Gemeinsam getrennt: Zusammen

Was können wir für unsere Verbundenheit tun?

Die Corona-Krise bringt unsere Welt an eine Schwelle. Diese Welt wandelt sich gerade in atemberaubendem Tempo. Wir leben in einer Zeit, an die wir uns alle erinnern werden. Das JETZT ist wirklich wesentlich. Wie werden wir darauf zurückblicken? Können wir einst sagen, dass wir wachsam genug waren, die Konturen der neuen Zeit zu erkennen?

In diesen schnellen, nervösen, von ständig neuen Zahlen-Nachrichten durchbrochenen Tagen laden wir Sie ein, diese Schwelle bewusst und gemeinsam zu betreten. So haben wir zu Beginn der Corona-Pandemie innerhalb unseres U-Health Programms wöchentlich meditative Anregungen zur Wahrnehmung und zur Reflexion entwickelt. Sie können damit einen Weg durch Ihre Realität gehen und sie in verschiedensten Facetten neu kennenlernen. Auch wenn Sie an dem 5-Schritte-Prozess bereits teilgenommen haben, lohnt es sich immer wieder, diese Schritte zu wiederholen, denn Sie können dabei stets Neues entdecken!

Wenn Sie über die weiteren Termine und Entwicklungen von U-Health per E-Mail informiert werden wollen, tragen Sie sich bitte in den U-Health Newsletter ein. Und schreiben Sie uns gerne, welche Erfahrungen Sie gemacht haben! Wir freuen uns auf einen Austausch von Anregungen und Gedanken mit Ihnen!

Klicken Sie in dieser Grafik auf einen der fünf Prozessschritte im U
So können Sie "step by step" die einzelnen Schritte verfolgen und erkunden und jederzeit damit beginnen. Es macht Sinn, die einzelnen Schritte innerhalb einer Woche zu durchlaufen, aber selbstverständlich können Sie auch Ihr eigenes Tempo ganz flexibel wählen. 

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GESPRÄCHE & INTERVIEWS
Wir haben über die Corona-Zeit mit verschiedenen Menschen gesprochen. Im YouTube-Kanal von GESUNDHEIT AKTIV finden Sie die Videos.

Den Stein ins Rollen bringen

Woche 5: Umsetzen

Vor vier Wochen wurden bundesweit Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus erhoben, erste Aufrufe zur physischen Distanzierung begannen wenige Wochen vorher. Weltweit scheint es – zumindest in den Medien – seither kaum ein anderes Thema mehr zu geben. Um Menschen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen und neben allen Schwierigkeiten den Fokus auf die Chancen zu lenken, die die derzeitige Situation auch bietet, haben wir im Rahmen von U-Health dieses fünfwöchige Online-Programm entwickelt. Seit Beginn des Programms vor vier Wochen, hat sich der Fokus der öffentlichen Diskussion gewendet von einem anfänglichen “Eintreten” in die physische Distanzierung hin zu derzeitigen Diskussionen und Plänen über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität. Auch wenn bisher noch nicht absehbar ist, bis wann diese Krise tatsächlich überwunden sein wird und die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen daraus unser Leben nachhaltig stark prägen werden, orientieren sich die öffentlichen Debatten nun mehr und mehr am Zukünftigen.

Auch in dieser letzten Woche unseres U-Health Online-Programms geht es darum, auf persönlicher Ebene den Stein ins Rollen zu bringen, um eine Zukunft zu gestalten, die den eigenen Bedürfnissen und Werten entspricht. Werden Sie aktiv und planen Sie konkrete Schritte!

SICH MIT DEN QUELLEN DER INSPIRATION VERBINDEN
Hören Sie diese Audio-Imagination zur Einstimmung.

IM DIALOG KONKRETE SCHRITTE INS KÜNFTIGE ENTWICKELN
Verabreden Sie sich mit einer vertrauten Person zu einem Dialog, in dem Sie sich vorurteilslos und wertschätzend gegenseitig zuhören. Vielleicht finden Sie einen Gesprächspartner/-in, der/die gemeinsam mit Ihnen an unserem Programm teilnimmt. Sie können die dialogischen Übungen aber auch mit einer Person durchführen, die nicht an unserem Programm teilnimmt, sie aber gerne in Ihrem Prozess begleitet.

Zunächst nimmt ein Dialogpartner die Rolle des Moderators/-in ein, der/die das Gegenüber befragt. Wenn beide Gesprächspartner an unserem Programm teilnehmen, werden anschließend die Rollen getauscht.

  • Beschreiben Sie Ihre Vision von sich selbst in sechs Monaten. Achten Sie auf eine Sprechzeit von maximal 5 Minuten.
  • Was könnten erste konkrete Schritte und Teilziele auf Ihrem Weg sein? Nehmen Sie sich ca. 3 Minuten Zeit, um Ihre Gedanken in einem „Brainstorming“ mitzuteilen.
  • Ihr Gegenüber (der Moderator) hört aufmerksam zu und versucht in 3 bis 5 Minuten mit eigenen Worten wiederzugeben, was er/sie gehört hat. Das Gesagte soll im Sinne einer Resonanz gespiegelt werden, bitte daher auf Interpretationen und Wertungen verzichten.
  • Der Moderator stellt Ihnen nun Fragen, wie...
    • “Was könnte der Umsetzung erster Schritte im Weg stehen?”
    • “Wie könntest du mit diesen Hindernissen umgehen?” “Wo könntest du dir z. B. Hilfe suchen?”
    • “Welche kleine Veränderung möchtest Du in den nächsten 4 Wochen als ersten Schritt konkret ausprobieren?”
  • Beide können sich dazu verabreden in 4 Wochen die gemachten Erfahrungen bei der Umsetzung zu besprechen.
  • Ggf. Rollentausch.

SICH ZIELE SETZEN, UM DEN GIPFEL ZU ERKLIMMEN
Sicher hat Ihnen das Gespräch dabei geholfen, Ihre Ziele noch stärker ins Bewusstsein zu holen, vielleicht sind dadurch auch neue Einsichten und Ideen entstanden. Wenn sich für Sie im Laufe der vergangenen Wochen ein neues Vorhaben/Veränderungswunsch herauskristallisiert hat, ist es nun an der Zeit, konkret zu werden und Schritte und Teilziele auf Ihrem Weg klar zu benennen. Nutzen Sie dazu unsere Übung „Den Gipfel erklimmen“.

EINE KLEINE ERINNERUNGSHILFE - „DEN STEIN DES ANSTOSSES“ FINDEN
Um die eigene Willenskraft bei der Umsetzung neuer Gewohnheiten zu stärken, kann es hilfreich sein, sich eine Erinnerungshilfe ins Blickfeld zu holen. Machen Sie dazu einen kleinen Streifzug durch Ihren Wohnraum oder einen Spaziergang durch die Natur und halten Sie Ausschau nach einem Objekt, das Sie an Ihr Vorhaben/Ihren Veränderungswunsch erinnert. Alternativ können sie auch eine Karte beschriften mit einem hilfreichen Spruch, Leitsatz oder Symbol. Stellen sie sich dazu die Frage: Welche Gedanken und Empfindungen müsste/-n der Gegenstand/die Worte in Ihnen auslösen, damit Sie Ihr neues Vorhaben in die Tat umsetzen? Positionieren Sie Ihren „Stein des Anstoßes“ an einen Ort, an dem Sie die Möglichkeit haben, mehrmals täglich kurz innezuhalten und sich Ihr Ziel zu vergegenwärtigen, z. B. am Schreibtisch, Kühlschrank, Spiegel, Nachttisch.

Noch ein kleiner Hinweis zum Schluss: Natürlich ist der Gegenstand kein „Zaubermittel“, der alles von alleine regelt. Diese Erinnerungshilfe soll Ihnen dabei helfen, selbst aktiv zu werden!

FRIEDENSTANZ
Reflektieren Sie auch über Ihre Ziele mit dem Gedicht “Friedenstanz” von Rudolf Steiner. Hier können Sie das Gedicht auch hören.

VITALEURYTHMIE
Die Bewegungsübungen mit dem Motto "Kurs halten", runden das Wochenthema ab.

IM GESPRÄCH BLEIBEN
Die Trainer unseres U-Health Gesundheitsprogramms sind zum Abschluss noch einmal im Homeoffice miteinander ins Gespräch gegangen: Stefan Schmidt-Troschke, Verena Pförtner und Angela Smith ziehen in diesem Video ein Resümee der vergangenen Wochen und richten ihren Blick in die Zukunft

Neues hereinlassen

Woche 4: Empfangen

In der vergangenen Woche haben wir Sie dazu angeregt, sich ins Bewusstsein zu holen, was für Sie in Ihrem Leben wesentlich ist. Möglicherweise haben Sie dabei festgestellt, dass Sie Dinge, die für Sie grundsätzlich unwesentlich sind, gerne loslassen möchten. Dadurch kann ein Freiraum für Neues entstehen, das Ihre Bedürfnisse und Sehnsüchte nährt und Sie persönlich bereichert. Gleichzeitig wollen Sie vielleicht aber auch einen Spielraum offen lassen für vermeintlich “unsinnige” Dinge, die Ihnen Vergnügen und Leichtigkeit schenken. In dieser Woche laden wir Sie dazu ein, sich dem Neuen zu öffnen, das bereits in Ihnen schlummert. 

WIE-WILL-ICH-LEBEN-COLLAGE
Die Collage ist eine Möglichkeit, sich von Bildern und Texten inspirieren zu lassen, um ein Bild von einem Leben zu erschaffen, das Ihren Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Sie brauchen dafür:

  • Ein großes Blatt Papier oder Pappe
  • Je nach Verfügbarkeit einige Magazine, Zeitungen, ausrangierte Bücher, Bildbände etc.
  • Klebstoff
  • Evt. Stifte, Pinsel, Farben

Bevor Sie mit Ihrer Collage beginnen, nehmen Sie sich einige Minuten Zeit, um sich mit Ihren inneren Quellen der Inspiration zu verbinden. Hören Sie dazu diese Entspannungsübung.

Und dann kann es auch schon losgehen! Breiten Sie die Materialien, die Sie für die Collage benutzen wollen, vor sich aus und stellen Sie sich z. B. diese Fragen:

  • Was zieht mich aus der Zukunft her an?
  • Welche Dinge sind mir im Leben wirklich wichtig?
  • Wie will ich mein Leben gestalten?
  • An welchen Werten möchte ich mein Leben orientieren?

Mit diesen Fragen in Ihrem Innern wählen Sie nun Bilder und/oder Textteile (Wörter oder Sätze) aus, die Sie besonders ansprechen. Lassen Sie sich dabei von Ihrer Intuition leiten und versuchen Sie, Ihrem inneren Kritiker dabei möglichst wenig Raum zu geben. Vielleicht spricht Sie ein Bild an, das Sie in diesem Moment nicht konkret einem Lebensziel zuordnen können. Nehmen Sie es trotzdem in Ihre Sammlung auf, denn vielleicht drückt es auf abstrakte Weise Emotionen oder Stimmungen aus, die für Sie persönlich wichtig sind.

Lassen Sie anschließend die Bilder und/oder Textteile auf sich wirken und erstellen Sie Ihr persönliches Lebensbild daraus. Sie können Ihr Kunstwerk natürlich auch malerisch gestalten oder beschriften. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf, alles darf sein!

Wenn Sie mit Ihrer Collage fertig sind, legen Sie sie für einen Moment zur Seite, um anschließend zurückzukehren und mit etwas Abstand neu draufblicken können. Betrachten Sie Ihr Bild mit wertschätzender Neugier. Vielleicht fällt Ihnen etwas auf, was Sie zuvor so noch nicht gesehen hatten. Möglicherweise erhalten Sie auch neue Erkenntnisse über sich selbst.

Für eine vertiefte Betrachtung Ihrer Collage empfehlen wir Ihnen nachfolgend einen achtsamen Dialog einzugehen.

EIN GESPRÄCH ÜBER DIE WIE-WILL-ICH LEBEN-COLLAGE
Verabreden Sie sich mit einer vertrauten Person, um sich vorurteilslos und wertschätzend gegenseitig zuhören. Vielleicht finden Sie einen Gesprächspartner/-in, der/die gemeinsam mit Ihnen an unserem Programm teilnimmt. Sie können die dialogischen Übungen aber auch mit einer Person durchführen, die nicht an unserem Programm teilnimmt, Sie aber gerne in Ihrem Prozess begleitet.

  • Sollten Sie über Video oder Telefon mit ihrem/-r Gesprächspartner/-in verbunden sein, schicken Sie sich vorher gegenseitig ein Foto Ihrer Collage zu, damit Sie das Werk Ihres Gegenübers in Ruhe betrachten können. Sollten Sie sich beide in einem Raum befinden, legen Sie die Collagen für beide gut sichtbar vor sich.
  • Bildbetrachtung: Was sehe ich von außen?
    • Betrachter: Nehmen Sie sich 5 bis 10 Minuten Zeit das Bild ihres Gegenübers möglichst wertfrei zu beschreiben. Versuchen Sie auf Interpretationen zu verzichten. Was sehen Sie? Achten Sie auf Bildaufteilung, Formen, Farben, Themen etc.
    • Künstler: Lauschen Sie während der Beschreibung aufmerksam hin, ohne Ihr Gegenüber durch Laute oder Kommentare zu unterbrechen.
  • Innehalten und Rollentausch:
    Halten Sie anschließend kurz inne, um das Gesagte und Gehörte nachklingen zu lassen und tauschen Sie die Rollen, um das zweite Bild zu beschreiben.
  • Bildinterpretation: Was ist im Innern entstanden?
    • Der jeweilige Künstler teilt dem Gegenüber mit, welche Stimmungen, Ideen und Wünsche er/sie durch die Collage ausdrücken möchte.
    • Der/die Gesprächspartner/-in hört aufmerksam, offen und wohlwollend zu.
  • Innehalten und Rollentausch.
  • Blick auf’s Ganze: Tauschen Sie sich nun darüber aus, wie Sie jeweils die Bildbetrachtung erlebt haben: Wie ging es Ihnen in der Rolle des Zuhörers bzw. Sprechers? Haben sich zwischen Bildbetrachtung und -interpretation neue Aspekte aufgetan? Gab es Überraschungen?


ACHTSAMKEITSÜBUNG: AM MORGEN AUF DEN TAG VORAUSSCHAUEN
Starten Sie bewusst in den Tag mit einer kurzen täglichen Vorausschau. Dazu genügen drei bis fünf Minuten. Fragen Sie sich am besten gleich nach dem Aufwachen zum Beispiel:

  • Wie/mit welchem Lebensgefühl bin ich heute aufgewacht? (z. B. aufgewühlt, erwartungsvoll, traurig, fröhlich …)
  • Was bringe ich aus der Nacht mit? (z. B. Erinnerung an Träume, Gefühle, Stimmungen)
  • Welche Erwartungen habe ich an den heutigen Tag?

AM ABEND AUF DEN VERGANGENEN TAG ZURÜCKSCHAUEN
Mit einer regelmäßigen Rückschau am Abend blicken Sie aus der Beobachterperspektive auf den vergangenen Tag zurück. Nehmen Sie sich dafür fünf Minuten Zeit. Sie holen sich dadurch noch einmal ins Bewusstsein, was Ihnen wichtig ist und Sie bereichert. Wenn wird dieses Ritual zur Gewohnheit geworden ist, können Sie die Rückschau auch in umgekehrter chronologischer Reihenfolge machen. Sie können sich dabei zum Beispiel folgende Fragen stellen:

  • Was hat mich heute genährt? Was hat mir Lebensfreude geschenkt?
  • Was hat mir heute Kraft geraubt?
  • Wofür bin ich dankbar?

VITALEURYTHMIE
Die Bewegungsübungen mit dem Motto "Neues hereinlassen", runden das Wochenthema ab.

NEUE RÄUME ENTDECKEN
Lassen Sie sich zu Neuem inspirieren mit dem Gedicht “Stufen” von Hermann Hesse. Jetzt anhören oder lesen.

NOCH MEHR LUST AUF NEUES?
Weitere kleine Inspirationshilfen für eine achtsame und lebensfrohe Tagesgestaltung finden Sie hier.

Das Wesentliche erkennen

Woche 3: Zentrieren

  1. Im normalen Alltag sind wir oftmals damit beschäftigt, To-Do-Listen abzuarbeiten, viele von uns jonglieren zwischen Arbeit, Familie und unterschiedlichen Freizeitaktivitäten. Dieser „normale Alltag“ wurde in den letzten Wochen durch die Pandemie für alle von uns auf den Kopf gestellt. Für einige bedeutet es jetzt die Arbeit im Home Office zu erledigen, während gleichzeitig die Kinder zu Hause sind und Unterstützung brauchen, für Menschen in systemrelevanten Berufen hat sich das Arbeitspensum noch erheblich erhöht, während andere plötzlich damit konfrontiert sind, dass ihre Zeit nicht von äußeren Erfordernissen bestimmt wird. Doch gleich in welcher Situation Sie sich momentan befinden, die Maßnahmen, die wir alle ergreifen mussten, stellt uns in vielerlei Hinsicht vor die Frage nach unseren wesentlichen Werten, danach, was uns wirklich wichtig ist.

Nehmen Sie die Übungen in dieser Woche zum Anlass, Ihren persönlichen Werten auf den Grund zu gehen und sich bewusst zu machen, welche Prioritäten Sie in Ihrem Leben setzen möchten. Lassen Sie sich von der Geschichte „Steine und Sand“ inspirieren! Die Geschichte können Sie sich hier anhören oder lesen.  

STEINE UND SAND IN MEINEM LEBEN
Reflektieren Sie, für was die Steine im Glas stehen, wenn Sie an Ihr eigenes Leben denken. Was könnten die Kieselsteine und der Sand bedeuten, wenn Sie das Bild auf Ihre Situation übertragen? Stellen Sie sich Fragen, wie:

  • Welches sind die Lebensaspekte, die für mich Voraussetzung für ein erfülltes Leben sind und in der Geschichte durch die Steine symbolisiert sind?
  • Gibt es Themen, Tätigkeiten oder Menschen, die viel Platz einnehmen in meinem Leben, aber nicht zu meinen „persönlichen Steinen “zählen? Woraus bestehen „Kiesel“ und „Sand“ in meinem „Lebensglas“?
  • Welchen Aspekten meines Lebens widme ich momentan die meiste Zeit und Energie?
  • Gebe ich den wichtigsten Aspekten („Steinen“) aktuell genug Platz in meinem Leben?
  • Erlebe ich die Verteilung von „Steinen“, „Kiesel“ und „Sand“ in meiner momentanen Lebenssituation als stimmig? Wo würde ich meine Prioritäten möglicherweise gerne verändern?
  • Welche Aspekte in meinem Alltag möchte ich nicht missen, auch wenn sie zu „Kieseln und Sand“ gehören?

Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, suchen Sie sich in Ihrer Umgebung Steine, die Sie ansprechen und beschriften und/oder bemalen Sie diese. Füllen Sie sie anschließend in ein Glas, um sich so immer wieder daran zu erinnern, was Ihnen wirklich wichtig ist.

EIN ACHTSAMER DIALOG ÜBER DAS WIRKLICH WESENTLICHE
Wir laden Sie ein, sich einen Gesprächspartner zu suchen, mit dem Sie sich anschließend an die Geschichte zu jeweiligen Fragen austauschen. Für ein fruchtbares Gespräch sollten Sie folgendes beachten:

  • Beide Gesprächsteilnehmer erhalten jeweils 5 bis 10 Minuten Redezeit.
  • Wenn einer spricht, übt sich der andere im Zuhören: „Ganz Ohr sein“, ohne durch Worte oder Laute zu unterbrechen. Wichtig ist dabei, dass Sie sich gegenseitig wertschätzend und vorurteilsfrei zuhören.
  • Halten Sie inne und lassen Sie das Gesagte jeweils nachklingen.
  • Tauschen Sie sich danach aus über das jeweils Gesagte und Gehörte.

FOCUSING
Nehmen Sie sich Zeit für unsere Focusing-Übung zum Anhören und bringen Sie sich damit noch weiter ins Bewusstsein, was für Sie gegenwärtig wesentlich ist.


VITALEURYTHMIE
Runden Sie das Wochenthema mit den Bewegungsübungen "Kraftfelder & Vertiefung" ab.

GEDANKENIMPULS
Für eine Sicht auf die Lehren, die wir aus der derzeitigen Krise ziehen können, sehen Sie sich das berührende Video „Dem Virus eine Stimme geben – Ein Brief von Covid-19“ von Danilo Calabrese an. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Gedanken, die in diesem Video zum Ausdruck kommen, für Menschen, die momentan direkt mit der Erkrankung oder der Sorge um Angehörige konfrontiert sind, sehr weit entfernt sein können. Es ist nicht unsere Absicht die aktuelle Krise zu verharmlosen, sondern vielmehr den Einfluss der eigenen Einstellung gerade in Bezug auf schwierige Zeiten zu betonen.

Eigene Ressourcen erkennen

Woche 2: Begegnen

  1. Solidarität durch physische Distanz, zu Hause bleiben, um sich selbst und Andere, insbesondere die körperlich Schwachen zu schützen. Für viele von uns fordert das Verzicht auf Gewohntes, auf den Kontakt zu vertrauten Menschen, vielleicht auch den regelmäßigen kurzen Plausch im Café um die Ecke. Um mit diesen Herausforderungen umgehen zu können, kann es helfen, wenn wir uns unsere eigenen Ressourcen stärker ins Bewusstsein holen und Dankbarkeit entwickeln für das, was uns trotz aller Schwierigkeiten zur Verfügung steht.
  2. Gleichzeitig bietet diese Zeit auch eine Chance, nochmal neu auf das eigene soziale Umfeld zu blicken und darauf, wie und auf welchen Ebenen wir miteinander verbunden sind. Wenn wir jetzt mit anderen Menschen in Kontakt treten, sei es virtuell über Video-Konferenzen, telefonisch oder auch per Brief, dann steht der kommunikative Austausch im Mittelpunkt. Losgelöst von äußerer Ablenkung kann Begegnung tatsächlich gerade jetzt auch regelmäßiger und bewusster werden. Sehen und hören Sie sich auch für weitere Gedanken zum "neuen" Alltag das Gespräch unserer U-Health Trainer*innen an.

Mit den Übungen in dieser Woche wollen wir Sie dazu anregen, neu auf Ihr soziales Umfeld zu blicken und sich die lichtvollen Augenblicke eines Tages ins Bewusstsein zu holen. Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei und mit den neuen Erkenntnissen!

DAS BEZIEHUNGSRAD

BeziehungsradMit Hilfe eines sogenannten “Beziehungsrads” werden Sie sich bewusst, in welchem Verhältnis Sie zu den Menschen in Ihrem Umfeld stehen. Zeichnen Sie dazu auf ein Blatt Papier einen Kreis in die Mitte und beschriften Sie diesen mit “Ich”. Zeichnen Sie anschließend in regelmäßigen Abständen weitere immer größer werdende Kreise um diesen mittleren Kreis. Nun können Sie die Namen von Menschen in Ihrem sozialen Umfeld in dieses “Beziehungsrad” eintragen. Vielleicht stellen Sie fest, dass manche Menschen Ihnen zwar physisch sehr nah sind, aber emotional weiter entfernt liegen. In diesem Fall können Sie diese Namen auch zweimal eintragen und mit unterschiedlichen Farben markieren. Ein Beispiel für ein Beziehungsrad sehen Sie hier.  

Schauen Sie sich Ihr persönliches Beziehungsrad anschließend wertfrei an und versuchen Sie, die folgenden Fragen für sich zu beantworten:

 

  • Wie erlebe ich mein persönliches "Beziehungsrad"? Womit bin ich zufrieden? Möchte ich etwas ändern?
  • Sind mir die Menschen in meinem nächsten Umfeld auch emotional die nächsten?
  • Gibt es Menschen, die räumlich weit entfernt sind, mir aber emotional nahe stehen?
  • Gibt es Menschen, denen ich gerne mehr Aufmerksamkeit schenken möchte?
  • Könnte ich die Zeit nutzen, um wieder mit Menschen neu in Kontakt zu treten?
  • Möchte ich das Rad vielleicht neu ordnen?

Vielleicht gibt es Menschen, mit denen Sie gerne (wieder) in Kontakt treten wollen. Dann wäre vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt?! Unser Dankbarkeitstagebuch kann ein guter Anlass sein, um in regelmäßigen Austausch mit einer vertrauten Person zu kommen.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihnen Kontakte in Ihrem näheren Umfeld fehlen und Sie vielleicht auch Hilfe brauchen oder wenn Sie sich selbst für andere Menschen engagieren wollen, finden Sie nützliche Adressen auf unserer Liste im PDF-Format

RESSOURCENANKER WERFEN: VARIANTE 1: "SAG MIR, WOFÜR BIST DU DANKBAR?"

Verabreden Sie sich mit einer Person, die Ihnen vertraut ist und senden Sie sich in der kommenden Woche einmal täglich eine Nachricht oder telefonieren Sie miteinander, um sich zu erzählen, wofür Sie an diesem Tag dankbar sind. Wenn Sie täglich eine feste Uhrzeit vereinbaren, hilft Ihnen das dabei, Ihren Tagesablauf zu rhythmisieren und Sie können sich täglich auf Ihren Austausch freuen. Probieren Sie es aus!

RESSOURCENANKER WERFEN: VARIANTE 2: "SAG MIR, WO SIEHST DU MEINE STÄRKEN?"

Verabreden Sie sich mit einer vertrauten Person zu einem Dialog, in dem Sie sich vorurteilslos und wertschätzend gegenseitig zuhören. Ihr Gegenüber kann eine Person aus Ihrem Haushalt sein, Sie können sich aber auch per Videokonferenz oder telefonisch unterhalten.

  • Sie fragen Ihre/-n Gesprächspartner/-in worin er/sie Ihre persönlichen Stärken sieht. Anschließend erhält Ihr Gegenüber fünf Minuten Sprechzeit. Die Person, die in der Zeit spricht, sollte darauf achten, nicht vom Thema der Frage abzuweichen.
  • In dieser Zeit hören Sie aufmerksam zu, ohne das Gesagte durch Worte oder Laute zu kommentieren oder zu bewerten.
  • Achten Sie beim Zuhören insbesondere auf aufkommende Gefühle, Stimmungen und Bilder.
  • Halten Sie anschließend kurz inne, um das Gesagte nachklingen zu lassen und tauschen Sie anschließend die Rollen
  • Im Anschluss geben Sie sich beide Rückmeldungen über Ihre Eindrücke, Erlebnisse, Stimmungen, Bilder etc. während sie zugehört haben. Achten Sie darauf, dass Sie das Gesagte nicht bewerten oder beurteilen.
Besinnen Sie sich auch auf Ihre inneren Ressourcen und lassen sich inspierieren durch Rudolf Steiners Gedicht „Ich trage Ruhe in mir“.

VITALEURYTHMIE
Runden Sie das Wochenthema mit den Bewegungsübungen "Erwartungen spüren & begegnen" ab.


Teilen Sie gerne Ihre Erfahrungen mit uns!

Neu hinsehen

Woche 1: Innehalten

Die rapide Ausbreitung des Corona Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen. Die meisten Menschen sind verunsichert, viele sind existentiellen Ängsten und Sorgen ausgeliefert, manche haben bereits ihre Liebsten in Folge der Viruserkrankung verloren. Allen Betroffenen und Angehörigen, allen, die vielleicht momentan um ihre Familie und Freunde oder die eigene Gesundheit bangen, wollen wir an dieser Stelle ganz deutlich unser Mitgefühl ausdrücken.

Gleichzeitig sehen wir, wie vielerorts eine neue Solidarität und Verbundenheit entsteht. Innerhalb kürzester Zeit entwickeln Menschen kreative Formen, um neue Wege der Verbindung und des Zusammenhalts zu schaffen. Auch wir, das U-Health Team von GESUNDHEIT AKTV, begeben uns mit diesem Programm gemeinsam mit Ihnen auf eine transformative Reise!

Wir befinden uns gewissermaßen in der Geburtsstunde einer neuen Bewegung, die uns interessanterweise die Natur gerade widerspiegelt: die ersten Knospen sind erkennbar, die ersten Bäume, Sträucher und Blumen beginnen zu blühen – sie schmücken die Beete, Wiesen, Balkone und Straßenränder. Wir möchten Sie ermutigen, diese Zeit zu nutzen und gemeinsam innezuhalten, um unseren inneren Scheinwerfer auf das zu lenken, was gerade neu geboren wird oder geboren werden will!

Lenken Sie in dieser Woche Ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf das Erwachen der Natur. Die folgende Übung kann Ihnen dabei helfen, sich im Laufe eines Tages neu auszurichten und zu staunen über das, was im Entstehen ist.

  1. HINSEHEN AUF DAS, WAS NEU GEBOREN WIRD

Übung: Eine Pflanze betrachten
Wenn Sie die Möglichkeit haben, spazieren zu gehen, schauen Sie sich eine Pflanze an ihrem natürlichen Standort an. Alternativ können Sie auch eine Pflanze in Ihrem Garten, auf Ihrem Balkon, vor Ihrem Fenster oder in einem Blumentopf wählen. Nehmen Sie sich für die Betrachtung mindestens fünf Minuten Zeit und versuchen Sie, nicht zu werten. Fragen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Wie groß ist die Pflanze?
  • Welche Farbe hat sie? Wie sind die unterschiedlichen Farbtöne/Schattierungen?
  • Welche Form hat der Stängel (z.B. rund, kantig, rau, glatt)? Ist er behaart?
  • Sind Knospen erkennbar? Blüht die Pflanze bereits?
  • Wie Viele Blätter/Knospen/Blüten-/Blütenblätter erkennen Sie?
  • Wie sind die Blätter/Blüten geformt?
  • Wie fühlen sich die Blätter/Blüten/Knospen an?
  • Wie sind die Größenverhältnisse der Blätter/Blüten/Knospen?
  • Welche Gerüche nehmen Sie wahr?

Nehmen Sie im Anschluss an die Übung* wahr, wie die Betrachtung in Ihnen gewirkt hat:

  • Sind Sie jetzt aufmerksamer als zuvor?
  • Wie hat sich Ihre Wahrnehmung geändert?
  • Welche Gefühle sind während der Übung oder danach aufgetaucht?

*Die Übung ist adaptiert aus: „Das innere Gleichgewicht finden“, Klaus Adams, Dr. med. Wolfgang Rißmann, Marko Roknic, GESUNDHEIT AKTIV Verlag

Spüren Sie nach mit dem Gedicht "Frühlingsglaube" von Ludwig Uhland.

  1. UMGANG MIT SORGEN UND ÄNGSTEN

Neben all den neuen Entwicklungen und Chancen, die diese Zeit in sich trägt, gibt es auch Unsicherheit und Ungewissheit, die für Viele mit Sorgen und Ängsten verbunden ist. Mit unserer Audio-Meditation leiten wir Sie durch eine Achtsamkeitsübung, die Ihnen dabei hilft, Ihre Sorgen und Ängste bewusst wahrzunehmen und sie mit liebevollem Selbstmitgefühl anzunehmen. 

Weitere hilfreiche Hinweise speziell zum Umgang mit Angst im Zusammenhang mit Corona finden Sie hier.

IM GESPRÄCH BLEIBEN
Die Trainer unseres U-Health Gesundheitsprogramms sind in Zeiten des "Kontaktverbots" im Homeoffice miteinander ins Gespräch gegangen: Stefan Schmidt-Troschke, Verena Pförtner und Angela Smith sprechen in diesem Video über Möglichkeiten, die uns in der Corona-Krise Halt geben können.

VITALEURYTHMIE
Runden Sie das Wochenthema mit diesen kraftvollen Bewegungsübungen "Achtsames Gehen & Zentrieren" ab.