Krankmachendes Licht?

Petition fordert Wahlfreiheit für gesundes Licht

Berlin, 3. September 2018. Ende des Jahres will die EU-Kommission darüber entscheiden, ob die Anforderungen an die Energieeffizienz von Leuchtmitteln weiter verstärkt werden sollen. Faktisch würde das nämlich bedeuten, dass nur noch LED-Leuchtmittel den Kriterien entsprechen und andere Leuchtmittel wie Halogen zuerst eingeschränkt und dann gar nicht mehr verkauft werden können. Eine erste Verschärfung dieser Anforderungen trat bereits zum 1. September 2018 in Kraft, eine weitere ist für den 1. September 2020 geplant.

Diese Entwicklung ist nicht unumstritten. Inzwischen liegen Studien vor, die gesundheitliche Risiken der LEDs feststellen, zum Beispiel in Bezug auf die Augengesundheit. Kinder sind dabei besonders betroffen. Das Netzwerk für gutes Licht kommentiert: „Während Halogen- und Glühlampenlicht das ganze Farbspektrum abdecken und dem Sonnenlicht verwandt sind, ist das Licht von LEDs mit seinem hohen Blau- und niedrigen Rotanteil ganz anders zusammengesetzt.“ Neuere Studien zeigen – so die Initiative – auch, dass LEDs im Klassenzimmer die Gedächtnisfähigkeit und Kreativität der SchülerInnen beeinträchtige.

Petition für echte Wahlfreiheit

Mit der Petition „Wahlfreiheit für gesundes Licht“ will das Netzwerk ein Umdenken anstoßen: „Wir fordern für alle europäischen Bürger die Freiheit, auch in Zukunft gesunde Leuchtmittel kaufen zu können.“ Denn die gesundheitlichen Risiken von LED-Licht seien erheblich: „In unserer Petition beziehen wir uns vor allem auf die Risiken, die durch Studien sicher belegt sind, wie zum Beispiel die steigenden Zahlen an Augenerkrankungen, Kurzsichtigkeit bei Kindern und zunehmender Altersblindheit durch Makuladegeneration, die unzweifelhaft in direkten Zusammenhang mit dem hohen Blaulichtanteil in der LED stehen.“

Machen Sie mit?
Die Petition wurde bereits von über 10.000 Menschen unterschrieben und läuft noch bis Ende des Jahres. „Wir freuen uns, dass wir mit unserer Petition so viele Menschen aktivieren konnten“, sagt Ulrike Wendt vom Netzwerk. „Aber wir brauchen noch mehr Stimmen, um auch gegenüber der Politik deutlich machen zu können, dass es ein hohes gesellschaftliches Interesse an gesundem Licht gibt. Erst so können wir etwas erreichen. Deshalb bitten wir alle, die sich für das Thema interessieren, uns mit der Petition zu unterstützen.“

Weitere Informationen
Weitere Infos online beim Netzwerk für gesundes Licht: www.lichtfragen.info

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