Erste Hilfe in der Not

Ambulanz für Flüchtlinge

Fluechtlinge 1 DSC 0293Fluechtlinge 2 DSC 0318

Mehrmals wöchentlich versorgen ehrenamtlich tätige Ärzte und Pflegende, vorwiegend aus dem Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, Flüchtlinge in der Erstaufnahme-Einrichtung "Am Waldschluchtpfad" in Berlin-Hohengatow. GESUNDHEIT AKTIV hat den Anstoß gegeben, dass diese Initiative im September 2015 ins Leben gerufen wurde, und hat Sach- und Geldspenden eingeworben. 

Die Initiative möchte gesundheitlich beeinträchtige und traumatisierte Flüchtlinge medizinisch-therapeutisch und seelisch unterstützen. Menschen, die noch keinen offiziellen Zugang zu notwendigen Hilfen erhalten, sollen unkompliziert behandelt werden. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit soll in der Prophylaxe von posttraumatischen Belastungsstörungen liegen. 

Neben der notwendigen medizinischen Erstversorgung werden bewährte anthroposophische und naturheilkundliche Arzneimittel und Heilmittel sowie Therapien eingesetzt, die Traumafolgen vorbeugen können. Genutzt werden hier unter anderem Erfahrungen aus den notfallpädagogischen Einsätzen der "Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners". Auch die nachträglich eingerichtete Sprechstunde der Hebammen wird rege nachgefragt. 

Bis März 2016 wurden mehr als 1.100 Flüchtlinge behandelt. Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe (GKHH) und GESUNDHEIT AKTIV stellten Personal bereit und warben die notwendigen finanziellen Mittel ein, damit die Flüchtlinge dreimal pro Woche ärztlich und pflegerisch versorgt werden können. Inzwischen hat das GKHH einen Vertrag mit dem Berliner Senat abgeschlossen und erhält auch öffentliche Gelder für das Projekt. Damit ist die Basis für eine weitere Behandlung der Flüchtlinge gesichert. 

Die ehrenamtliche Tätigkeit erfolgt abgestimmt mit dem jeweiligen Versorgungskonzept des Gesundheitsamtes und anderen Hilfsorganisationen. Ist eine weitergehende Versorgung notwendig, erfolgt eine Zuweisung zu kooperierenden Fachärzten oder ein Krankenhaus. Da oft Notfallmedikamente notwendig sind, benötigt die Initiative weiterhin Spenden für Medikamente und Verbrauchsmaterialien wie Desinfektionsmittel oder Verbandmaterialien. 

"In der Bilanz blicken wir auf eine gelungene Aktion", sagt Dr. Stefan Schmidt Troschke, Geschäftsführender Vorstand von GESUNDHEIT AKTIV. "Spenden und der persönliche Einsatz vieler ehrenamtlich tätiger Menschen haben den Aufbau von notwendigen und längerfristig bestehenden Strukturen bewirkt." 

Kontakt: 
Dr. med. Karl-Reinhard Kummer
Damaschkestraße 25
10711 Berlin 
Telefon 030-450 87 473 
Telefax 030-450 87 472
mobil 0175-2060235
Mail