medizinische Spektrum – zum Beispiel im Bereich der Kardiologie, der Onkologie, der Pädiatrie, der Schmerztherapie und der seelischen Gesundheit. Hier liegt ein immenses Potenzial, das unbedingt stärker genutzt werden sollte.

Inzwischen gibt es eine zunehmende Anzahl von wissenschaftlich fundierten Nachweisen in Bezug auf Wirksamkeit, inklusive Lebensqualität, Sicherheit und Kosten-Effektivität von komplementärmedizinischen Verfahren und integrativen Modellen. Weitere Forschung wird dennoch dringend benötigt.

Die Integrationsmodelle der integrativen Medizin stehen in Übereinstimmung mit den Zielen der Traditional Medicine Strategy 2014-2023 der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In einigen Ländern gibt es bereits große Fortschritte bei der Integrierung von komplementären und/oder traditionellen Ansätzen in die nationalen Gesundheitssysteme. Viele Länder hinken allerdings hinterher, obwohl die Integration von mehreren Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung - der höchsten Entscheidungsinstanz für die WHO - und der WHO Traditional Medicine Strategy 2014-2023 gefordert wird."

GESUNDHEIT AKTIV setzt sich inbesondere ein für Anthroposophische Medizin. Sie ist vom Selbstverständnis her integrativ – beruht sie doch auf der Schulmedizin und erweitert diese durch geisteswissenschaftliche Erkenntnisse über Seele und Sein des Menschen. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Homöopathie
Unter den komplementärmedizinischen Verfahren steht die Homöopathie immer besonders unter Beschuss.

Das Homeopathy Research Institute (HRI) hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt. Anhand dieser Fakten kann sich jeder selbst seine Meinung gebildet. Da geht es z. B. um Behauptungen, dass jeder Wirksamkeitsnachweis fehle, dass alles nur Hokuspokus und Pseudowissenschaft sei und vieles andere mehr.

Im englischsprachigen Bereich werden auch neue Forschungsergebnisse vorgestellt und Daten aus aller Welt zugänglich gemacht. 

"Erheben Sie Ihre Stimme!"

Leserbriefe zur Meldung "Homöopathie in der Kritik"

Kürzlich hat sich der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, im Rahmen eines Artikels in der FAZ deutlich gegen die bisherige Erstattungspraxis der Komplementärmedizin in Stellung gebracht: „Es sollte den Kassen untersagt werden, Dinge zu bezahlen, für die es keine Evidenz gibt“, so Hecken. Bei den LeserInnen unseres Newsletters hat das ein großes Echo ausgelöst, das wir hier in Auszügen wiedergeben wollen: 

H.K. (per Mail): "Es ist kaum zu glauben, da steht ein einzelner Mensch, Josef Hecken, auf, nur weil er einen Vorsitz hat und verlangt Nachweise von Wirksamkeiten, die nur über die herrschende Lobby erbracht werden sollen und können, mit fraglichen Methoden, das ist die Pharma-Lobby. (...) Das Ausweichmanöver, dass es sich vielfach um Placebo oder um eine Glaubensfrage handelt, dürfte es eigentlich nicht geben., das ist eine General-Diffamierung. Starten Sie doch mal eine große Petition, vor allem unter Ihren Mitgliedern und darüber hinaus, damit dieser Unfug endlich aufhört. Der Verein ist nicht schlagkräftig und aggressiv genug gegenüber dem herrschenden aggressiven Lobbyismus. Es ist wirklich auch eine nicht zu fassende und latent unzulässige Tatsache, im Sinne des § 1 des Grundgesetzes "alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich", dass wir seit 12 Jahren die Naturheilmittel nicht mehr erstattet bekommen, überzogene Preise bei allen allopathischen Mitteln aber anstandslos bezahlt werden. Wo ist da die Gleichbehandlung? Warum tun Sie nicht mehr gegen diese hochgradige Ungerechtigkeit? (...) Wo bleibt der Aufstand?"

J.C.K. (per Mail): "Die Attacke des G-BA hat natürlich nichts mit Wissenschaft, sondern mit politischen und wahrscheinlich auch mit ökonomischen Interseen zu tun. Da das Ganze „scheinheilig“ über scheinbare Wissenschaftsargumente ausgetragen wird, müssten diese „Waffen“ entschärft werden – und das geht. Dass die evidenzbasierte Medizin wissenschaftstheoretisch und methodisch nicht haltbar ist, kann nicht nur aus der Habilitationsschrift von Prof. Dr. Heusser abgeleitet werden. Es gibt tausende profunder Schriften von Wissenschaftstheoretiker und Methodikern, welche die dogmatische Grundlage evidenzbasierter Medizin aufzeigen. Das könnte doch aufgegriffen und ins Feld geführt werden (um die Waffen zu entschärfen), anstatt im Zug anthroposophischer Akademisierung einer letztlich positivistischen Wissenschaft des 19. Jahrhunderts hinterherlaufen zu wollen."

R.K.W. (per Mail): "Ich arbeite schon seit Jahren für mich und meine Familie homöopathisch unter Verwendung von anderen Naturheilmitteln, wie z. B. Akupunktur, Anthroposophische Heilmittel usw. Ich bin froh, dass ich auch kaum Antibiotika brauche. (...) Wenn wir diese Hilfsmittel nicht hätten, dann sähe es durch die Einseitigkeit der Schulmedizin schlecht aus. Mit reiner Schulmedizin sind auch Ärzte in den Krankenhäusern oft überfordert, weil sie keine Kenntnisse haben, die homöopathisch oder pflanzlich weiterhelfen würden. Und auch die Krankenhäuser beschaffen solche Mittel nicht. Das ist vor allem für Patienten mit Magenproblemen auffällig (...) Ich finde es auch nicht angebracht, den normalen Menschen die Erstattung zu verwehren. Dadurch kommen einfache Menschen nicht in den Genuss alternativer Medizin, weil sie nicht die Geldbörse dafür haben und werden dadurch wieder benachteiligt."

W.S., Mannheim (per Mail): "In meinem Interesse als Beitragszahler und Patient liegt es, dass alle Medikamente mit den gleichen Bedingungen und Verfahren auf Zulassung und Wirkung getestet werden. Wenn homöpathische Produkte diesen Nachweis nicht bringen können, dann dürfen sie auch nicht zugelassen und von meiner Krankenkasse bezahlt werden. Viele andere Dinge, die vor 200 Jahren geglaubt, behauptet wurden, übernehmen wir auch nicht, weil die Wissenschaft neue Erkenntnisse gebracht hat. Warum sollte also die Homöopathie eine Ausnahme darstellen?"

B.B., Bochum (per Mail): "Ich habe kürzlich auch einen Artikel von Josef Hecken gelesen, und habe nur gedacht, das sind alte "Kamellen", und so einseitig geschrieben, aber doch mit viel Brisanz, da die Zeit momentan so ist, dass vieles, was andersartig daherkommt, in welcher Form auch immer, kritisiert, angefeindet wird. Unbekanntes macht Angst, zudem geht es im Gesundheitswesen um viel Geld und Macht, da ist das Mitentscheiden des Volkes, des Bürgers nicht wirklich erwünscht. (...) Ich muss als Krankenversicherungsmitglied auch Therapien mit bezahlen, die ich nicht gut heiße, aus verschieden Gründen, und die ja auch nachweislich dem Patienten eher schaden als nutzen. Ich bin sehr froh, dass Sie als Patientenverband Ihre Stimme erheben und deutlich machen werden, dass das nicht der Weg sein kann, dem Bürger den Zugang zu alternativen Heilweisen und deren Medikamenten zu verwehren."

G.E. (per Mail): "Der Angriff auf die Komplementärmedizin ist ja ewig gleich. Auch dass der "Glaube" daran mit einem Placebo-Effekt gleichgesetzt wird. Der herkömmlichen Medizin setze ich ja ebenfalls Hoffnung auf Heilung entgegen - genau das, was die Forschung alles herausgefunden hat, dass Beziehung das Wichtigste ist usw., wird an der Basis nicht berücksichtigt. (...) Nach 71 Krankenhausaufenthalten kann ich das sagen. Der letzte war ein Unfalll und zumeist völlig reduziert auf Diagnostik/ OP. Keinerlei Therapie, keinerlei Hilfe zum Gesund werden. Keinerlei Erklärung z. B. bei der Morphiumeinnahme (zum Glück ist eine meiner Freundinnen Ärztin und kennt sich mit Schmerzmedikation aus). Und wenn man Rabatz macht, machen muss (bei einer völlig fahrlässigen Entlassung), ist man ein "Psycho" und muss sich mit der Psychsomatik-Ärztin auseinandersetzen. (...) Meine Frage: Wäre eine Petition sinnvoll? Wie geht man das am besten an? Einer allein hilft nicht... (Goethe) Haben Sie eine Idee dazu?"

H.B.-R., Tübingen (per Mail): "Wie arm wäre die Medizin und Therapie ohne die vielfältigen Möglichkeiten. Jeder sollte selbst bestimmen können, was ihm weiterhilft und womit er nach Lösungen seiner Gesundheit/Krankheit sucht. Bei mir waren die entscheidenden Medikamente fast immer aus diesem Bereich, nur mit der Schulmedizin alleine kam ich nicht weiter. Wir müssen alles dafür tun das diese Möglichkeiten erhalten bleiben! Vielen Dank für Ihr Engagement!"

I.F.-H. (per Mail): "Mein Argument lautet stets: Babys und Tiere können sich eine Heilung mit homöopathischen Mittel nicht einbilden und es hilft."

G.S., Frankfurt/Main (per Mail): "Die Pharmalobby scheint Herrn Hecken Beine zu machen, sonst fließen vor der Bundestagswahl weniger Münzen in seine Partei. (...) Mit Homöopathie wird kein Geld verdient. (...) Denkende Menschen beginnen, der Allopathie kritisch gegenüberzustehen, und sind nur im äußersten Notfall bereit, auf sie zurückzugreifen. Die Nebenwirkungen sind nicht zu übersehen und manche Arznei-Wirkungen müssen kritisch hinterfragt werden. Warum wird diese Diskussion nicht öffentlich geführt? Die öffentliche Stellungnahme erscheint mir zunehmend notwendig. Sie dürfen meiner Stimme gewiss sein. Der Anthroposophischen Medizin stehe ich seit 1982 nahe, sowohl beruflich als Krankenschwester und persönlich als Patientin. Sie ist für mich substanziell die wirkungsvollste Medizin in jeglicher Hinsicht. Ich fühlte mich von ihr nie geschädigt, sie hat selbst dort geheilt, wo andere eine OP durchgeführt hätten."

D.H.-L. (per Mail): "Vielen Dank für ihren Einsatz zum Schutz der Homöopathie und der Komplementärmedizin. Ich schließe mich der Aussage - "eine Medizin, die uns hilft, lassen wir uns nicht nehmen" - an. Ich werde seit über 30 Jahren hauptsächlich mit Anthroposophischer Medizin behandelt und weiß um die Wirksamkeit dieser Medizin aus Erfahrung sehr gut Bescheid. Wir sollten Maßnahmen zur Förderung der Komplementärmedizin (...) und der Homöopathie noch verstärken."

M.K.-S. (per Mail): "Selbst die „Apothekenumschau“ hatte unlängst (...) einen sehr guten, detaillierten Bericht über Homöopathie, in dem gesagt wurde, dass den Menschen inzwischen „wissenschaftliche Beweise“ egal wären, weil sie ihre eigenen positiven Erfahrungen hätten. Ja, eigene Erfahrungen schaffen Vertrauen!"

I.B. (per Mail):"Ich fühle mich hilf- und fassungslos bei den Anfeindungen, denen die Homöopathen und ihre Patienten ausgesetzt sind. Seit mehr als 20 Jahren bin ich bei einer Ärztin für Allgemeinmedizin und Homöopathie in Behandlung. Wie bei den meisten Menschen (in meinem Alter) traten in diesen Jahren unterschiedlichste Symptome bei mir auf. (...) Alle haben wir homöopathisch und mit Mitteln der Naturheilkunde, Selbstdiziplin (Ernährung und auch körperliche Übungen) behandelt. (...) Homöopathie und Eigenverantwortung wirken. Ich bin mir sicher, dass es Millionen solcher Patienten wie mich gibt. Sie hatten nur bisher keine Stimme. Die Stimmen der Pharma- Lobbbyisten ist jedoch um so lauter!!!!!! Da geht es ja auch um Gewinnmaximierung und nicht um das Wohl der Menschen."

I.R. (per Mail): "Es ist zum An-der-Wand-hochkriechen!!! Seit so vielen Jahren wende ich (und viele andere Menschen) die Anthroposophische Medizin erfolgreich an, aber wem auch immer man aus der allopathischen Richtung davon sagt - es kommt nur Unglaube, es wird gar nicht zugehört. (...) Wieder einmal ein Frontalangriff auf unser Leben und unsere Gesundheit. Sie merken meine Verzweiflung – als wäre es nicht schon bitter genug, dass wir alle homöopathischen und anthroposophischen Medikamente selbst bezahlen müssen: eine schreiende Ungerechtigkeit! So viel zu Ihrer Frage. Ich hoffe, dass es glückt, unsere Medizinrichtung zu erhalten."

G.R., Bad Überkingen (per Mail): "Die Erstattung nichtrezeptpflichtiger naturkundlicher und anthroposophischer Arzneimittel durch die gesetzliche Krankenversicherung ist in Gefahr. Es könnte sein, dass die Hürde für die Verschreibung dieser Medikamente so hoch ist, dass diese im Laufe der Zeit immer weniger zur Verfügung stehen werden. Außerdem zeigt sich bereits, dass auf andere, wesentlich teurere Arzneimittel und Therapien ausgewichen wird, was zu Kostensteigerung anstatt zur Kostenreduzierung führt. Als Bürger, der seit über 20 Jahren gute Erfahrung mit diesen Medikamenten hat, wende ich mich an Sie, mit der Bitte, sich für die Erstattung der naturkundlichen/anthroposophischen Arzneimittel einzusetzen. (...)"

J.H. (per Mail): "Mit Entrüstung habe ich die Angriffe gegen die Komplementärmedizin gelesen. Die Einzelheiten kenne ich vielleicht nicht genügend. Es ist klar, welche Gesinnung daraus spricht. (...)" 

B.T.-S. (per Mail): "Menschen mit chronischen Krankheiten zu heilen, ist eine schwierige Kunst. In den meisten Fällen zu schwierig für die moderne Medizin, deren Verdienste eher im Bereich des Handwerks liegen, wenn es gilt, komplizierte Brüche wieder zu richten, eine entzündete Gallenblase zu entfernen oder getrennte Nerven millimetergenau wieder zu verbinden. Bei den chronischen Krankheiten ist hingegen oft guter Rat teuer. Die Behandlung beschränkt sich meist auf das Erneuern der Rezepte. Solche Patienten werden durch die Schulmedizin nicht geheilt, sie werden verwaltet. Sie sind das tägliche Brot der niedergelassenen Ärzte. Wenn die Patienten lästig werden oder ihre Unzufriedenheit äußern, werden sie per Überweisung auf eine kleine Rundreise geschickt: zu Fachärzten oder ins Krankenhaus.
Jedes allopathische Medikament greift in den Stoffwechsel des Organismus ein und hat neben seinen erwünschten Eigenschaften auch Nebenwirkungen. Falsch angewandte oder zu hoch dosierte Medikamente sind Gift für den Körper. Bei älteren Menschen kommt noch das Problem hinzu, dass die Fähigkeit zur Entgiftung schrittweise schwindet. Leber und Nieren können die schädlichen Stoffe gar nicht mehr so rasch ausscheiden, wie sie wieder aufgenommen werden. Viele Krankenhausaufenthalte älterer Menschen lassen sich auf Überdosierungen oder Wechselwirkungen von Medikamenten zurückführen.
In diesem Zusammenhang sind die Homöopathie und die Anthroposophische Medizin nicht wegzudenken. Wer heilt, hat Recht – hier bedarf es keiner Studien, da in der Schulmedizin nur das Messbare zählt. Erfahrungswerte, Selbstheilungskräfte und nicht messbare Substanzen sprechen ihre eigene Sprache. Anstatt ihr Augenmerk auf „harmlose Substanzen“ zu legen, sollte die Politik lieber ihre Aufmerksamkeit den statistisch nachgewiesenen zahlreichen Todesfällen durch Medikamentenwechselwirkungen und Überdosierungen widmen."   

G.H-S. (per Mail): "Seit 63 Jahren werde ich fast ausschließlich von homöopathischen und den anthroposophischen Mitteln begleitet, (erst 1x war ein Antibiotika nötig, bei Borreliose). Eine Entfernung von Polypen in der Nase während meiner Kindheit wurde unnötig durch treue Einnahme von Berberis Kügelchen, ich überstand mit diesen Mitteln meine Kinderkrankheiten und meine drei Kinder die ihrigen. Bei einem Sohn wurde im 8. Lebensjahr ein Hodenhochstand durch diese Mittel und Heileurythmie beseitigt. Meinen über 90jährigen Vater brachte ich damit durch zwei beginnende Lungenentzündungen; er will kein Antibiotikum mehr, weil ihn die Folgen – Durchfallerkrankung – an den Rand des Todes gebracht haben, sie konnte nur durch Gabe von Birkenkohle gestoppt werden. Es ist für mich unvorstellbar ohne diese Mittel, die einen Bruchteil der Kosten für allopathische Mittel kosten, zu leben und zu kurieren. Ein Arzt, der keine Naturheilmittel einsetzt, kann heute seine Praxis fast zumachen, weil immer mehr Menschen solche Mittel bevorzugen. Mögen wir Wege finden, dass die Interessen der Menschen und nicht der Wirtschaft die Gesetze machen. Ich danke für Ihre Arbeit und begleite sie mit guten Gedanken und großen Hoffnungen."

J. (per Mail): "Meine Meinung ist, dass in Deutschland grundsätzlich NICHTS bezahlt wird, was wirklich gesund macht. Kranke Menschen bringen Geld in die Kasse des Staates. Homöopathie wirkt. Ich habe seit 10 Jahren eine Tierheilpraxis und behandele vom Kanarienvogel bis zum Rennpferd alle Haustiere. Die Tiere zeigen genau die Reaktionen auf das jeweils gegebene Mittel, obwohl sie die Kügelchen teilweise nicht einmal spüren (1 Kügelchen in einem Pferdemaul ...). Ich werde richtig wütend, wenn ich Zeitungsartikel lese wie "Homöopathie NICHT besser als Placebo"! Was für ein Blödsinn. Ich habe schon sooooo viele Ärzte überzeugen können. Hier geht es doch nur darum, die Menschen dumm zu halten, damit sie der Schulmedizin treu bleiben und fleißig Medikamente schlucken. Denn für jedes Medikament benötige ich wieder ein weiteres Medikament. Das bringt schön Geld in die Kasse der Pharmakonzerne." 

W.S. (per Mail): "Seit ca. 1980 sind wir Nutznießer der anthroposophischen und homöopathischen Medizin. (...) Wer schon, wie wir, erlebt hat, dass eine 'unabwendbare' Operation durch (anthroposophische) ärztliche Kunst vermieden werden konnte, weiß, wovon er redet. Da braucht man keine 'Richtungsweiser', die uns sagen, was gut für uns ist. Wir sind erbost über diese neuerlichen Versuche, medizinische Richtungen (welchen?) politischen Interessen zu opfern. Wir erwarten vielmehr Unterstützung durch die Politik für umfassende integrative Medizinrichtungen! Wo bleibt z. B. die Aufnahme der Homöopathie oder Anthroposophischen Medizin in die universitäre Ausbildung? (...) Wir unterstützen jede klare Äußerung gegenüber Vorstößen dieser Art. Wir sind ohnehin schon sehr empört, was sich einseitige Interessenpolitik herausnimmt. Denn – nicht wahr – wir zahlen hohe Krankenkassenprämien, müssen jedoch immer mehr selber die Kosten der beanspruchten Medizin bezahlen." 

D.D. (per Mail): "In jedem Fall sollte Hecken deutlich und öffentlich widersprochen werden. Insbesondere vor der bekannten Faktenlage. Ich bin froh, dass GESUNDHEIT AKTIV hier immer wach ist und deutlich und sachlich Einspruch erhebt. Ich möchte mir niemals die weltweit bewährten alternativen Heilmethoden nehmen lassen."  

H.K. (per Mail): "1975 kam ich erstmals mit der Anthroposophischen Medizin und mit dem Engagement der Ärzte, Pflegenden, EurythmistInnen in Berührung. Ich war seit meiner frühen Kindheit an Neurodermitis erkrankt, hatte im Alter von 11 Jahren eine Osteomyelitis im linken Iliosakralbereich durchgemacht und seit 1970 Knochenschmerzen im linken Schienbein (die sich später als chronische Osteomyelitis herausgestellt haben). Diese Begegnung hat mein ganzes Leben geprägt. (...) Ich bin zutiefst überzeugt, dass sich wahre Veränderung in Richtung Heilung nur auf dem Wege der Heilmittel und Heilweisen erreichen lässt, die der dem Menschen verwandten Welt der Naturreiche abgelauscht sind. In einer Notsituation würde ich schulmedizinische Intervention selbstverständlich schätzen – aber auch bei Nierenkoliken z. B. half mir das homöopathische Heilmittel viel besser und umfassender (...) als das angebotene Paracetamol (Novalgin hatte ich abgelehnt), das mir ohnehin nicht indiziert schien (...). Eine Einzelfallschilderung mehr, wie es viele gibt. Aber ich will meine Stimme für die Anthroposophische und homöopathische Medizin in die Waagschale werfen." 

A.R. (per Mail): "Offensichtlich bestimmt das Kapital die Politik, und nicht die Politik gestaltet die Rahmenbedingungen für die Patienten. Anders ist es nicht zu erklären, warum führende Politiker sich immer wieder vor den Karren der Pharmaindustrie und der Ärzte- und Medizingeräte-Lobby spannen lassen. Eine langfristig sinnvolle politische Aufgabe wäre es, jedem Patienten die Freiheit zu gewähren, sein Gesundheitsbudget selbstbestimmt für individuelle Leistungen einzusetzen. Wer Chemotherapie bei Krebs über die GKV bezahlen lässt, beweist nur eins: Lobbyismus funktioniert, am Ende bleibt der Patient auf der Strecke. Dass Homöopathie bei gerade schwersten chronischen Erkrankungen der sogenannten Schulmedizin deutlich überlegen ist, lässt sich an den vielen dokumentierten Fallberichten in der Fachpresse entnehmen. Dennoch: Die immer noch exorbitanten Gewinne der großen Player im Gesundheitswesen erschweren es der preisgünstigen und hocheffizienten Homöopathie, flächendeckend über die GKV ihre Möglichkeiten zu entfalten. Sie bleibt eine Medizin für die Besserverdienenden und von viel zu wenigen kompetenten Ärzte, Heilpraktiker und anderer Gesundheitsberufe. Wem nützt der Goldstandard, wenn die damit geadelten synthetischen Medikamente nicht viel mehr als schwere Nebenwirkungen verursachen, die Krankheit aber ungeheilt zurück lassen? Diese Luxusdebatte um Wissenschaftsstandards ist überflüssig. Wir brauchen mehr praktisch denkende Politiker, die den Patienten mehr Freiheit geben. Denn Gesundheit ist letztendlich auch nichts anderes als Freiheit. Das merkt jeder, der sie verloren hat und deshalb nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Unsere älteren Mitmenschen sind davon besonders betroffen."

A.H.-B. (per Mail): "Also wirklich, ich habe das Gefühl, alle paar Jahre geht die gleiche Debatte wieder los! Steckt da die Pharma-Lobby dahinter? Selbst wenn ein "Placebo" hilft, dann ist das doch toll! Wenn ich mir die Beipackzettel anschaue bei vielen Medikamenten, dann stehen einem doch die Haare zu Berge, was da an Nebenwirkungen aufgeführt wird - und das wird alles bezahlt! Ich bin bis jetzt hervorragend mit homöopathischen oder anthroposophischen Mitteln zurecht gekommen. Sie haben immer geholfen, auch wenn es manchmal ein bisschen länger gedauert hat. Wir müssen uns wirklich mehr wehren, damit uns nicht alles vorgeschrieben und verboten wird. Kämpfen Sie weiter! Viel Erfolg!"

E.F. (per Mail): "Einerseits bin ich Kassenpatient und darauf angewiesen, die Kassenleistung zu nutzuen. Andererseits bin ich seit ca. zehn Jahren massiv an einer Erkrankung des Rückenmarks erkrankt. (...) Mir hat in diesen zehn Jahren nur Heileurythmie, Rhythmische Massage, Sprachgestaltung, Physiotherapie und Ergotherapie geholfen, leistungsfähig zu bleiben. Vor allem die Heileurythmie (erhalte ich von der Kasse nur 25x) hilft mir tagtäglich, aufrecht zu bleiben. Seit ich diese Behandlungen nutze, geht es mir gut. (...) Ich als Mensch weiß genau, was mir gut tut oder nicht. Das kann niemand anders für mich entscheiden. (...)"

S.H. (per Mail): "Ich will nur mitteilen, dass für mich außer Homöopathie wegen verschiedener Medikamentenunverträglichkeiten so gut wie gar nichts anderes geht, und ich bisher immer die meiste oder wirkliche Hilfe allein durch homöopathische Mittel erfahren habe. (...) Auch wenn es noch so viele Interessenkreise gibt, denen die Homöopathie ein Dorn im Auge ist – mir ist sie von der substantiellen Seite her der Stecken und Stab, an dem es mir überall da, wo ich das nicht aus eigener Kraft bzw. auf geistigem Wege schaffe, gelingt, mich doch wieder aufzurichten bzw. weiter auf meinem Wege voranzukommen."

S.R. (per Mail): "Zur Forderung, es solle nur noch von den Kassen bezahlt werden, was evidenzbasiert wirksam sei: Ich habe Brustkrebs, und habe mich in den letzten Jahren intensiv mit allen Möglichkeiten befasst, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern können, sowohl alternativ als auch schulmedizinisch. Ich habe mich für einen alternativen Behandlungsweg entschlossen, und es geht mir physisch wie psychisch gut damit. Was ich aber sagen möchte, ist – wo ist denn die Evidenz der Wirksamkeit der schulmedizinischen Standard-Brustkrebsbehandlung? Ich habe viele Statistiken sehr sorgfältig gelesen – das Ergebnis war, dass die allopathische Dreier-Therapie Bestrahlung, Chemotherapie und Hormontherapie bei Brustkrebs einen Überlebensvorteil von 4 (ja, vier) Prozent bringt. Über die Überlebensvorteile durch alternative Therapien gibt es keine Statistiken – da wird kein Geld investiert, denn es ist ja für die Pharmaindustrie kaum Geld mit den Therapien zu verdienen. Ein Überlebensvorteil von 4 Prozent war mir jedoch, angesichts der zum Teil selbst lebensbedrohlichen Nebenwirkungen der Standard-Therapie, nicht überzeugend genug, um meinem Körper das zumuten zu wollen. Wie evident sind 4 Prozent? Die Standard-Therapie wird von allen Kassen bezahlt, selbst dann noch, wenn der Patient garantiert nicht überleben wird. Und die Kosten sind immens. Ich zahle meine alternativen Therapiebestandteile alle selbst - sind sind um ein Vielfaches günstiger als die schulmedizinische Therapie - und sollen weiterhin nicht bezahlt werden, obwohl die Evidenz der Wirksamkeit bisher nicht in Überlebensstatistiken ablesbar ist - weil es meines Wissen dazu wohlweislich gar keine gibt. Wer weiß, ob der Überlebensvorteil (auch durch Nichtteilnahme an der Chemo!) nicht sogar über 4 Prozent läge? Hier kommt ein weiterer Punkt hinzu: Wenn von den Kassen vorgeschrieben wird, welche Behandlungen sinnvoll sind, und nur diese bezahlt werden, und wenn ich alternative Behandlungen selber bezahlen muss, dann stelle ich das Recht infrage, mir einen gesetzlichen Kassenbeitrag von meinem Gehalt abzuziehen. Die Kasse nimmt mein Geld, bezahlt meine Therapie nicht, und ich muss zusätzlich zur Krankenversicherung meine Therapie  selber bezahlen. Das empfinde ich als Wegelagerei, da wird Geld für nicht erbrachte Leistung abkassiert. Ja, Kassen sind eine Solidargemeinschaft – aber wenn ich mit meinem Beitrag in meinen Augen unsinnige Chemotherapien mitfinanziere, dann erwarte ich auch, dass auch meine – gern als unsinnig angesehene – Alternativtherapie von der Solidargemeinschaft mitgetragen wird. Sonst  hat das Ganze den Namen "Solidargemeinschaft" nicht verdient. Wenn Kassen nur bestimmte Therapien bezahlen wollen, dann muss ich mir aussuchen können, ob ich einer Kasse beitrete. Der Zwang der Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse mit automatisch einbehaltenen Beiträgen ist in meinen Augen nur statthaft, wenn die Kasse dann auch jedwede Therapie bezahlt. Wenn nicht, muss ich die Freiheit (und das Geld) haben, mir meine Therapierichtung selbst auszusuchen und zu finanzieren."

M.S. (per Mail): "Es geht doch schon lange nicht mehr um das Wohl der Patienten, sondern darum, dass diese Pharma-Mafia immer noch mehr verdienen kann und wir aufgrund der ganzen Medikamente mit ihren Nebenwirkungen nicht gesund werden bzw. bleiben können. Ich habe selbst vor über 30 Jahren bei einem Allgemeinarzt zehn Jahre lang gearbeitet, der schon damals sehr viel mit Akupunktur, Mistel-Therapie, Naturheilkunde, Neuraltherapie usw. seine Patienten wirklich geheilt hat. Den hätten die anderen Ärzte der Stadt damals schon am liebsten geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt, weil er wirklich etwas für seine Patienten tun konnte und somit bei ihnen nicht gut angesehen war!!! (...)"

W.R. (per Mail): "Wir Alternativen sollten uns nicht verrückt machen lassen. Im Gegenteil weiter so. Die Pharmalobby und ihre lobiisten fürchten um ihre Pfründe."

I.K. (per Mail): "Wer zumindest einmal gesehen hat, wie z. B. ein extrem hoch fieberndes Kind durch wenige Globuli Belladonna oder Aconit, je nach Fieber, fast wieder Normaltemperatur hat und friedlich einen erholsamen Schlaf schläft, oder nach Arnika trotz heftigem Schlag quasi kein Bluterguss entsteht, dem ist – Standard hin oder her – klar, dass diese Behandlung schnell, nebenwirkungsarm und effektiv wirkt. Und aus Erfahrungen mit Gremien weiß ich, dass solche Methodendebatten immer dann aufflammen, wenn man berechtigte Interessen oder Einwände durch unendliche Diskussionen totbekommen will. Also: Im Interesse aller Nutzer bitte durchhalten!"