SERVICE FÜR GKV-VERSICHERTE

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Wichtige Änderungen in der gesetzlichen Krankenversicherung

Seit Anfang März gibt es einige wichtige Veränderungen für Mitglieder der Gesetzlichen Krankenvesicherung, auf die wir hier hinweisen wollen: 

  • Seit dem 4. März 2016 dürfen Ärzte ihren Patienten den Beginn einer Arbeitsunfähigkeit (AU) in Ausnahmefällen bis zu drei Tagen zurück datieren. Bisher galt dafür eine Obergrenze von zwei Tagen. Neu ist außerdem, dass ab Januar 2016 der Auszahlungsschein für Krankengeld in die AU-Bescheinigung integriert wurde.

    Für Patienten ändert sich dabei nur, dass sie seitdem einen zusätzlichen Durchschlag des sogenannten „Gelben Scheins“ für die eigene Dokumentation erhalten, neben den beiden Ausfertigungen für Arbeitgeber und Krankenkasse. Mit diesem Schein werden Patienten daran erinnert, dass sie für den Bezug von Krankengeld ihrer Krankenkasse einen lückenlosen Nachweis ihrer Arbeitsunfähigkeit vorlegen müssen.
  • Wenn Kassen auf einen Leistungsantrag drei Wochen lang nicht reagieren, gilt der Antrag als bewilligt. Leistungen, die zum Leistungsumfang der GKV gehören und bei denen der Versicherte von einer Zustimmung seiner Kasse ausgehen durfte, darf sich der Versicherte dann auf Kosten der Kasse selbst beschaffen, urteilte das Bundessozialgericht (BSG) am 9. März 2016 in Kassel. Laut Gesetz müssen die Kassen „zügig, spätestens bis zum Ablauf von drei Wochen" über einen Leistungsantrag entscheiden. Ist ein Gutachten des Medizinischen Dienstes (MDK) erforderlich, muss die Kasse den Antragsteller davon unterrichten, und die Frist verlängert sich auf sechs Wochen. Kann die Kasse die Fristen nicht einhalten, muss sie den Versicherten über den Grund informieren. Andernfalls gilt die Leistung nach Ablauf der Frist als genehmigt. Aktenzeichen des Urteils: B 1 KR 25/15 R