Sterbende besser begleiten

Hospize und Palliativmedizin brauchen noch mehr Unterstützung

Das neue Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung hat durchaus einige Vorteile: Palliativmedizin und Hospize sollen gefördert werden, vor allem in strukturschwachen Gebieten. Es gibt mehr Geld für Hospize und ebenso für die ambulante Palliativmedizin. Die Situation in Alten- und Pflegeheimen soll sich bessern, und es soll einen Rechtsanspruch auf Beratung durch die Krankenkassen geben. Aber reicht das wirklich aus? Linke und Grüne hatten sich mit eigenen Anträgen für umfangreichere Angebote eingesetzt, lobten aber gleichzeitig das parteiübergreifende Bemühen um eine bessere Sterbebegleitung. Experten und Sozialverbände bewerten die Regelungen als wichtig, aber teils unzureichend.

In der Praxis können nur wenige sterbende Menschen mit der nötigen Fürsorge begleitet werden. Viele Menschen sterben nicht zu Hause, wie es sich die meisten wünschen, sondern im Krankenhaus oder Pflegeheim. 

GESUNDHEIT AKTIV fordert, konkret das Ehrenamt in Kliniken, Pflegeheimen und Hospizen weiter zu stärken. "Wir leben in einer alternden Gesellschaft. Immer mehr Menschen werden pflegebedürftig und brauchen Betreuung in ihrer letzten Lebensphase", sagt Dr. Stefan Schmidt-Troschke, Geschäftsführender Vorstand von GESUNDHEIT AKTIV. "Vele Bürgerinnen und Bürger würden gerne helfen. Es ist höchste Zeit, die bestehenden Rahmenbedingungen weiter auszubauen, so dass Ehrenamtliche und professionell Pflegende gut zusammenarbeiten können – und sich weniger alte oder kranke Menschen alleine gelassen fühlen."