AMOS-Studie: Gute Ergebnisse

Erneut gute Ergebnisse für die Anthroposophische Medizin zeigt ein kürzlich veröffentlichtes Update der seit 2004 laufenden große Beobachtungsstudie „AMOS“ (Anthroposophic Medicine Outcomes Study) mit einer größeren Patientenstichprobe und einer längeren Nachbeobachtungszeit (Follow-Up).

An der prospektiven Kohortenstudie „AMOS“ hatten rund 1.500 chronisch kranke Patientinnen und Patienten aus der ambulanten Routineversorgung im Alter zwischen 1 und 75 Jahren teilgenommen. Die häufigsten Diagnosegruppen waren

  • Asthma
  • Angststörungen
  • Migräne
  • Depression
  • ADHS (Hyperaktivität)
  • LWS-Syndrom (Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule). 

Die durchschnittliche Krankheitsdauer betrug bei Studienbeginn 3,5 Jahre. Im Studienverlauf erhielten die Teilnehmer anthroposophische Therapien wie z. B. Kunsttherapie, Heileurythmie, Rhythmische Massage und/oder anthroposophische Arzneimittel. Analysiert wurden vor allem die Krankheitssymptome selbst sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Das vorliegende 48-Monate-Follow-up bestätigte die bereits vorliegenden Ergebnisse der AMOS-Studie: Bei Patienten, die wegen chronischer Erkrankungen Anthroposophische Therapien erhalten, verbessern sich sowohl die Krankheitsbeschwerden als auch die gesundheitsbezogenen Lebensqualität. Nebenwirkungen sind selten. Die Patientenzufriedenheit ist insgesamt als hoch einzustufen.

Quelle: Hamre, HJ et al.: Langzeitergebnisse für anthroposophische Behandlung chronischer Erkrankungen: Eine 4-Jahres-Follow-up-Untersuchung mit 1.510 Patienten aus einer prospektiven Beobachtungsstudie in der ambulanten Routineversorgung. Merkurstab 68(4), 2015: 275-287