Bürger*innen wünschen Medizinwende

Klares Bekenntnis zur Integrativen Medizin

Berlin, 16. Januar 2019 - Diese Umfrage ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Bürger*innen in Deutschland eine Medizinwende befürworten: Weg von der Feindschaft und Konkurrenz zwischen Schul- und Naturmedizin, hin zu einem konstruktiven Miteinander. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat dafür 2.000 Bundesbürger*innen über 18 Jahre befragt. Die Hälfte der Befragten (51 Prozent) sagte: Ja, die steigende Nachfrage nach Homöopathie leitet eine Wende in der Medizin ein zu einer besseren Zusammenarbeit von Schul- und Naturmedizin. 28 Prozent stimmten dem nicht zu, 21 Prozent trauten sich darüber kein Urteil zu. Trennt man die Antworten nach Geschlechtern, fiel die Antwort bei den Frauen mit 58 Prozent noch eindeutiger aus als bei den Männern mit 43 Prozent. Auch 42 Prozent derjenigen, die nicht selbst Homöopathika anwenden, stimmen dieser Aussage zu.

Steigende Nachfrage
Die Forsa-Befragung zeigt darüber hinaus, dass die Nachfrage nach Homöopathie in Deutschland eher zu- als abgenommen hat. Hatten 2010 noch 45 Prozent der Bevölkerung Erfahrungen mit dieser Therapierichtung, waren es aktuell 53 Prozent. Frauen wenden Homöopathika häufiger an als Männer (61 gegenüber 48 Prozent).

Dieses Ergebnis zeigt, dass die seit geraumer Zeit immer verbissener geführte Kampagne von Gegnern der Homöopathie und anderer komplementärer Therapierichtungen innerhalb der Bevölkerung keine Basis hat. Auch das „Dialogforum Pluralismus in der Medizin“ sowie eine Reihe von namhaften Professor*innen und Verbänden verwahrt sich gegen die von diesen Kreisen erhobene Forderung, die Homöopathie zu verbieten und homöopathische Arzneimittel aus den Apotheken zu verbannen: „Wir werden uns weiterhin mit Nachdruck für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer wissenschafts- und wertepluralen Medizin einsetzen als Grundlage eines freiheitlichen und demokratischen Gesundheitswesens, in dem in personaler Verantwortung unter Berücksichtigung des Gemeinwohls eine gesundheitliche Versorgung praktiziert werden kann, die in kritischer Nutzenabwägung die individuell unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen des Bürgers bzw. Patienten berücksichtigt“, heißt es in der von ihnen unterzeichneten Deklaration.  

Die Unterzeichner verwahren sich entschieden gegen „totalitäre, verfassungsrechtlich mit dem Grundgesetz kollidierende Denkstrukturen und Machtansprüche“, wie sie in der Kampagne der Homöopathie-Gegner zum Ausdruck kommen. GESUNDHEIT AKTIV hat sich dieser Stellungnahme uneingeschränkt angeschlossen. 

Quellen:
Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, 16. Januar 2019
Peter F. Matthiessen (für insgesamt 8 Verbände und 39 Einzelunterzeichner): „Homöopathie und intellektuelle Redlichkeit“, Deutsche Zeitschrift für Onkologie 2018; 50: 172-177. Die Deklaration ist online einsehbar bei homoeopathie-online

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