Schwerpunkte in der Anthroposophischen Medizin

Neue Leitung der Medizinischen Sektion am Goetheanum

IKAM Hernstklausur 2016aa s2

 

 

 

 

Die Medizinische Sektion am Goetheanum hat seit Anfang Oktober mit dem Internisten Dr. Matthias Girke und seinem Stellvertreter, dem Kinder- und Jugendarzt Georg Soldner, eine neue Leitung. Die beiden renommierten Ärzte sind seit langem bekannt, insbesondere auch durch ihre ausführlichen Lehrbücher für Innere Medizin und Individuelle Pädiatrie. Beide kennen sich aus den vielen Jahren des Zusammenwirkens in der Leitung der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland.

Unmittelbar nachdem sie die Verantwortung für die Sektion übernommen hatten, riefen sie das von Dr. Michaela Glöckler gegründete Netzwerk „Internationale Koordination Anthroposophische Medizin“ (IKAM) zusammen. Als internationales Leitungsgremium innerhalb der Medizinischen Sektion sorgt IKAM unter anderem in gemeinsamen Abstimmungen für die Qualitätssicherung in der Anthroposophischen Medizin und ist für Zertifizierungs- und Anerkennungsfragen sowie für Auditoren- und Dozentenschulungen zuständig. Gemeinsam haben die Mitglieder dieses Netzwerks Ende Oktober 2016 in Arlesheim beraten, wie die Medizinische Sektion zukünftig ausgerichtet werden soll. Dabei wurden fünf Arbeitsschwerpunkte benannt und erste Ziele für diese sogenannten „Care-Themen“ verabredet:

▪ Schwangerschaft, Geburt und frühe Kindheit, Leben mit Behinderung
▪ Fieber, Infektionskrankheiten und wachsende Antibiotikaresistenz
▪ Angst, Schlafstörungen, Trauma und Traumafolgen
▪ Krebserkrankungen
▪ Chronischer Schmerz, Palliativmedizin, Umgang mit Sterben und Tod

Die Care-Themen beziehen sich auf die Not und gesundheitlichen Herausforderungen der Gegenwart und stellen Arbeitsschwerpunkte dar, in denen die Anthroposophische Medizin einen wichtigen Beitrag zur Lösung der Probleme leisten kann. Um den vielfältigen Aspekten jedes Themas (Konzepte, Lehre, Forschung, Umsetzung in die therapeutische Praxis) gerecht zu werden, rufen Sektionsleitung und IKAM zu jedem Care-Thema multiprofessionelle Teams ins Leben. Auch für die Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sind bei dem Treffen für jedes der genannten Themen erste Ansätze erarbeitet worden.