Forderungen an die Politik

Gesundheit der Zukunft

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GESUNDHEIT AKTIV hat vier Forderungen an die Politik formuliert, mit denen die Zukunft des Gesundheitswesens stärker auf die Interessen von Bürgern und Patienten ausgerichtet werden soll: 

1. Gesundheitsregionen etablieren: bürgerschaftlich und kommunal! 

Bürger sollen zu aktiven Mitgestaltern des Gesundheitssystems werden: in bundesweit einzurichtenden Gesundheitsregionen. Deren regionale Gestaltung orientiert sich an den jeweiligen lokalen Gegebenheiten, Herausforderungen und Besonderheiten. Dabei werden Patienten- und Bürgervertreter, Kommunen, Kostenträger sowie Leistungserbringer direkt beteiligt. 

Die Region erhält ein Budget für die basale Finanzierung aller Versorgungssektoren (ambulante und stationäre Versorgung, Rehabilitation, Prävention). Mittelfristig sollen auch Jugend- und Drogenhilfe einbezogen werden. Für schwerstkranke Patienten sollen Planung und Koordination weiterhin überregional erfolgen. 

2. Beratungs- und Informationsstellen zur Komplementärmedizin schaffen! 

Rund 70 Prozent aller Bürger in Deutschland haben gute Erfahrungen gemacht mit integrativen und komplementären Therapiemethoden. Aber es gibt kaum Möglichkeiten, sich über den wissenschaftlichen Stand der einzelnen Behandlungsverfahren umfassend und neutral zu informieren. Dafür muss die öffentliche Hand Sorge tragen. 

Wir fordern die Einrichtung einer mit öffentlichen Mitteln geförderten unabhängigen Beratungs- und Informationsstelle, in der alle wissenschaftlichen Ergebnisse und Erfahrungen zu den verschiedenen Therapien zusammengetragen werden. Gleichzeitig soll es auch internetbasierte und telefonische Beratungsangebote geben. 

3. Integrative Medizin erforschen! 

Viele Therapien aus der Integrativen Medizin sind bisher nur wenig erforscht, weil keine großen Pharmakonzerne davon profitieren. Im Interesse seiner Bürger ist es daher Aufgabe des Staates, öffentlich finanzierte und unabhängige Programme aufzulegen, um die Wirksamkeit komplementärer Therapieverfahren zu erforschen. So können Entscheidungsgrundlagen aufgebaut werden: für BürgerInnen, für politische EntscheiderInnen, für Pflegende, ÄrztInnen, TherapeutInnen und auch für die Kostenträger. 

4. Ein persönliches Gesundheitsbudget für jede/n! 

Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben derzeit keinen Einfluss darauf, wofür die eingezahlten Gelder verwendet werden. Das soll sich ändern: Wir wollen eigene Prioritäten setzen können! Wir fordern ein jährliches persönliches Gesundheitsbudget innerhalb der GKV, über das Versicherte frei verfügen können. Jede/r soll selbst entscheiden können, welche der bewährten Behandlungsformen bzw. Therapiekonzepte sie/er wählen will. Angebote aus dem Spektrum der "besonderen Therapierichtungen" (Naturheilkunde, Homöopathie, Anthroposophische Medizin, Osteopathie, Akupunktur u.a.) sollen wahlweise in Anspruch genommen werden können. Das Budget soll auch für Gespräche mit TherapeutInnen und ÄrztInnen eingesetzt werden können. Versicherte, die darauf keinen Wert legen, sollen stattdessen andere, gleichwertige Wahloptionen erhalten. 

Wenn Sie sich mit diesen Forderungen verbinden können, dann zögern Sie nicht: Schließen Sie sich uns an und unterstützen Sie GESUNDHEIT AKTIV! 

 

Cover Flyer Politische Forderungen

Der Flyer mit allen vier Forderungen an die Politik zum Download. Wenn Sie den Flyer verteilen möchten, können Sie gern gedruckte Exemplare bei uns anfordern