Erfreuliche Entwicklung

Erfreuliche Entwicklung

IQWiG berücksichtigt Interessen von Patienten stärker als bisher

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erkennt zunehmend die Bedeutung der Präferenzen von Patienten an. So hatte das IQWiG 2014 in zwei Studien zu Depressionen die Interessen von Patientinnen und Patienten einbezogen.

Das IQWiG war 2004 gegründet worden, um die Qualität der Patientenversorgung in Deutschland zu verbessern. Zu den Hauptaufgaben des Instituts gehört es, den aktuellen medizinischen Wissensstandes zu Arzneimitteln, Diagnose- und Therapieverfahren zu recherchieren und zu bewerten. Es kann also durchaus als ein Signal verstanden werden, wenn dieses Institut die Wünsche und Vorstellungen der Patienten stärker berücksichtigt.  

Nicht nur für Patienten ist diese Tendenz positiv, sondern auch für die Komplementärmedizin, die Wünsche und Interessen von Patienten schon längst berücksichtigt. Es wird nun darum gehen, Bewertungsmaßstäbe zu diskutieren und genauer zu definieren, wo und wie Patienten bei Studien einbezogen werden können.

Wichtige Impulse für diesen Prozess werden vom Symposium „Wirkt Medizin erst, wenn sie auch gewollt wird? – Patientenpräferenzen und die Bewertung von Verfahren ausgehen, das am 22. Juni 2015 in Berlin stattfinden wird. GESUNDHEIT AKTIV lädt gemeinsam mit dem Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) und der BKK VBU in Kooperation mit dem Dialogforum Pluralismus in der Medizin dazu ein, das Thema mit zu diskutieren und zu gestalten: Was wollen die Patienten und Patientinnen? Wie wird das berücksichtigt? Und wie wirkt es sich aus?