Aktuelle Neuigkeiten

Neueste Nachrichten aus dem Gesundheitswesen

Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten, die wir einmal im Monat als Newsletter verschicken. Wir greifen aktuelle Neuigkeiten aus verschiedenen Medien auf – zu Gesundheitsthemen, aber auch zu Forschungsergebnissen, zur Gesundheitspolitik und ganzheitlicher Medizin.

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Zusammenhalten im Abstandsmodus

In Zeiten der Corona-Pandemie

19. März 2020 - Die Ereignisse der Corona-Pandemie überschlagen sich jeden Tag aufs Neue. Wir sehen stündlich neue Zahlen aus unserer Stadt, unserem Bundesland, unserem Land, aus der ganzen Welt. Die Situation ist bis auf Weiteres dynamisch: Die klinischen Kapazitäten werden aufgestockt, zusätzliche Räume und Ressourcen für die Gesundheitsversorgung geschaffen – alles in Erwartung einer Welle an prognostizierten Neuinfektionen.

In hohem Tempo erreichen uns neue Beschlüsse und Erkenntnisse. Das Robert Koch-Institut (RKI) informiert täglich, ebenso die Virologen, im Wechsel mit den Politikern. In den Medien und sozialen Netzwerken findet sich eine höchst unterschiedlich zu gewichtende Informationsflut an Nachrichten, Verhaltensregeln und Gesundheitstipps – für unser Immunsystem ebenso wie für unsere mentale Gesundheit. Dazu mischen sich erste Hinweise und Warnungen, die bestimmte Medikamente betreffen, Meldungen über die Suche nach einem Impfstoff und über erste klinische Studien zum Coronavirus.

Leider haben auch Fake News, Panikmache und Verschwörungstheorien Hochkonjunktur und gehen viral. Das raubt Energien, schwächt das Vertrauen und schafft zusätzliche Verunsicherung. Wir alle haben so eine Situation noch nie erlebt, wachen jeden Tag mit gemischten Gefühlen, Angst und Sorge auf. Surreal erscheint die Welt. Wohin wird sich das alles noch entwickeln? 

Aber es gibt auch Lichtblicke. Menschen helfen sich gegenseitig, die Nachbarschaftshilfe erwacht zu neuer Blüte, in Italien und Spanien singen die Menschen auf den Balkonen, ganze Metropolen – Rom, Madrid! – verabreden sich, um denen, die unermüdlich das Schlimmste abwenden, zu applaudieren: den Ärzt*innen und Pflegenden.

Und draußen erwacht der Frühling. Die Sonne scheint schon kräftig. Und mit dem zunehmendem Licht wachsen auch Hoffnung und Zuversicht, auf die wir uns besinnen sollten.

Worauf es jetzt ankommt:

  • Menschlichkeit
  • Gesunden Menschenverstand
  • Solidarität und sozialen Zusammenhalt im Abstandsmodus: Helfen wo wir können, während wir räumlich auf Abstand gehen. Und auch lernen, um Hilfe zu bitten, wenn wir sie brauchen.
  • Seelisches Gleichgewicht kultivieren, um uns selbst und andere ermutigen zu können und Gesundheitskräfte zu bündeln
  • Bewusst und bedacht handeln
  • Gut und sachlich informiert bleiben, um den Überblick zu behalten
  • Positive Meldungen weitertragen und kreative Initiativen unterstützen
  • All jenen danken, die nicht zu Hause bleiben können und anderen die Botschaft senden: „Bleibt Ihr zu Hause, wir bleiben für Euch da!“ Denn sie halten unsere Welt draußen am Laufen. 

Jede*r einzelne von uns ist gefragt, die Lage mitzugestalten. Wir hoffen, dass wir als Weltgemeinschaft, als Gesellschaft und in unserem sozialen Umfeld mit vereinten Kräften die Chancen ergreifen, die aus diesen Zeiten bereits erwachsen sind und noch wachsen werden. Mögen sie größer und kraftvoller sein als die Krise selbst! 

In diesem Sinne werden wir auch in den kommenden Tagen und Wochen Anregungen & Informationen zur Ermutigung und Verbundenheit über unsere Webseite, Social Media Kanäle und unseren Newsletter bereitstellen. Wir wollen, trotz vorübergehender Einschränkungen, weiterhin bestmöglich für Sie erreichbar und ansprechbar sein. Bleiben Sie gesund und uns gewogen!

Weitere hilfreiche Hinweise und Quellen finden Sie in unserem aktuellen Sondernewsletter vom 19. März 2020.

100 Jahre Zukunft

Anthroposophische Medizin feiert 100-jähriges Jubiläum

 

Die Anthroposophische Medizin feiert Geburtstag: Am 21. März 2020 ist es auf den Tag genau 100 Jahre her, dass Rudolf Steiner erstmals vor Ärzt*innen in Dornach (Schweiz) neue Impulse für eine „Erweiterung der Heilkunst“ gegeben hat, die er später gemeinsam mit der Ärztin Ita Wegman zum Konzept der Anthroposophischen Medizin ausgearbeitet hat. Eine Medizin, die den ganzen Menschen sieht – mit Körper, Seele und Geist.   

Heute lebt Anthroposophische Medizin überall da, wo es Medizin gibt: in Praxen, Kliniken, Pflege, Reha-Einrichtungen, in der Pharmazie, auch in Wissenschaft und Forschung. Die Nachfrage steigt: 2019 wurden rund 130.000 Patient*innen in den 12 anthroposophischen Akut-, Fach- und Rehakliniken behandelt. Für die ambulante Versorgung liegen die Zahlen noch deutlich höher, bei geschätzten 2,25 Millionen Behandlungen pro Jahr.

Medizin der Zukunft
Trotzdem können viele Menschen mit dem Begriff noch nichts anfangen. Deshalb ist das Jubiläum ein guter Anlass, um zu zeigen, was die Anthroposophische Medizin ist, will und kann: Die Anthroposophische Medizin führt schulmedizinische und etablierte Ansätze aus der Komplementärmedizin zu einem stimmigen Ganzen zusammen. Schon vor 100 Jahren hat Rudolf Steiner klar gesagt: Es geht nicht gegen die Schulmedizin, sondern nur mit ihr.  

Für das Jubiläumsjahr hat der Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) eine breitangelegte Kampagne entwickelt, um mehr Menschen einzuladen, diese ganzheitlich ausgerichtete Medizin kennenzulernen. „Es geht darum, gemeinsam ein Zeichen für eine moderne, menschliche und integrative Medizin zu setzen“, so der DAMiD. 

100 Jahre Menschlichkeit
Medizin wird schon immer von Menschen für Menschen gemacht. Was so selbstverständlich klingt, geht allerdings heute oft unter. Anders in der Anthroposophischen Medizin, die zentral auf den Faktor Menschlichkeit setzt. Deshalb kommen im Jubiläumsjahr einmal diejenigen zu Wort, die in der Anthroposophischen Medizin diese Qualität erlebt haben. Bürger*innen und Patient*innen berichten von ihren Erfahrungen, Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegende erzählen, warum sie sich für diese ganzheitliche Medizin stark machen. Darüberhinaus sind bundesweit zahlreiche Veranstaltungen in einer Roadshow geplant, um die Anthroposophische Medizin am konkreten Beispiel erlebbar zu machen. Außerdem umfasst das Jubiläum bundesweit große und kleinere Publikums- und Fach-Veranstaltungen zur Anthroposophischen Medizin, Pressearbeit, Social-Media-Kommunikation, neue Videos.   

P.S. Eigentlich sollte es auch ein großes Fest für die Anthroposophische Medizin geben… Aber wegen des Corona-Virus‘ musste der Kongress „Anthroposophische Medizin – erleben, fragen, verstehen“ am 21. März 2020 in Stuttgart leider abgesagt werden!   

Mehr wissen?
Alle Infos zur Kampagne sind auf der zentralen Jubiläums-Website zusammengefasst: www.100JahreZukunft.de

Kein kleiner Unterschied

Frauen brauchen eine andere Medizin als Männer

 

Schon seit über 30 Jahren ist bekannt, dass Frauenherzen anders schlagen – nicht nur seelisch, sondern auch ganz körperlich. Ein Herzinfarkt zeigt sich bei Frauen z. B. eher durch Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Rücken und nicht – wie bei Männern – durch ein Ziehen im linken Arm und ein Engegefühl in der Brust. Aber immer noch werden viele Frauen erstmal falsch behandelt, bevor man dem Infarkt auf die Spur kommt. Manchmal ist es dann schon zu spät.

Aber nicht nur bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch ganz im Allgemeinen ticken Frauen und Männer anders, wenn es ums Kranksein geht. Denn die hormonellen Anteile im Organismus prägen die Zellen auf unterschiedliche Art und Weise. Das spielt vor allem eine Rolle, wenn es darum geht, wie Medikamente verstoffwechselt werden. Und so kann es sein, dass ein bestimmtes Arzneimitteln Männern nutzt, Frauen aber eher schadet und umgekehrt.

Das Problem ist nur: In der Forschung und vor allem bei der Zulassung von Medikamenten wird das meist zu wenig berücksichtigt. „70 Prozent der Medizinstudierenden sind inzwischen weiblich, aber in der Deutschen Fachgesellschaft für Kardiologie saß noch nie eine Frau im siebenköpfigen Vorstand“, bemängelt Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, Gründungsdirektorin des Berliner Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité Berlin. „Frauenspezifische Probleme werden kleingeredet. Die Gesundheitspolitik muss anfangen, den Unterschied ernst zu nehmen.“

Mit dazu beitragen soll die von Prof. Regitz-Zagrosek zusammen mit Kolleginnen gegründete Deutsche Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin. Und auch die Bundesregierung hat 2018 eine eigenen Förderschwerpunkt zur „Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Besonderheiten in der Gesundheitsversorgung, Prävention und Gesundheitsförderung“ aufgelegt.

Aber auch die Frauen selbst können etwas dazu beitragen, damit das Bewusstsein über die geschlechtsspezifischen Besonderheiten wächst: „Fragen Sie beim Arztbesuch, ob ein Medikament, das Ihnen verschrieben werden soll, auch an Frauen getestet wurde, und ob die Dosierung bei Frauen anders ist als bei Männern“, rät Prof. Regitz-Zagrosek.

Quellen: 
ze.tt, 12. Januar 2020
aerzteblatt.de, 31. Januar 2020

Buchtipp:
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek und Dr. med. Stefanie Schmid-Altringer: Gendermedizin. Warum Frauen eine andere Medizin brauchen. Mit Praxistipps zu Vorsorge und Diagnostik. Scorpio Verlag, 280 Seiten, Hardcover, 22 Euro (auch als E-Book erhältlich)

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Verstrahlt

Wie gehen wir mit elektromagnetischen Feldern um?

Wir sehen sie nicht und doch umgeben sie uns täglich und fast überall: elektromagnetische Felder durch z. B. Mobilfunk und Internet, Stromnetze und Endgeräte. Und 5G, die neue Generation der Mobilfunkfrequenz, steht uns gerade bevor, um die Digitalisierung stetig voranzutreiben. Viele Menschen haben dazu Fragen. Sie sind besorgt, wie sich das auf das Leben und vor allem auf die Gesundheit auswirkt und beschäftigen sich mit verschiedenen Möglichkeiten, sich vor den Strahlen zu schützen.

Das hat jetzt offensichtlich auch die Politik erkannt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze gründete kurzerhand das Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder (EMF) im Bundesamt für Strahlenschutz. Es soll dem zunehmenden Informationsbedarf der Bürger*innen mit Forschungsvorhaben begegnen, um die offenen Fragen wissenschaftlich zu klären. Aber schon im Vorgriff verlautet das Kompetenzzentrum auf seiner Webseite, dass „bei Einhaltung der bestehenden Grenzwerte nach wissenschaftlichem Kenntnisstand keine gesundheitsschädlichen Effekte zu erwarten seien.“ Aha.

Ganz anders sieht das Diagnose:funk, eine Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung. Sie hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Lösungen für umweltverträgliche und zukunftsfähige Technologien zu fordern und zu fördern. Der Verein beschäftigt sich intensiv mit dieser komplexen Thematik und veröffentlicht Ratgeber und kritische Publikationen. Seine Reaktion auf Svenja Schulzes neuestes Projekt: „Die heutige Gründung des ‚Kompetenzzentrums EMF‘ muss der Startschuss sein für die ernst gemeinte Erforschung der Gesundheitsauswirkungen von Mobilfunkstrahlung durch die Bundesregierung“, so Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk. Das Kompetenzzentrum muss echte Kompetenzen aufbauen zur Reduzierung der Strahlenbelastung. Und wir brauchen endlich behördlichen Verbraucherschutz statt industriefreundliche Verharmlosungsrhetorik. Schluss mit dem Mythos, Handy- und WLAN-Strahlung sei unbedenklich! Die internationale Forschungslage zeigt nämlich ein sehr bedenkliches Bild: Fast 500 Studien weisen ernste gesundheitliche Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung nach, eine dieser Studien wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz selbst in Auftrag gegeben.“
Was also trifft jetzt zu? Ist die Strahlung schädlich oder nicht? Eines wissen wir schon jetzt: Transparente und differenzierte Informationen müssen an erster Stelle stehen. Um die Kenntnislücken zu schließen, gibt es noch einiges nachzuholen.

Quellen:
idw – Informationsdienst Wissenschaft, 5. Februar 2020
diagnose-funk.org, 5. Februar 2020

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Morgens wie ein Kaiser …

Die Tageszeit ist für die Kalorienaufnahme doch wichtig

 

Seit Jahren wird in der Ernährungsmedizin kontrovers diskutiert, ob der Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme einen Einfluss auf die Kalorienverbrennung haben könnte – gerade im Hinblick auf Diätkonzepte ist das ja keine unerhebliche Größe. Die Sektion für Psychoneurobiologie der Universität zu Lübeck hat nun in einer Studie an männlichen Probanden untersucht, inwiefern es einen Unterschied macht, ob man ein hochkalorisches Frühstück und ein entsprechend niederkalorisches Abendessen zu sich nimmt oder das Verhältnis umdreht. Zudem untersuchten die Forscher, wie sich Hungergefühle und der Appetit auf Süßes unter beiden Bedingungen entwickelten. 

Die Ergebnisse waren eindeutig: Nach dem Frühstück war die körpereigene Verbrennungsleistung zweieinhalbmal so groß wie die nach dem Abendessen. Außerdem stiegen Blutzucker- und Insulinspiegel deutlich weniger an. Dieser Effekt trat auch nach dem niederkalorischen Frühstück auf, allerdings traten danach Hungergefühle, besonders auf Süßigkeiten, während des Tages deutlich gehäuft auf. Daraus folgern die Wissenschaftler, dass es durchaus Sinn macht ausgiebig zu frühstücken und die Kalorienzufuhr gegen Abend zu reduzieren, wenn man Übergewicht vermeiden und Diabetes vorbeugen möchte.

In einer Folgestudie soll nun gezeigt werden, dass man sein Gewicht schon allein dadurch reduzieren kann, wenn man bei gleichbleibender Kalorienzahl den größten Teil davon in der ersten Tageshälfte zu sich nimmt.

Quellen:
idw – Informationsdienst Wissenschaft, 23. Februar 2020
univadis.de, 25. Februar 2020

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Studienteilnehmer*innen gesucht

Sturzprophylaxe mit Eurythmie und Tai Chi

 

Auf der Straße oder in der Wohnung hinzufallen und sich den Arm, das Bein oder den Oberschenkelhals zu brechen, ist eine der größten Sorgen von älteren Menschen. Sind sie bereits chronisch krank, ist das Risiko dafür besonders groß.

Jetzt soll eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte Studie zeigen, ob die Bewegungsübungen im Rahmen von Tai Chi oder Eurythmie dazu beitragen können, Koordination und Gleichgewicht zu verbessern und somit Stürzen vorzubeugen. Denn, so Studienleiterin Dr. med. Gunver Kienle vom Institut für Infektionsprävention und Krankenhaushygiene der Uniklinik Freiburg: „Es gibt viele ältere Menschen, die sich nur wenig bewegen. Sie fühlen sich unsicher, gehen nicht mehr raus – dadurch verstärkt sich die soziale Isolation und auch das Risiko zu stürzen.  Die Studie soll herausfinden, ob Tai Chi oder Eurythmie diese Gefahr verringern können.“

Geplant ist, an den acht Studienzentren (Berlin-Havelhöhe, Berlin-Wannsee, Essen, Witten/Herdecke/Dortmund, Stuttgart/Filderstadt, Tübingen, Freiburg, Ulm) insgesamt 550 Proband*innen aufzunehmen. Voraussetzung ist, dass sie älter sind als 64 Jahre, mindestens eine langjährig bestehende chronische Erkrankung haben und selbstständig außer Haus gehen können. Auch sollten sie bereit sein, über sechs Monate zu den Therapiestunden zu kommen, die Übungen zu Hause fortzuführen, ein Jahr lang täglich ein Kreuz in einem Dokumentationsbogen zu machen, diesen Bogen einmal monatlich ins Studienzentrum zu schicken, monatlich ein Telefonat mit dem Studienzentrum zu führen und sich viermal dort untersuchen zu lassen.

Sind diese Bedingungen erfüllt, werden die Interessent*innen nach dem Zufallsprinzip einer von drei Gruppen zugeteilt: In einer nehmen sie ergänzend zur Regelversorgung an Tai Chi-Stunden teil, in einer anderen an Eurythmie-Übungen. Die dritte Gruppe erhält nur die Regelversorgung. Eine Vorerfahrung mit den Bewegungstherapien ist nicht erforderlich. Die Gruppen können im Studienverlauf nicht gewechselt werden.

Interessent*innen wenden sich an das ihrem Wohnort nächstgelegene Studienzentrum.

Quelle:
ENTAiER-Studie, Universitäts-Klinikum Freiburg

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Vorsicht bei Eingriffen in die Keimbahn

Gemeinsame Erklärung drei europäischer Ethikräte

 

Schon lange wird an Keimzellen und Embryonen geforscht – nicht überall ist das erlaubt, und generell sind die Bedenken daran groß. Jetzt haben die Ethikräte Deutschlands, Frankreichs und Großbritannien in einer gemeinsamen Erklärung Regierungen und Interessensvertreter in aller Welt dazu aufgerufen, bei den dazu vorzunehmenden Regulierungen ethische Gesichtspunkte in den Mittelpunkt zu stellen.

Sie fordern, „erbliche Veränderungen des menschlichen Genoms eindeutig der Kontrolle der zuständigen öffentlichen Behörden zu unterstellen und Missbrauch mit angemessenen Sanktionen zu belegen“. Eine „breite gesellschaftliche Debatte über die Vertretbarkeit solcher Interventionen“ soll allen klinischen Versuchen mit Eingriffen an der Keimbahn vorausgehen. Ebenso soll die Forschung erst einmal die „beträchtliche Unsicherheit zu den Risiken klinischer Anwendungen auf ein akzeptables Niveau“ verringern, bevor solche Maßnahmen legalisiert werden. Gefordert wird darüber hinaus, dass „eine ethisch zulässige Anwendung von Keimbahneingriffen beim Menschen nicht zu verstärkten Benachteiligungen, Diskriminierungen oder Spaltungen der Gesellschaft“ führen darf.

Quelle:
Presseerklärung des Deutschen Ethikrats, 3. März 2020

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