Gut für Patienten!

Mehr Kassen übernehmen Kosten für Anthroposophische Arzneimittel

Die Einführung des kassenindividuellen Zusatzbeitrags zum Jahresbeginn haben etliche Krankenkassen genutzt, ihre Satzungsleistungen um rezeptfreie Arzneien zu erweitern. Konkret bedeutet das, dass Kassen die Kosten für Anthroposophische Arzneimittel, die seit 2004 nicht mehr erstattet wurden, nun übernehmen dürfen. Wichtig: Die Arzneimittel müssen vom Arzt / der Ärztin auf einem so genannten „Grünen Rezept“ oder auf einem Privatrezept verordnet worden sein. Mit diesem Rezept kauft der Patient das Arzneimittel in der Apotheke und reicht den Beleg zusammen mit dem Rezept dann bei der jeweiligen Krankenkasse ein.

Inzwischen bieten 70 von insgesamt 124 gesetzlichen Krankenkassen diese Regelung an, die jedoch sehr unterschiedlich gehandhabt wird. Für fast alle gilt eine jährliche Höchstgrenze für die Kostenerstattung, die jedoch von Kasse zu Kasse variiert – von 30 Euro bis zu 400 Euro pro Jahr. Bei einigen Kassen entfällt die Höchstgrenze für Jugendliche und Schwangere.

Folgende Kassen erstatten für Anthroposophische Arzneimittel bis zu 400 Euro pro Jahr:

  • BKK ProVita
  • BKK Publik
  • BKK Salzgitter
  • TUI BKK

In manchen Fällen müssen die PatientInnen Zuzahlungen leisten. Grundsätzlich gilt: Wer dieses Angebot nutzen und deshalb seine Kasse wechseln möchte, sollte sich vorher genau über das gesamte Leistungsspektrum der Kassen informieren.

Tipp:
Eine gute Übersicht zur Erstattung des gesamten Spektrums der Anthroposophischen Medizin finden Sie im Merkblatt von GESUNDHEIT AKTIV: „Welche Gesetzlichen Krankenkassen berücksichtigen die Anthroposophische Medizin?“