Unsere Kampagnen

Organspende, Patientenkompetenz, Transparenz im Gesundheitswesen

Organspende Kampagne

In unserem Gesundheitswesen ist vieles nicht in Ordnung:

  • Viel zu oft erleben wir, dass wir als Patienten auf eine Krankheit reduziert werden. Wir fühlen uns zu wenig wahrgenommen und verstanden in dem, was uns krank macht.
  • Viel Geld fließt in eine standardisierte Apparatemedizin zu Lasten des persönlichen Kontakts zwischen Arzt und Patient.
  • Komplementärmedizin ist für viele Ärzte immer noch ein rotes Tuch – zum Nachteil der Patienten. Wir wollen beides: konventionelle UND ganzheitliche Therapieansätze.
  • Medikamente und Heilmittel aus der Naturheilkunde, Homöopathie und Anthroposophischen Medizin werden kaum noch erstattet, Komplementärmedizin wird damit zum Luxusgut.
  • Es ist unklar, was mit unseren Krankheitsdaten passiert: Die elektronische Gesundheitskarte gibt uns dafür keine Sicherheit.
  • Ärzte, Therapeuten und Pflegende arbeiten oft mehr nebeneinanderher als Hand in Hand. Stationärer und ambulanter Bereich sind nicht gut miteinander verzahnt – zum Nachteil der Patienten.
  • Wirtschaftliche Interessen spielen im Krankenhaus und bei niedergelassenen Ärzten eine immer größere Rolle: Oft wissen wir nicht, ob eine medizinische Maßnahme wirklich notwendig ist, oder ob sie nur um des Geldes willen empfohlen wird.

KURZUM: Wir haben das Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Sinnhaftigkeit unseres Gesundheitssystems in seiner derzeitigen Form verloren. Wir brauchen endlich die Wende hin zu einem Gesundheitswesen, das sich an den wirklichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientiert.

Bürger und Patienten müssen sich Gehör verschaffen für ihre Interessen im Gesundheitswesen. Dafür will GESUNDHEIT AKTIV ein Forum bieten und in Zukunft Kampagnen zu drängenden Themen im Gesundheitswesen anstoßen. 

Unsere erste Kampagne befasste sich mit mit dem heiklen Thema Organspende: Organspende – Wir wollen ALLES wissen!. Denn hier liegt vieles im Argen – die meisten Menschen sind nicht ausreichend darüber aufgeklärt, was bei einer Organspende passiert und wie der Hirntod festgestellt wird bzw. welche Konsequenzen sich damit verbinden. Diese Kampagne ist mittlerweile beendet. 

Außerdem informieren wir Sie über Kampagnen anderer Organisationen zu gesundheitspolitischen Themen, die uns am Herzen liegen. 

Andere Kampagnen

Organspendeausweis, Pränatal-Diagnostik, Forschung

Hier weisen wir Sie auf Kampagnen und Aktionen anderer Organisationen hin, die wir inhaltlich unterstützen. Aktuell sind dies Aktionen zu folgenden Themen: 

Organspendeausweis der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFID)

Eine unterstützenswerte Kampagne für einen anderen Organspendeausweis haben die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFID) ins Leben gerufen. Motto: "Organspende entscheide ich!" Dabei geht es vor allem auch um die Definition des Hirntods und die Vollnarkose bei Organentnahme. Die Aktion berücksichtigt darüber hinaus die Situation der Angehörigen und fordert eine Sterbebegleitung während der Organentnahme. 

AllTrials – für mehr Transparenz in der Forschung

Medizinische Forschung muss transparent erfolgen! Das gilt insbesondere klinische Studien, an denen Patienten teilnehmen, um den medizinischen Fortschritt voranzubringen. Diese internationale Kampagne setzt sich dafür ein, dass ALLE Studien veröffentlicht werden, unabhängig von den Interessen der Pharmaindustrie oder anderer Interessenverbände. Denn in der Forschung ist jede Information wichtig! Zurzeit gibt es jedoch keine Veröffentlichungspflicht für wissenschaftliche Studien. Das wollen wir ändern! Unterstützen deshalb auch Sie die Online-Petition "AllTrials"

Vorgeburtliche Diagnostik

Immer neue Tests und Untersuchungsverfahren in der vorgeburtlichen (pränatalen) Diagnostik zielen darauf ab, "Defekte" bei Ungeborenen zu entdecken. Mittlerweile gibt es einen Test ("PraenaTest"), der anhand einer einfachen Blutprobe zeigt, ob beim Ungeborenen ein solcher genetischer "Defekt" vorliegt. Dieser Test soll probeweise in die Regelversorgung der Schwangeren aufgenommen werden. GESUNDHEIT AKTIV sieht die Gefahr, dass dadurch die Akzeptanz von Behinderungen in der Gesellschaft immer mehr zurückgeht. Vor allem aber werden Eltern mit der Entscheidung für oder gegen einen solchen Test allein gelassen. Denn eine Beratung, die auch die Nachteile oder Mängel dieser Tests anspricht oder erörtert, welche Konsequenzen ein positives Ergebnis haben könnte, findet meist nicht oder nur unzureichend statt. Wir unterstützen deshalb die Kampagne des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) und beteiligen uns an deren Unterschriftensammlung: Nein zum Praena-Test in der Regelversorgung! Die Entscheidung, ob ein Pränatal-Test gemacht werden soll, muss eine individuelle Entscheidung der Schwangeren und ihres Partners bleiben.