„TÖDLICHE PSYCHOPHARMAKA“

„TÖDLICHE PSYCHOPHARMAKA“

Antidepressiva: Ein Wissenschaftler packt aus

„Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen. Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen“ heißt der Titel des neuen Buches von Peter Gøtzsche, Direktor des Nordic Cochrance Centre in Kopenhagen und Professor für klinische Studien an der dortigen Universität. Das Buch ist seit Herbst 2015 auf Englisch im Handel, im Mai 2016 erscheint es in deutscher Übersetzung. Es ist eine überaus lesenswerte flammende Anklage gegen die Machenschaften der Pharmaindustrie und den inflationären Einsatz von Psychopharmaka, vor allem bei Depressionen und Psychosen. Prof. Gøtzsche: „Wir könnten den aktuellen Gebrauch von Psychopharmaka um 98 Prozent verringern und trotzdem die mentale Gesundheit der Menschen und ihr Überleben verbessern“.

Mit profunder Sachkenntnis schildert der Autor, wie groß die Nebenwirkungen von Psychopharmaka sind – und wie oft diese vorsätzlich verschleiert werden, sowohl von Ärzten als auch von Herstellern. Gøtzsche, der ein bekannter und streitbarer Kenner der Szene ist, fordert in seinen Ausführungen stattdessen eine Rückbesinnung auf die Qualitäten einer Humanmedizin, auf ihre eigentliche Aufgabe der Unterstützung des Kranken und eine stärkere Betonung der „sprechenden“ bzw. „zuhörenden“ Medizin, gerade in der Psychiatrie.

Was sagen Ärzte und Pharmaindustrie zu Gøtzsches Perspektive? Welche weitere Entwicklung erwartet der streitbare Wissenschaftler? In der Frühlingsausgabe (Heft #3) von GESUNDHEIT AKTIV – DAS MAGAZIN spricht Peter Gøtzsche über sein Engagement und seine Erfahrungen. Auszüge aus diesem Interview haben wir in einer Leseprobe bereitgestellt.

Peter C. Gøtzsche: „Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen. Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen“, Riva Verlag, München 2016, 24,99 Euro (ab Mai 2016 im Handel)

Homepage von Peter Gøtzsche