Asthma: Hunde sind erlaubt

Asthma: Hunde sind erlaubt

Kontakt mit Tieren als Allergieprophylaxe bei Kindern

Kinder, die auf dem Bauernhof aufwachsen und dadurch engen Kontakt zu Tieren haben, erkranken seltener an Asthma und Allergien. Das ist schon länger bekannt. Nun zeigt eine neue Studie aus Schweden, dass Kinder, die mit einem Hund zusammenleben, ebenfalls ein geringeres Asthma-Risiko haben. In der Untersuchung wurden Informationen über mehr als 50.000 Kinder zusammengetragen, die während ihres ersten Lebensjahrs mit einem Hund oder auf dem Bauernhof gelebt hatten.

Diese Kinder wiesen den Berechnungen der Forscher zufolge ein geringeres Asthmarisiko auf als gleichaltrige Kinder ohne intensiven Kontakt zu Tieren: Zwar war das Allergie-Risiko bei den Kindern vom Bauernhof am geringsten; aber auch Kinder, die einen Hund zuhause hatten, erkrankten seltener an Asthma als die Kinder in der Vergleichsgruppe. In dieser Studie ein klares Indiz. 

Allerdings ist die Studienlage zum Zusammenhang von Haustieren und Asthmahäufigkeit insgesamt widersprüchlich. In zwei älteren Arbeiten von 2001 und 2008 stieg das Asthma- beziehungsweise Allergierisiko bei Kindern, deren Eltern ein Haustier hielten, sogar leicht an; andere Studien wiederum fanden keinerlei Zusammenhang.

Quelle: Ärzte Zeitung, 14. Dezember 2015
Abstract der Studie: "Early Exposure to Dogs and Farm Animals and the Risk of Childhood Asthma"