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Rettet die Medizin!

"Mensch vor Profit!"Neue Online-Petition an Jens Spahn

 

Vor vier Wochen, am 5. September 2019, titelte der STERN mit einem flammenden Appell von 215 Ärzt*innen: „Rettet die Medizin! Gegen das Diktat der Ökonomie in unseren Krankenhäusern!“ Inzwischen hat die Aktion über 130.000 Mediziner*innen (darunter 36 ärztliche Organisationen und über 1.500 Ärzt*innen) hinter sich, die sich für drei zentrale Forderungen einsetzen:

  • Das Fallpauschalensystem (DRGs) muss ersetzt oder zumindest grundlegend reformiert werden.
  • Die ökonomisch gesteuerte gefährliche Übertherapie sowie Unterversorgung von Patienten müssen gestoppt werden. Dabei bekennen wir uns zur Notwendigkeit wirtschaftlichen Handelns.
  • Der Staat muss Krankenhäuser dort planen und gut ausstatten, wo sie wirklich nötig sind. Das erfordert einen Masterplan und den Mut, mancherorts zwei oder drei Kliniken zu größeren, leistungsfähigeren und personell besser ausgestatteten Zentren zusammenzuführen.

In einem nächsten Schritt ist jetzt auch die Bevölkerung aufgerufen, die Aktion zu unterstützen. Unter dem Motto „Mensch vor Profit: Ökonomisierung an deutschen Krankenhäusern abschaffen“ kann bei change.org eine Online-Petition gezeichnet werden, die sich direkt an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn richtet.

Beteiligen Sie sich! Es wird höchste Zeit, dass der Mensch wieder im Mittelpunkt steht und nicht der Profit! Hier können Sie die Petition zeichnen.

Quellen:
Pressemitteilung STERN vom 5. September 2019
Pressemitteilung STERN vom 26. September 2019

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Medizin im Aufbruch

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Es gibt Gegenwind

Bundesrat kritisiert Spahns Gesetz zur Masern-Impfpflicht

Die Bundesländer fordern Änderungen am bisherigen Kabinettsentwurf zur Masern-Impfpflicht. Insbesondere wurde bemängelt, dass Kindern, die keine Impfung nachweisen können, künftig die Aufnahme in Gemeinschaftseinrichtungen verwehrt werden könne. Damit würde der Zugang zu Bildungseinrichtungen und damit die Chancengleichheit konterkariert. Auch lehnt der Bundesrat die geplante Bußgeldregelung ab, wonach die Kita-Leitungen zur Kasse gebeten werden können, wenn sie ungeimpfte Kinder aufnehmen.

Man darf gespannt sein, ob und wie der Gesundheitsminister jetzt darauf reagiert, denn der Bundesrat muss – zumindest bislang – diesem Gesetz nicht zustimmen. Am 18. Oktober steht das Gesetz zur ersten Lesung im Bundestag auf der Tagesordnung.

In der Tatsache, dass es nach wie vor keinen Einzelimpfstoff gegen Masern gibt, sieht Spahn jedoch keine Hürde. Es bestehe kein Bedarf an einem solchen Einzelimpfstoff, meinte er, weil das Vorhandensein des Kombi-Impfstoffes der Impfpflicht nicht im Wege stehe. Die Impfstoffe seien bewährt und gut verträglich, auch hätten die Verfassungs-Juristen dazu keine Einwände gehabt.

Diese Nonchalance erscheint umso fragwürdiger, als eine Studie in den USA gerade zu dem Ergebnis gekommen ist, dass der Mumpsimpfstoff offenbar seine Wirksamkeit verliert. Offenbar unterscheiden sich die Mumpsviren inzwischen von den für den Impfstoff verwendeten Ausgangsviren, die noch aus 1963 stammen.

Es gibt allerdings sehr wohl verfassungsrechtliche Bedenken gegen dieses Gesetz! So wird auf einer Informations- und Diskussionsversanstaltung der „Ärzte für individuelle Impfentscheidung e. V.“ am 12. Oktober im „Kosmos“ in Berlin u. a. ein juristisches Gutachten vorgestellt, aus dem klar hervorgeht: Dieses Gesetz verstößt gegen Grundrechte und ist verfassungswidrig!

Informieren Sie sich aus erster Hand – kommen Sie am 12. Oktober ab 16 Uhr ins „Kosmos“! Hier können Sie ein Ticket erwerben. Und hier erfahren Sie mehr zum Ablauf der Veranstaltung. GESUNDHEIT AKTIV unterstützt die Veranstaltung als Kooperationspartner.

Quellen:
Deutsche Apotheker-Zeitung, 29. August 2019 und 23. September 2019
aerzteblatt.de, 3. September 2019

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Komplett runderneuert

Relaunch der Informationsseite über die Misteltherapie bei Krebs

 

Wer sich über die Misteltherapie bei Krebs informieren wollte, hatte schon bisher eine gute Anlaufadresse im Internet: Unter www.misteltherapie.de sind sowohl sämtliche Forschungsergebnisse einsehbar wie auch alles Wissenswerte über diese Behandlungsform. Sie gehört zu den mit Abstand am häufigsten eingesetzten Verfahren der unkonventionellen Krebstherapie. Jetzt wurde die Webseite komplett erneuert und auf den neuesten Stand gebracht.

Weiterhin erstattungsfähig

Mit eingegangen ist hier auch ein höchst erfreuliches Ergebnis aus Baden-Württemberg: Von ihrer Mitteilung zur Verordnungsfähigkeit von anthroposophischen Arzneimitteln musste die Kassenärztliche Vereinigung jetzt komplett zurückrudern. Die Mittel – auch die Mistelpräparate – sind können weiterhin vom Arzt verordnet werden, vorausgesetzt, die entsprechenden Indikationen werden – wie bisher schon üblich – eingehalten.

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Erstaunliche Einsicht

Gesundheitsminister Spahn findet Homöopathie auf Kassenkosten „okay“

 

Es war schon ein recht dreister Vorstoß, den der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, sich da geleistet hatte. Er hatte die Meinung vertreten, dass es „keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit homöopathischer Verfahren“ gebe. Wer diese Mittel haben möchte, solle sie deshalb selbst bezahlen, und „nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft.“ Das war ein Schlag ins Gesicht der gut 60.000 Ärzt*innen, die in Deutschland komplementärmedizinische Methoden anwenden, auch Homöopathika. Und Gassen, so ist nun mal seine Funktion, hat als KBV-Vorsitzender ALLE Ärzte zu vertreten, auch diese.

In einem Offenen Brief der Hufelandgesellschaft, dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) und dem Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) machten sie ihrer Empörung nun Luft und forderten Gassen zum Dialog auf. „Als hausärztliche Internistin mit verpflichtender Mitgliedschaft in der KV erwarte ich von Herrn Gassen, dass er auch mich und meine komplementärmedizinisch-integrativ tätigen Kolleginnen und Kollegen vertritt“, sagte Sabine Fischer, Vorstandsmitglied der Hufelandgesellschaft. Die Ärztegesellschaften kritisieren, dass Gassens Aussagen nicht mit dem Leitbild der KBV vereinbar seien. Darin heißt es: „Für die Patienten streben wir deren größtmögliche Zufriedenheit durch die konsequente Ausrichtung unserer Arbeit auf die Bedürfnisse der Patienten und durch mehr Selbstbestimmung Eigenverantwortung an.“ Gut drei Viertel der Bundesbürger hätten sich Umfragen entsprechend für eine Integrative Medizin ausgesprochen, mehr als die Hälfte ist gegen ein Verbot der Erstattung von Homöopathika.

Inzwischen hat der Bundesgesundheitsminister jedoch selbst eine Art Machtwort gesprochen und allen Homöopathie-Bashern die Luft aus den Segeln genommen. Beim „Berliner Salon“ des Redaktionsnetzwerkes Deutschland verwies Spahn darauf, es sei schon „okay“, wenn von den Gesamtausgaben der Kassen für Arzneimittel in Höhe von 40 Milliarden Euro gerade mal 20 Millionen auf die Homöopathie entfallen. Man könne darüber emotional diskutieren und dabei viele vor den Kopf stoßen. Oder man könne sich fragen, ob es das angesichts der gesamten Größenordnung wert sei. Für ihn sei das so in Ordnung. Er ist eben doch immer wieder für eine Überraschung gut, der Minister.  

Quellen:
aerztezeitung.de, 17. September 2019
Offener Brief an Dr. Andreas Gassen
spiegel.de, 17. September 2019

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Riskanter Schnitt

Kaiserschnitt erhöht Krankheitsrisiko für Babys

 

Die Kaiserschnittrate liegt in Deutschland mit durchschnittlich knapp über 30 Prozent immer noch sehr hoch. Nun zeigt eine Analyse der Techniker Krankenkasse, dass Babys nach der Schnittentbindung ein höheres Risiko für gesundheitliche Störungen haben als normal entbundene. Die Krankenkasse untersuchte die Daten von 38.850 Kindern, die 2008 geboren und bis 2016 nachbeobachtet wurden.

Dabei kam heraus, dass die Kaiserschnitt-Kinder ein um fast 11 Prozent erhöhtes Risiko hatten, eine Verhaltensstörung zu entwickeln. Auch das Risiko für eine chronische Bronchitis war um fast 10 Prozent erhöht, das Risiko für eine Allergie um 9 Prozent. Auch Atemwegserkrankungen und Magen-Darm-Probleme kamen häufiger vor.

Vermutlich hat der Durchtritt durch den Geburtskanal doch einen erheblichen Einfluss auf den Gesundheitszustand, zumal das Kind dabei auch wichtige Mikroorganismen aufnimmt, die später für die Darmbesiedlung eine große Rolle spielen.

Ein Grund mehr also, den Kaiserschnitt nicht ohne Not anzusetzen. Der jüngste Bericht des Robert-Koch-Instituts weist darauf hin, dass nur bei rund zehn Prozent der Geburten eine Sectio wirklich notwendig ist, weil das Leben von Mutter oder Kind in Gefahr ist. Ansonsten gehe es darum, Nutzen und Risiken sorgsam abzuwägen.

Quellen:
aerzteblatt.de, 4. September 2019
aerztezeitung.de, 4. September 2019

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