Kinder in der digitalen Welt

Eine Studie beleuchtet den Umgang von Kindern mit modernen Medien

Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer Welt voller elektronischer Medien auf und kennen sich mit Smartphones und Tablets oft besser aus als ihre Eltern. In der Studie „Kinder in der digitalen Welt“ wurde das mediale Verhalten von Kindern im Alter von drei bis acht Jahren untersucht. Besonders interessant: Nicht nur Eltern, Lehrer und Erzieher wurden befragt, sondern vor allem die Kinder selbst kamen zu Wort.

Es zeigte sich, dass jeder zehnte Dreijährige bereits jedes zehnte Kind regelmäßig im Internet unterwegs ist – bei den Achtjährigen ist es jeder Zweite. In diesem Alter können viele Kinder zwar weder lesen noch schreiben, finden sich aber durch Symbole und Icons gut zurecht. Eltern messen dem Internet eine hohe Bedeutung zu und wollen ihre Kinder mit entsprechenden Kompetenzen ausstatten. Sie sehen neben den Chancen aber auch die Gefahren (z.B. Medienabhängigkeit). Gleichzeitig erleben sie den sozialen Druck, der auf den Kindern lastet, wenn sie sich medial nicht so gut auskennen oder nicht die entsprechenden Geräte besitzen.

Die Studie – ein Ergebnis der Zusammenarbeit des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVIS) und des Heidelberger Sinus-Instituts – beleuchtet Fragen und Probleme rund um die Mediennutzung von Kleinkindern. Unbeantwortet blieben allerdings viele weitere Fragen, wie: Was machen Medien mit unseren Kindern? Welche gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen hat der regelmäßige Umgang mit digitalen Medien und dem Internet? Wie könnten diese Medien gegebenenfalls so verwendet werden, dass sie gesundheitsfördernd wirken?

Quelle: Studie „Kinder in der digitalen Welt“