Aktionen

Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen im Gesundheitswesen

Kopfmotiv Aktionen DSC 7878253

Auf dieser Seite finden Sie unsere Stellungnahmen und Aktionen zu aktuellen Ereignissen in Gesundheitspolitik und Gesundheitswesen in chronologischer Reihenfolge. 

Übrigens: Über unsere Aktionen informieren wir Sie auch in unserem monatlichen Newsletter. Bestellen Sie ihn doch gleich heute noch – dann sind Sie immer up to date! 

Wie stehen Sie dazu?

Sozialwahl: Erstmal prüfen, dann wählen

28. April 2017. Aktuell werden die Unterlagen zur Sozialwahl versandt. Das Problem ist nur: Kaum jemand kann damit etwas anfangen. Wen soll man wählen und warum? Was vertreten die KandidatInnen? Wie stehen sie vor allem zum Erhalt der Komplementärmedizin, den "besonderen Therapierichtungen"?  

Um hier für mehr Klarheit zu sorgen, hat GESUNDHEIT AKTIV an alle ListenvertreterInnen, die sich bei den Ersatzkassen zur Wahl stellen, eine E-Mail geschickt, mit der wir vor allem die Positionen zur Komplementärmedizin abfragen: 

  • Werden Sie/Ihre Liste sich dafür einsetzen, dass die Präferenzen von Versicherten in der Ausgestaltung der Leistungen der GKV berücksichtigt werden? Wenn ja, auf welche Weise werden Sie das tun? 
  • Werden Sie/Ihre Liste sich grundsätzlich dafür einsetzen, dass auch Leistungen der "besonderen Therapierichtungen" durch die gesetzliche Krankenversicherung finanziert werden? Wenn ja, was werden Sie/Ihre Liste dafür tun? 
  • Werden Sie/Ihre Liste sich dafür einsetzen, dass die "besonderen Therapierichtungen" im Rahmen von Satzungsleistungen refinanziert werden können? 
  • Werden Sie/Ihre Liste sich dafür einsetzen, dass die Krankenkassen Direktverträge abschließen, in denen auch die "besonderen Therapierichtungen" berücksichtigt werden? 

Wir fordern dazu auf, mit der Stimmabgabe noch so lange zu warten, bis wir Antworten auf diese Wahlprüfsteine erhalten haben. Wir hatten die Listenvertreter gebeten, uns bis zum 3. Mai zu antworten. Darüber hinaus stellten wir über das Portal sozialversicherung.watch unsere Fragen zum Behandlungsangebot, zur Anthroposophischen Medizin und zu naturheilkundlichen Arzneimitteln.

Leider bekamen wir lediglich von zwei Listen eine Antwort, die wir an dieser Stelle im Original veröffentlichen:

BfA DRV-Gemeinschaft
Ihr Katalog an Fragen an uns beschäftigt sich verständlicherweise nur mit den von Ihnen zu vertretenden Interessen bzw. der Interessenlage Ihres Vereins. Die BfA DRV-Gemeinschaft hat sich bei allen Kassen, in denen sie schon heute vertreten ist, und bei der Kasse, in der sie zum ersten Mal zur Wahl antritt, für einen Teilbereich ihres Fragenkatalogs zu einer Meinungsäußerung über ihre Vertreter in der Vergangenheit festgelegt. Sie finden diese Aussagen als Beantwortung einer Vielzahl von gleichlautenden Anfragen von anderen Organisationen und Einzelversicherten auf unserer Homepage
Die dort getätigten Aussagen zur Homöopathie decken den rechtlichen Rahmen ab, den der Gesetzgeber den Kassen über das Satzungsrecht eröffnet hat.

Mit freundlichem Gruß
im Auftrage des Vorstandes der BfA DRV-Gemeinschaft  

DAK-VRV
... sehr gerne gehe ich auf die erste Ihrer Fragen ein. Die weiteren Fragen fallen nur z. T. in den Kompetenzbereich der Selbstverwaltung, da entsprechende Leistungen in der Satzung zu definieren sind. Voraussetzungen sind aber umfassende Recherchen des Vorstandes, die dann in eine Beratungs-/Entscheidungsvorlage für den Verwaltungsrat einfließen. Die DAK-VRV kommuniziert sehr intensiv mit ihren Mitgliedern. Das geschieht auf Mitgliederversammlungen und Tagungen von Mandatsträgern (Mandatsträger = Mitglieder des Verwaltungsrates oder Widerspruchsausschuss u.a.). Des Weiteren sind wir m. W. die einzige 'sonstige Arbeitnehmervereinigung', die ihre Mitglieder in jedem Quartal umfassend sozialpolitisch informieren. Wenn sich im Rahmen dieses Meinungsaustauschs Schwerpunkte bilden, werden wir dem Vorstand gegenüber initiativ. Deutlich wird das durch die Aussage unserer Kandidatin Elke Holz: „Leistungsansprüche für unsere Mitglieder auch im Problemfall durchsetzen: So praktiziere ich Gesundheitspolitik.“    

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Schumann
Vorsitzender DAK-VRV  

Offener Brief an die Redaktion CORRECTIV

19. März 2017. Anlässlich der Artikelserie "Warum wir über Impfungen berichten" des Recherchezentrums CORRECTIV hat Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführender Vorstand von GESUNDHEIT AKTIV, einen offenen Brief geschrieben, mit dem Ziel, sich für mehr Transparenz zum Thema Impfen und eine differenzierte Betrachtung der Umstände und Fakten einzusetzen.

Liebe RedakteurInnen von CORRECTIV,
vorab: Ich bin kein Impfgegner! Ich bin kritisch denkender Kinderarzt und seit Jahren engagiert für einen differenzierten Impfentscheid durch die Betroffenen.

Mit Verwunderung nahm ich zur Kenntnis, dass sich Ihr Netzwerk, dem ich bisher durchaus Vertrauen entgegengebracht habe, dem Impfthema nun unter dem Titel "Warum wir über Impfungen berichten" auf überaus undifferenzierte Weise nähert. Warum recherchieren Sie nicht umfassend zu diesem Thema, sondern schreiben lediglich ab, was die PR-Abteilungen der Industrie an Material liefern? 

Einige Beispiele:

  • Sie suggerieren, bei Impfungen handele es sich um ein homogenes Thema, vergleichbar mit dem Motto: Kernenergie ist gut oder schlecht. Das ist falsch: Eine Impfung gegen HPV ist etwas völlig anderes als eine gegen Polio oder Masern. Die Konsequenzen, die sich aus der jeweiligen Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Impfung ergeben, sind daher auch unterschiedlich. Wenn man sich zum Beispiel bei seinem Kind – entgegen der STIKO-Empfehlungen – gegen eine Rotavirusimpfung im ersten Lebensjahr entscheidet, ist man noch lange kein Impfgegner, wie von Ihnen indirekt unterstellt wird.
  • Sie sprechen von Impfstoffsicherheit und haben es nicht einmal nötig zu berichten, dass die Datenlage zu diesem Thema gerade in Deutschland sehr mangelhaft ist. Derzeit gibt es lediglich ein für Betroffene schwer zugängliches passives Meldesystem. Ärzte, die selber impfen, haben ein ausgesprochen geringes Interesse an der sauberen Erfassung von Komplikationen der Maßnahmen, die sie selber veranlasst haben. Eine aktive, das heißt Post-Marketing-Surveillance, wie wir sie von Seiten der Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. seit langem fordern, findet zumindest in Deutschland nicht statt.
  • Sie lassen Ihre Arbeit zu diesem Thema indirekt von einer Foundation finanzieren, die engstens mit Impfstoffherstellern verbunden ist. Die Behauptung, dass auf bestimmte Inhalte kein Einfluss genommen wurde, wirkt mehr als bemüht.
  • Sie suggerieren, die HPV-Impfung biete einen hundertprozentigen Schutz gegen Gebärmutterhalskrebs. Richtig ist, dass es inzwischen lediglich Belege dafür gibt, dass Vorstufen dieser Erkrankung durch die Impfung beeinflusst werden können.
  • Die Informationen über unterschiedliche Preise in verschiedenen Ländern sind überdies nicht neu und lassen sich überall offen im Netz finden.

Warum befassen Sie sich kaum mit der Frage, warum das Vertrauen gegenüber Impfungen in den Industrienationen, vor allem in Frankreich, so zusammengebrochen ist? Warum stellen Sie nirgendwo die Frage, wer eigentlich für annähernd hundert Prozent der "Evidenz" bezahlt, die heute zu Impfstoffen vorliegt? Warum machen Sie stattdessen für die Impfmüdigkeit der Bevölkerung eine weltvergessene "Zurück-zur Natur-Bewegung" verantwortlich? Worauf gründen Sie diese Behauptung? 

Was Sie hier mit Ihrer Artikelserie anstellen, ist nicht nur einfach schlechter Journalismus, sondern wirkt tendenziös in jeder Hinsicht. Schade. Eine Quelle weniger, der man noch vertrauen kann!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführender Vorstand GESUNDHEIT AKTIV e. V. 

Übrigens:
Konkrete Informationen zu einer differenzierten Impfentscheidung finden Sie unter www.individuelle-impfentscheidung.de und hier auf unserer Homepage unter "Kompetent entscheiden"

BEACHTEN SIE AUCH DEN OFFENEN BRIEF VON DR. STEFFEN RABE ZUM ARTIKEL VON CORRECTIV.