Schon Jugendliche leiden unter Arbeitsdruck

Schon Jugendliche leiden unter Arbeitsdruck

Schon Auszubildende und jugendliche Beschäftigte leiden unter der zunehmenden Arbeitsverdichtung. Das zeigt eine Befragung von 3214 Jugendlichen und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Vier von zehn Befragten gaben an, häufig unter Termin- und Leistungsdruck zu stehen. Fast die Hälfte von ihnen fühlt sich dadurch belastet.

Multitasking wird laut der Umfrage von rund 47 Prozent der jugendlichen Erwerbstätigen häufig im Betrieb gefordert. Über 55 Prozent von ihnen gaben zudem an, dass das Arbeiten sie bis an die Grenzen der Leitungsfähigkeit belaste. Fast jeder zweite jugendliche Arbeitnehmer kommt bereits auf eine Wochenarbeitszeit zwischen 40 und 47,9 Stunden. Und fast 55 Prozent der jugendlichen Erwerbstätigen sind im Schichtdienst tätig, rund 30 Prozent von ihnen macht dies zu schaffen.

Erschreckend ist zudem, dass über ein Fünftel der jungen Arbeitskräfte nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen machen kann. Häufigster Gründe dafür ist das hohe Arbeitsaufkommen. Auch sind die Pausen oft mit dem Arbeitsablauf nicht kompatibel.

Kein Wunder also, dass bereits bei Jugendlichen arbeitsbedingte Gesundheitsschäden auftreten. Jeweils vier von zehn Umfrageteilnehmern gaben an, im letzten Jahr an Kopf-, Rücken- und Kreuzschmerzen sowie Schmerzen im im Nacken- und Schulterbereich gelitten zu haben. Fast jeder Zweite klagte über Müdig- und Mattigkeit. 

Quelle: Ärzte Zeitung, 10.11.2014