MEDIZINISCHE PARALLELWELTEN

Brücken bauen mit Integrativer Medizin

Immer häufiger wird anstelle von Komplementärmedizin heute von Integrativer Medizin gesprochen. Aber was heißt das überhaupt? Woher kommt der Begriff? Und was für ein Konzept ist damit gemeint?

Zunächst einmal ist Integrative Medizin ein Arbeitstitel für eine gesellschaftliche Realität, die sich vor allem in den USA in den vergangenen zehn Jahren recht stürmisch entwickelt hat und dort inzwischen stark ausgeprägt ist. Unterschiedliche Methoden wie Yoga, Akupunktur, Meditation, Ernährungsberatung, Mind-Body-Medizin, Achtsamkeit, etc. sind dort wie selbstverständlich in die medizinische Versorgung integriert. Sie sind keine Alternative zur konventionellen Medizin, sondern sie stehen neben ihr und werden überall dort angewendet, wo sie sich in Studien als therapeutisch sinnvoll gezeigt haben. „Wenn sich solche Therapien in der Praxis bewähren und wissenschaftlich belegen lassen, werden sie problemlos akzeptiert“, sagt Dr. Breitkreuz.

Dieser pragmatische Ansatz eines Verständnisses von Integrativer Medizin setzt sich auch in Deutschland zunehmend durch. Inzwischen haben mehr als die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte im niedergelassenen Bereich zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie oder Anthroposophische Medizin in ihren Praxisalltag integriert. Auch die Patienten fordern immer selbstbewusster eine moderne Medizin ein, die integrativ ansetzt und konventionelle und komplementäre Verfahren sinnvoll miteinander verknüpft. „Wir müssen wegkommen vom Denken und Handeln in Parallelwelten!“, sagt Dr. Breitkreuz. „Nicht nur die konventionelle und komplementäre Medizin müssen stärker in einen konstruktiven Austausch kommen, sondern auch die komplementären Therapierichtungen untereinander.“

Mehr über dieses Thema erfahren Sie in der Sommerausgabe von GESUNDHEIT AKTIV – DAS MAGAZIN (zur Leseprobe)! Im großen Interview spricht Dr. Thomas Breitkreuz über die Chancen und Herausforderungen für die Integrative Medizin – und welche wichtige Rolle die Anthroposophische Medizin dabei spielen kann.

Das ganze Interview können Sie auch per E-Mail abfordern.