KREBS-PATIENTEN: GUT INFORMIERT

KREBS-PATIENTEN: GUT INFORMIERT

Studie über Patienten-Empowerment

Interessante Ergebnisse aus der Forschung: Wer mehr über seine Krebserkrankung weiß, erholt sich nach einem operativen Eingriff leichter. Komplikationen und längere Krankenhausaufenthalte können vermieden werden, wenn Patienten gut über Verhaltensweisen vor und nach einer Operation informiert sind. Das gilt besonders für ältere Patienten, wie eine Studie der Charité (gefördert von der Deutschen Krebshilfe) zum sogenannten "Patienten-Empowerment" nun gezeigt hat.

Patienten-Empowerment unterstützt und befähigt Patienten, sich aktiv an ihrer Genesung und Rehabilitation zu beteiligen. Dies erhöht nicht nur ihre Autonomie und Mündigkeit nach einer Operation, sondern führt auch zu deutlich besseren Behandlungsergebnissen. In der Studie wurde deutlich, dass ältere Krebspatienten nach schweren Eingriffen von zusätzlicher genesungsfördernder Information profitieren. Somit konnten die Wissenschaftler belegen, dass Patienten-Empowerment zu besseren Rehabilitationsergebnissen und damit zu mehr Lebensqualität führen kann.

Im Rahmen der Studie sind Patienten in einem Alter von über 65 Jahren, die sich einer großen Krebsoperation unterziehen mussten, in zwei Gruppen aufgeteilt worden: Die Interventionsgruppe erhielt eine Broschüre mit Informationen rund um das Verhalten an den Tagen vor und nach der Operation sowie Tipps zur aktiven Beteiligung an der Genesung. Weiterhin wurden die Patienten angehalten, über den Behandlungszeitraum ein Tagebuch zu führen. Die Kontrollgruppe bekam keine zusätzlichen Informationen. Das Ergebnis: Insbesondere hinsichtlich postoperativer Schmerzen konnten die Forscher eine verbesserte Behandlungsqualität nachweisen.

Quelle: Pressemitteilung der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Studie: *Schmidt, M., et al., Patient Empowerment Improved Perioperative Quality of Care in Cancer Patients Aged ≥ 65 Years – A Randomized Controlled Trial. PLOS ONE, Sept. 2015. doi: 10.1371/journal.pone.013782