ENDLICH ZAHLT DIE KASSE!

Die Schweiz erstattet Komplementärmedizin

Die Schweizer gehen mit gutem Beispiel voran: Die Komplementärmedizin wird ab 1. August 2017 Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung in der Schweiz. Ab dann werden ärztliche Leistungen der Komplementärmedizin – also Anthroposophische Medizin, klassische Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin und Phytotherapie – von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) vergütet. Voraussetzung ist, dass die Methoden von einem approbierten Arzt oder einer Ärztin praktiziert werden und in einer der vier Methoden eine anerkannte Zusatzausbildung vorliegt. Mit dem Entscheid erkennt die Regierung an, dass die Komplementärmedizin die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich Wirksamkeit, Gewährleistung von Qualität und Sicherheit erfüllt.

Volkes Stimme hat entschieden
Wie kam es zu dieser demokratischen Entscheidung? Das Schweizer Volk hat sich bereits am 17. Mai 2009 mit einer Zweidrittelmehrheit dafür ausgesprochen, dass die Komplementärmedizin im Gesundheitswesen berücksichtigt werden muss. Eine zentrale Kernforderung des Verfassungsartikels 118a „Komplementärmedizin“ ist die Vergütung von ärztlichen Leistungen der Komplementärmedizin über die obligatorische Krankenpflegeversicherung. Dem Entscheid der Regierung war eine jahrelange Kontroverse über die Vergütung komplementärmedizinischer Leistungen vorausgegangen.

Wir von GESUNDHEIT AKTIV begrüßen die Entscheidung, denn am Schweizer Beispiel sehen wir, was Demokratie im Gesundheitswesen vermag: Die Menschen entscheiden selbst, wie sie behandelt werden möchten. Das haben sich die Bürger und Bürgerinnen in der Schweiz nun erkämpft. Leider ist das Schweizer Modell nicht auf Deutschland übertragbar. Hier wird über Medizin und Gesundheit viel zu oft aus Sicht der Leistungserbringer – von Ärzten, Kliniken, Pharmaindustrie – entschieden. Als unabhängiger Verein werden wir uns weiterhin dafür stark machen, dass die Stimme der Patienten berücksichtigt und die Therapievielfalt gestärkt werden.

Weitere Informationen
Erfahren Sie mehr über die  Kostenübernahme in der Schweiz beim Dachverband Komplementärmedizin (CH)