Kassen: neue Beiträge

Kassen: neue Beiträge

Seit dem 1. Januar 2015 verlangen viele Krankenkassen Zusatzbeiträge

Viele gesetzlich Versicherte haben Ende letzten Jahres Post von ihrer Krankenkasse bekommen: Seit Jahresbeginn dürfen die Krankenkassen die Mitgliedsbeiträge wieder selbst bestimmen. Den allgemeinen Beitragssatz hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2015 auf 14,6 Prozent gesenkt, die meisten Kassen erheben nun Zusatzbeiträge, was aber nur selten Änderungen nach sich zieht. 65 Anbieter sind jetzt etwas günstiger als vorher, 8 sind teurer geworden, so die Statistik der Stiftung Warentest. Knapp die Hälfte der Kassen hat den Zusatzbeitrag auf 0,9 Prozent festgesetzt, in diesen Fällen bleibt es beim alten Beitragssatz von 15,5 Prozent. Einen Überblick, welche Beiträge die einzelnen Kassen verlangen, finden Sie zum Beispiel auf krankenkassen.info.de

Augen auf beim Kassenvergleich!

Da der neue Zusatzbeitrag prozentual erhoben wird, lohnt sich ein Wechsel zu einer billigeren Kasse vor allem bei höherem Einkommen: bis zu rund 400 Euro jährlich können ggf. eingespart werden. Doch ist die billigste Krankenkasse ist auch die beste? Wer über ein Wechsel nachdenkt, sollte nicht nur die Beiträge vergleichen, sondern auch auf die Leistungen und den Service schauen. Hier zeigt sich, dass auch in diesen Bereich Bewegung gekommen ist. So haben nicht wenige Kassen ihre freiwilligen Leistungen in den letzten Wochen ausgeweitet. Das Spektrum der Zusatzleistungen reicht von der Kostenübernahme für Reiseimpfungen oder Zusatzuntersuchungen für Schwangere über Beratungen per Ärztehotline bis hin zu Zuschüssen für Osteopathie oder eben auch Anthroposophische Medizin. Laut Stiftung Warentest bezahlen 69 Kassen inzwischen Zuschüsse zur Osteo­pathie und unterstützen die Behand­lung beim Homöopa­then.

Ob Anthroposophische Medizin, Gesundheitskurse oder Zahnersatz – wer sich für bestimmte Themen besonders interessiert, sollte sich die Kasse danach aussuchen. Auf krankenkassen.info.de kann man die Suche nach individuellen Schwerpunkten gewichten, auf krankenkassen.de gibt es einen guten Überblick über die einzelnen Leistungskataloge. So können Sie gezielt Kassen suchen, die z.B. Kosten für Naturarzneimittel und integrative Therapien (z. B. Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Phytotherapie) erstatten.

Auch die Stiftung Warentest bietet einen – allerdings kostenpflichtigen – Kassenrechner unter Einbeziehung der Sonderleistungen. Weitere Informationen zur Übernahme von Anthroposophischer Medizin und dem besonderen Angebot der Integrierten Versorgung finden Sie auf der folgenden Seite.

Wie können Sie die Kasse wechseln?

Nimmt eine Kasse 2015 einen Zusatz­beitrag, dürfen Versicherte umge­hend kündigen. Sie könnten dann schon im April 2015 in einer neuen Kasse sein, müssen aber während des Kündigungs­zeitraums den vollen Beitrag der alten Kasse bezahlen.

Die Kasse zu wechseln ist einfach: Man kündigt der alten Versicherung und meldet sich bei der neuen an. Auf den oben genannten Seiten finden sich dazu Vordrucke und Tipps. Kassen, die nicht auf bestimmte Regionen oder Berufsgruppen beschränkt sind, dürfen niemanden ablehnen. Aber auch wenn der Wechsel aus irgendeinem Grund scheitert, stehen Sie nie ohne Schutz da. Die alte Versicherung bleibt dann bestehen.

Nach einem Wechsel müssen Sie 18 Monate bei der gewählten Kasse bleiben, es sei denn, die Kasse erhöht ihre Beiträge, dann greift wieder das Sonderkündigungsrecht.

 

 

Kostenerstattung Anthroposophische Medizin

Welche Kosten werden übernommen? Welche Kassen haben Verträge zur Integrierten Versorgung? Darüber informiert unsere Seite