Deutsche sind keine Präventionsmuffel

Jeder ist selbst für seine Gesundheit verantwortlich. Dieser Ansicht sind knapp zwei Drittel der Deutschen, wie eine Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) an rund 2000 Bundesbürgern zeigt. Vier von zehn Befragten betrachten die Gesundheit jedoch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sehen so auch den Staat, die Krankenversicherungen und die Arbeitgeber in der Pflicht. Diese Meinung vertreten vor allem junge Menschen. Die Generation 55plus tendiert mehrheitlich zu mehr Eigenverantwortung. Ab einem Alter von 66 Jahren vertreten sogar knapp drei Viertel der Befragten den Standpunkt, für seine Gesundheit sei jeder selbst verantwortlich.

Konkret gefragt, was sie für ihre Gesundheit tun, antworteten jeweils acht von zehn Befragten, dass sie wenig oder gar keinen Alkohol trinken und auf eine gesunde Ernährung achten. Drei Viertel der Befragten bemühen sich um ausreichend Schlaf, zwei Drittel um eine gute Balance zwischen Be- und Entspannung, gut die Hälfte gab in der Umfrage an, regelmäßig Sport zu treiben. Insgesamt 68 Prozent der Befragten waren Nichtraucher.

Dass jeder selbst etwas für die eigene Gesundheit tun kann und muss, ist im Bewusstsein also offenbar angekommen. Ob Anspruch und Alltagswirklichkeit immer übereinstimmen, bedarf wohl noch weiterer Untersuchungen.

Quelle: Ärzte Zeitung online, 7.11.2014