Aus für den Pflege-TÜV

Aus für den Pflege-TÜV

Pflegebeauftragter fordert mehr Transparenz 

Der umstrittene Pflege-TÜV mit Schulnoten für Pflegeheime in Deutschland soll möglichst schnell gestoppt werden. Das fordert der Pflegebeauftragte der Bundesre­gierung, Karl-Josef Laumann (CDU) in einem Positionspapier: „Die Veröffentlichung der bisherigen Pflegenoten muss umgehend ausgesetzt werden, da sie keine hilfreichen Aussagen generieren und sogar irreführend sind." Der Notendurchschnitt für alle rund 12 500 Pflegeheime liege bei 1,3 – was dazu führt, dass die Verbraucher die Noten nicht ernstnehmen.

Statt der betroffenen Verbände und Krankenkassen soll nach der nächsten Pflegereform ein unabhängiges Gremium für das Notensystem verantwortlich sein. Die jetzige Situation führe dazu, dass gegen das Votum der Trägerverbände keine aussagekräftigen Bewertungen zustandekämen, so Laumann.

Pflegeheime können aktuell aufgrund des großen Fragenkatalogs auch dann eine gute Note bekommen, wenn sie Defizite bei der Pflegeversorgung haben, zum Beispiel bei der Qualität der Medikamentenversorgung, der Ernährung oder bei der Vermeidung von Fixierungen und Stürzen.

Quelle: Positionspapier des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung Staatssekretär Karl-Josef Laumann