Individuelle Impfentscheidung

Impfen Pro und Contra

Die Frage nach einer differenzierten Impfentscheidung stellen sich viele Eltern. Und das meist schon kurz nach der Geburt. Denn meist gilt es als selbstverständlich, dass Säuglinge schon in den ersten Lebensmonaten die erste Mehrfachimpfung erhalten. Es will aber gut überlegt sein, das noch unreife Immunsystem schon so früh einem solch massiven Eingriff auszusetzen. Viele Eltern scheuen instinktiv davor zurück, andere sind froh, weil sie meinen, dass sie ihr Kind damit vor Krankheiten bewahren können. 

GESUNDHEIT AKTIV hat sich schon seit eh und je für eine individuelle Impfentscheidung ausgesprochen. Denn es ist durchaus nicht unumstritten, Babys so früh einer Fünf- oder gar Sechsfachimpfung auszusetzen. Seit einiger Zeit wächst jedoch der Druck, den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) Folge zu leisten. Diese vom Bundesgesundheitsministerium eingesetzte Kommission aus verschiedenen Fachleuten erarbeitet in regelmäßigen Abständen aktualisierte Impfempfehlungen. Sie sind allerdings nicht unumstritten. 

Ärzte stehen dabei heute unter erhöhtem Druck: Die empfohlenen Impfungen werden nach höchstrichterlicher Rechtsprechung als „medizinischer Standard“ angesehen. Wollen Eltern ihre Kinder in einer Gemeinschaftseinrichtung anmelden, so ist seit 2015 verpflichtend vorgeschrieben, eine Impfberatung nachzuweisen. Damit soll der Druck auf die Beteiligten erhöht werden, ihre Kinder impfen zu lassen. Das geht sogar soweit, dass manche privaten Einrichtungen Kinder ablehnen, die nicht nach den STIKO-Vorgaben geimpft sind.

Viele Eltern wollen ihr Kind allerdings nur gegen bestimmte Krankheiten impfen lassen. Das wird zunehmend schwieriger, weil es kaum noch Einzelimpfstoffe gibt. Wenn Eltern ihre Tochter zum Beispiel gezielt nur gegen Röteln impfen lassen wollen, ist das so gut wie unmöglich. Den Röteln-Impfstoff gibt es nur noch in Kombination mit dem Serum gegen Masern und Mumps. Dadurch wird der Entscheidungsspielraum erheblich eingeschränkt. 

Die DVD "Impfen - Pro und Contra" sowie eine Broschüre "Impfen - Hilfen zur freien Entscheidung" können Sie hier bestellen.

Die Ärzte für individuelle Impfentscheidung haben Gesichtspunkte für verschiedene Impfstrategien zusammengestellt. 

Ein gutes Beispiel, wie mit einer individuellen Impfentscheidung umzugehen ist, hat die AOK zur HPV-Impfung zusammengestellt

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DVD Cover Kongress Impfen Selbstbestimmung oder Bürgerpflicht web

Zum Rückblick der Veranstaltung. Alle Vorträge sind auch als Video on demand und auf DVD erhältlich.

Auswahl von Impfstoffen für die individuelle Impfentscheidung
Übersicht an Einzel- und Kombinationsimpfstoffen

Merkblätter der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Deutschland (GAÄD) zu verschiedenen Impfungen. 

Zwangsimpfungen? Wir wollen keine Gesundheitsdiktatur!
Presseerklärung von GESUNDHEIT AKTIV zum Thema Impfpflicht anlässlich der Europäischen Impfwoche. 

Impfungen Kind

Impfen Ja oder nein? 

Hier sind einige wichtige Tipps, die Ihnen helfen, die richtige Entscheidung zu finden: 

  • Nehmen Sie sich Zeit, sich eine eigene Meinung zu bilden. 

  • Lassen Sie sich die Impfung nicht aufdrängen. 

  • Besprechen Sie mit dem Kinderarzt, ob er im Krankheitsfall auch Hausbesuche macht. 

  • Wägen Sie ab, ob Sie Ihr Kind in Krankheitssituationen gut pflegen können, oder ob ihre Berufstätigkeit oder auch Ihr Status als alleinerziehende Mutter oder Vater das erschwert.

  • Suchen Sie eine Ärztin/einen Arzt, die/der Sie in Ihrem Anliegen wohlwollend begleitet. Eine Liste solcher Ärzte finden Sie auf der Webseite www.individuelle-impfentscheidung.de

  • Manchmal kommt es vor, dass Kinderärzte Eltern drohen oder eine weitere Behandlung des Kindes ablehnen, wenn sie eine Impfung ablehnen oder in Frage stellen. Lassen Sie sich davon nicht unter Druck setzen. Sie haben die Wahl, von welchen Ärzten Sie Ihr Kind behandeln lassen. Druck und Angst sind noch nie gute Ratgeber gewesen. 

Jeder Hinweis ist wichtig!

Impfschaden melden!

Nach einer Impfung kommt es häufig vor, dass das Kind etwas fiebert, müde und schlapp ist. Es gibt aber durchaus auch schwerere Nebenwirkungen, von denen Eltern dem Kinderarzt berichten sollten. Viele Ärzte tun diese Beschwerden als Lappalie ab. Aus mehreren Gründen: Zum einen sind sie über den hippokratischen Eid gehalten, ihrem Patienten nicht zu schaden (lateinisch: "nil nocere"). zum anderen halten sie es für ihre "heilige Pflicht", den Impfgedanken nicht zu beschädigen. Deshalb werden Impfschäden nur ungern als solche registriert, geschweigedenn weitergeleitet. 

Seit 2013 können auch Patienten selbst bzw. bei Kindern deren Eltern, eine Verdachtsmeldung an das Paul-Ehrlich-Institut schicken, das für solche Meldungen zuständig ist. Ein Meldeformular können Sie hier herunterladen. 

Aktuell zu HPV

Ein Filmbeitrag im Schweizer Fernsehen berichtet über schwere Nebenwirkungen bei der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.

Zusatzstoffe in Impfseren
Informationen über Impfstoffe und deren Gehalt an Aluminiumsalzen.

Filmrezension

Eingeimpft - Der Film

Am 13.09.2018 läuft der autobiographische Dokumentarfilm "Eingeimpft" des deutschen Regisseurs David Sieveking in den Kinos an. Lesen Sie hier von Dr. Stefan Schmidt-Troschke geschriebene Rezension dieses schon jetzt sehr umstrittenen Films.

David Sieveking, werdender Vater und nicht ganz unbekannter Regisseur, öffnet die Türen hinein in seine eigene werdende Familie und lässt uns teilhaben daran, wie sich Mutter und Vater mit einem Thema auseinandersetzen, was bisher für sie keines war. David hatte Impfungen bisher eigentlich für etwas völlig Selbstverständliches und Unproblematisches gehalten. Die angehende Mutter Jessica hingegen hat eigene einschlägige Erfahrungen mit einer Impfung in der Schwangerschaft gemacht und lehnt Impfungen ab für ihr Kind. „Allein die Vorstellung, dass ich hier einem kerngesunden Kind etwas antue, tut mir weh…“. Jessica fordert den Vater auf: „informier Dich mal“ und der will es ihr dann auch zeigen, eben „wie ein Dokumentarfilmer recherchiert…“.

Es folgt die Dokumentation einer Suche nach Kriterien für eine Entscheidung, mit der beide Eltern leben können, unterbrochen von Darstellungen über die gewonnenen Einsichten. David besucht Bibliotheken, interviewt Experten und fährt nach Guinea-Bissau, um dem Forscher Peter Aaby bei seiner Arbeit zuzuschauen. Er hatte bereits vor vielen Jahren festgestellt: Säuglinge in diesem Land, die sehr früh mit Totimpfstoffen geimpft werden, haben ein deutlich höheres Sterberisiko im ersten Lebensjahr. Eine Lebendimpfung mit Masern, Mumps und Röteln hingegen hatte in Guinea-Bissau einen deutlich positiven Effekt. Die Eltern entscheiden sich für eine Masern-Impfung. „Stell Dir vor, Du impfst Dein Kind und es geht schief! Hilft es dann, wenn man ein Opfer zum Wohle der Allgemeinheit erbracht hat?“, so fragt Jessica. Auf dem Weg hatte sich David auch mit der Frage nach den Zusatzstoffen in Totimpfungen befasst. Gespräche mit beteiligten Forschern lassen ihn daran zweifeln, dass die Gründe für einen seinerzeit vom Markt genommenen 6fach Impfstoff von MSD Pharma mit den eigentlichen übereinstimmen. Rätselhafte Todesfälle von Säuglingen nach Hexavac-Impfung nähren diese Vermutung. MSD steht für eine Stellungnahme vor der Kamera nicht zur Verfügung. Am Ende treffen die Eltern auch für ihr zweites Kind jeweils Impfentscheidungen gemeinsam mit ihrer Ärztin.

Die von Sieveking zutage geförderten Themen und die sich daraus ergebenden Fragen sind letztlich nicht neu. Der Autor schaut ein wenig hinter die Kulissen von Forschung und Industrie und wird vorsichtig skeptisch, auch da, wo er ursprünglich gar keine Zweifel hatte. In einem kurzen Ausschnitt wird die Aussage einer Wissenschaftlerin eingeblendet, die davon spricht, wie wenig wir eigentlich wirklich wissen über die möglichen Wirkungen bestimmter Zusatzstoffe in Impfungen. Ja, es gibt eben doch deutlich weniger „Fakten“, als immer wieder suggeriert wird. Geht es zunächst einmal darum, sich hier ehrlicher zu machen, klarer zu sagen, was wir nicht wissen, statt zu suggerieren, es gäbe die unumstößlichen „Fakten“? Geht es womöglich darum, gerade dadurch ein neues Vertrauen zu schaffen?

Auch wenn dieser Film sicherlich vielen ein Dorn im Auge sein wird, die den Ball flach halten möchten und weitere Verunsicherung der Elternschaft in Deutschland befürchten: Hier entsteht ein Bild jenseits von geschönter Realität, jenseits von Pauschalierungen, wie der, dass „Impfen“ das Beste ist, was wir für unsere Kinder tun können o.Ä. Hier kommen Betroffene zu Wort, Eltern, die nicht einfach Gegner oder Befürworter des „Impfens“ sind, sondern Menschen, die aus der Verantwortung für ihre Kinder berechtigt um Antworten ringen auf Fragen, die sich viele andere erst gar nicht stellen. Diese Menschen spüren, dass ihnen die standardisierten und mit dem Segen der Ständigen Impfkommission (STIKO) gegebenen Empfehlungen von Experten nicht ausreichen. Sie sind nicht prinzipiell misstrauisch, aber sie möchten mehr wissen und bemerken aus unterschiedlichen Perspektiven, dass sich ihre Überzeugungen dabei wandeln. Die resultierenden Entscheidungen sind hart errungen und drücken eine persönlich übernommene Verantwortung der Eltern aus. Anders, als in so manchem kritischen Film in der letzten Zeit, geht es weniger um die Panikmache vor Impfungen überhaupt, weniger um die Kritik an Impfstoffen, bestimmten Experten, Pharmafirmen oder Institutionen, sondern um den notwendigen und sinnvollen Prozess der Auseinandersetzung mit Impfentscheidungen, die uns allen letztlich nicht erspart bleiben. Wer zudem noch gut unterhalten werden will und einer jungen Familie ein wenig über die Schultern schauen mag auf dem Weg sich zu finden, dem sei dieser Film wärmstens empfohlen.

Eine umfangreichere Rezension, die auch die multimedialen Reaktionen auf Sievekings Film berücksichtigt, finden Sie hier: "Eingeimpft" - Der Film - Und das Imperium schlägt zurück...