Leistungen gekürzt

Leistungen gekürzt

Bergische Krankenkasse streicht anthroposophische Arzneimittel

Beiläufig haben einige Versicherte  der Bergischen Krankenkasse erfahren, dass die Versicherung ab 1. Januar 2016 im Rahmen ihres Flexibonus-Tarifs keine rezeptfreien anthroposophischen Arzneimittel mehr erstattet. Bisher wurden die Kosten dafür bis zu einem Maximalbetrag von 300 Euro pro Jahr übernommen, wenn ein ärztliches Privatrezept vorgelegt wurde. Die Mitteilung über die Streichung versteckt sich in dem Anschreiben, das den Kostenerstattungen für 2015 beiliegt. Eine offizielle Information darüber hinaus gab es nicht.

„Wir haben diese Leistung gestrichen, weil sie relativ wenig in Anspruch genommen worden ist und unsere Mitglieder immer wieder bemängelt haben, dass sie dafür ein ärztliches Rezept brauchen“, begründet Petra Koppenhagen, Sprecherin der Kasse, diesen Entschluss. „Unser Flexibonus-Tarif ist schon sehr umfangreich, aber auch sehr kostenträchtig. Um das Spektrum halten zu können, mussten Anpassungen vorgenommen werden. In diesem Zuge haben wir die Erstattung der Arzneimittel abgeschafft.“

Auch wenn bestimmte Maßnahmen wie z. B. Osteopathie, professionelle Zahnreinigung oder ein Zuschuss zum Brillenkauf weiterhin bezahlt werden, so ist der Verlust der Erstattung der rezeptfreien anthroposophischen Arzneimittel für viele Patienten schmerzlich. Dies umso mehr, als viele Menschen sich gerade für die Bergische Krankenkasse entschieden haben dürften, weil sie diese Leistung erstattet hatte.

Welche gesetzlichen Krankenkassen Leistungen der Anthroposophischen Medizin erstatten, erfahren Sie in unserem Merkblatt Kostenerstattung Anthroposophische Medizin.