Unsere Kampagnen

Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam, Organspende

In unserem derzeitigen Gesundheitssystem ist vieles nicht in Ordnung. Viele Bürger*innen haben das Vertrauen in seine Zuverlässigkeit und Sinnhaftigkeit verloren, fühlen sich in ihren Bedürfnissen nicht wahrgenommen und in die Entscheidungsprozesse nicht einbezogen.

Damit sich Bürger und Patienten Gehör verschaffen und ihre Interessen politisch artikulieren können, organisiert GESUNDHEIT AKTIV Kampagnen zu drängenden Themen im Gesundheitswesen und stößt Dialoge zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen an.

Unsere aktuelle Kampagne weil's hilft! Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam ist im Frühjahr 2019 gestartet und setzt sich dafür ein, dass naturmedizinische und traditionelle Verfahren in Lehre, Forschung und Erstattung anerkannt werden.

Unsere erste Kampagne befasste sich bereits 2014 mit dem heiklen Thema Organspende: Organspende – Wir wollen ALLES wissen!. Denn hier liegt vieles im Argen – die meisten Menschen sind nicht ausreichend darüber aufgeklärt, was bei einer Organspende passiert und wie der Hirntod festgestellt wird bzw. welche Konsequenzen sich damit verbinden. Diese Kampagne ist mittlerweile beendet. 

Außerdem informieren wir Sie über Kampagnen anderer Organisationen zu gesundheitspolitischen Themen, die uns am Herzen liegen.

weil’s hilft!

Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam

 

weils hilft Naturmedizin und Schulmedizin gemeinsam

Anfang Mai 2019 fiel der Startschuss: Bürger*innen und Patient*innen haben die Gesundheitsbewegung weils’ hilft! gegründet und fordern das Miteinander von Naturmedizin und Schulmedizin, kurz: eine integrative Medizin. GESUNDHEIT AKTIV hat die Kampagne initiiert und als weitere Träger die Gesundheits- und Patientenorganisationen KNEIPP-BUND und NATUR UND MEDIZIN gewonnen. Weitere Bündnispartner haben sich angeschlossen, so dass wir gemeinsam schon zu Beginn 200.000 Menschen vertreten. Und das soll erst der Anfang sein!

Wichtig und neu: Bürger*innen reden nun politisch mit, wenn es um ihre Gesundheit und insbesondere um Naturmedizin geht. Vor allem wollen sie sich ihre langjährigen positiven Erfahrungen nicht länger von einer kleinen Gruppe von Politikern und Funktionsträgern schlechtreden lassen. Denn obwohl Studien seit Jahren ganz klar zeigen, dass sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen im Fall einer Erkrankung neben einer schulmedizinischen Behandlung ergänzend natürliche Heilverfahren wünschen(1), müssen die Menschen im Versorgungsalltag Benachteiligungen, vor allem finanzieller Art hinnehmen.

Wir wollen mit unserer weil’s hilft!-Bewegung dafür sorgen, dass die Bürger*innen und Patient*innen künftig von der Gesundheitspolitik ernstgenommen und ihre Erahrungen und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Deshalb fordern wir die rechtliche Gleichstellung von Naturmedizin und Schulmedizin!

Konkret bedeutet dies:

  • Die reguläre Erstattung von Verfahren der „Besonderen Therapierichtungen“ (Anthroposophische Medizin, Phytotherapie und Homöopathie), klassischer Naturheilverfahren sowie Verfahren bewährter traditioneller Medizinsysteme wie z.B. der Chinesischen oder Ayurvedischen Medizin durch die gesetzliche Krankenversicherung. Freiwillige Satzungsleistungen decken oft nicht einmal den Grundbedarf ab und zwingen viele, wirksame Therapien allein aus finanziellen Gründen abzubrechen.
  • Die Bereitstellung öffentlicher Gelder zur Erforschung naturmedizinischer Therapieverfahren zum Beispiel in Form eines aus Bundesmitteln finanzierten unabhängigen Instituts.
  • Die selbstverständliche und verbindliche Integration von Naturmedizin in die Ausbildungsordnungen von Gesundheits- und Heilberufen.

GESUNDHEIT AKTIV und das weil’s hilft!-Bündnis werden sich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass diese Forderungen umgesetzt werden. Die Bewegung weil’s hilft! kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn sie von einer noch breiteren Öffentlichkeit getragen wird. Hier finden Sie Möglichkeiten, wie auch Sie aktiv werden und sich beteiligen können.

Ausführliche Informationen zur Kampagne unter www.weils-hilft.de

(1) Zum Beispiel Studie von Kantar TNS 2018: 75 Prozent der Deutschen wünschen sich das Miteinander von Schulmedizin und Naturmedizin.

Wir wollen alles wissen!

Organspende, Definition Hirntod, Risiken, Organspendeausweis

Die Kampagne ist abgeschlossen – bitte senden Sie keine weiteren Unterschriftenlisten mehr ein! 


Unsere erste Kampagne starteten wir unter dem Motto: Organspende – wir wollen ALLES wissen! mit einer Petition für eine umfassende und neutrale Aufklärung. 

Warum dieses heikle Thema? Weil wir meinen: Die Fakten sprechen für sich und zeigen eine Reihe von Problemen auf, mit denen die Bürgerinnen und Bürger alleingelassen werden:

  • Schon seit 2010 diskutiert die wissenschaftliche Fachwelt intensiv über den Hirntod als Todeskriterium. Er wurde 1968 allein aufgrund neurologischer Befunde als Todeszeitpunkt definiert. Die seinerzeit gerade aus der Taufe gehobene Transplantationsmedizin sollte nicht blockiert werden. Denn Organe dürfen nur Toten entnommen werden, nicht noch lebenden Menschen. Damit sie überhaupt verpflanzt werden können, müssen die Organe jedoch möglichst lange "lebendig" bleiben, während der Mensch, dem sie entnommen werden sollen, möglichst "tot" sein muss. Da war der Hirntod, das heißt, der irreversible Funktionsverlust des Gehirns, eine nahezu ideal erscheinende Lösung für die Definition des menschlichen Todes.
  • Inzwischen wird mehr und mehr in Frage gestellt, ob es sich bei hirntoten Patienten tatsächlich um Verstorbene handelt – zeigen sie doch noch alle Zeichen von Leben: Sie können ihre Körpertemperatur regulieren, Wunden verschließen, Infekte bekämpfen, wachsen, sogar ein gesundes Kind austragen. So stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie tot ist ein Hirntoter? 
  • Die Materialien, die es heute von offizieller Seite zur Organspende gibt, klären über die Fakten rund um den Hirntod und den Vorgang der Organspende selbst nur sehr unzureichend auf – wenn überhaupt. Vieles wird verschwiegen. Wer sich für oder gegen eine Organspende entscheiden soll, braucht jedoch klare, umfassende und ehrliche Informationen. Sonst ist keine freie und selbstbestimmte Entscheidung möglich.
  • Dieser Informationsmangel ist von umso größerer Bedeutung, als mit Inkrafttreten des neuen Gesetzes zur Organspende alle Bürgerinnen und Bürger und auch alle Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr direkt angeschrieben und aufgefordert werden sollen, einen Organspendeausweis zu unterschreiben. Ihnen fehlt allerdings jede Grundlage, hier eine kompetente Entscheidung treffen zu können.
  • Hinzu kommt: In den vergangenen Jahren erschütterten mehrere Skandale rund um die Organ-Vergabepraxis das Vertrauen der Bevölkerung. Ärzte hatten die Akten ihrer Patienten manipuliert, um diese auf der Warteliste nach oben zu schieben – oft genug aus wirtschaftlichen Gründen. Denn je mehr Transplantationen vorgenommen werden, desto größer der Gewinn für Kliniken und Ärzte.

Wir meinen: Die Zustimmung zur Organspende darf nicht durch tendenziöse Informationen „erschlichen“ werden! Wir brauchen eine Wende hin zu einer offenen und ehrlichen Aufklärung.

Deshalb setzen wir uns unter anderem für einen anderen Organspendeausweis ein, bei dem das Wort "Tod" durch "vollständiges, irreversibles Hirnversagen" ersetzt wird. Hierin sind wir uns auch mit den Evangelischen Frauen in Deutschland einig, die eine ähnliche Initiative gestartet haben. Sie können diesen Organspendeausweis online ausfüllen und selber ausdrucken.   

Weitere Informationen zur Organspende, Hirntod-Diagnostik und Organvergabe finden Sie unter "Kompetent entscheiden – Organspende"

Organspendebroschuere Titel

DVD UND BROSCHÜRE 
Dokumentation des gleichnamigen Kongresses von GESUNDHEIT AKTIV am 9./10. Mai 2014, ergänzt um verschiedene Materialien (Film von Silvia Matthies). Zu bestellen über unseren Shop.

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Umfrage "Organspende? Wir wollen alles wissen!"
GESUNDHEIT AKTIV hat Bürger befragt, wie es aussieht mit der Spendenbereitschaft, und ob sie sich tatsächlich ausreichend informiert fühlen.

Andere Kampagnen

Organspendeausweis, Pränatal-Diagnostik, Forschung

Hier weisen wir Sie auf Kampagnen und Aktionen anderer Organisationen hin, die wir inhaltlich unterstützen. Aktuell sind dies Aktionen zu folgenden Themen: 

Organspendeausweis der Evangelischen Frauen in Deutschland (EFID)

Eine unterstützenswerte Kampagne für einen anderen Organspendeausweis haben die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFID) ins Leben gerufen. Motto: "Organspende entscheide ich!" Dabei geht es vor allem auch um die Definition des Hirntods und die Vollnarkose bei Organentnahme. Die Aktion berücksichtigt darüber hinaus die Situation der Angehörigen und fordert eine Sterbebegleitung während der Organentnahme. 

AllTrials – für mehr Transparenz in der Forschung

Medizinische Forschung muss transparent erfolgen! Das gilt insbesondere klinische Studien, an denen Patienten teilnehmen, um den medizinischen Fortschritt voranzubringen. Diese internationale Kampagne setzt sich dafür ein, dass ALLE Studien veröffentlicht werden, unabhängig von den Interessen der Pharmaindustrie oder anderer Interessenverbände. Denn in der Forschung ist jede Information wichtig! Zurzeit gibt es jedoch keine Veröffentlichungspflicht für wissenschaftliche Studien. Das wollen wir ändern! Unterstützen deshalb auch Sie die Online-Petition "AllTrials"

Vorgeburtliche Diagnostik

Immer neue Tests und Untersuchungsverfahren in der vorgeburtlichen (pränatalen) Diagnostik zielen darauf ab, "Defekte" bei Ungeborenen zu entdecken. Mittlerweile gibt es einen Test ("PraenaTest"), der anhand einer einfachen Blutprobe zeigt, ob beim Ungeborenen ein solcher genetischer "Defekt" vorliegt. Dieser Test soll probeweise in die Regelversorgung der Schwangeren aufgenommen werden. GESUNDHEIT AKTIV sieht die Gefahr, dass dadurch die Akzeptanz von Behinderungen in der Gesellschaft immer mehr zurückgeht. Vor allem aber werden Eltern mit der Entscheidung für oder gegen einen solchen Test allein gelassen. Denn eine Beratung, die auch die Nachteile oder Mängel dieser Tests anspricht oder erörtert, welche Konsequenzen ein positives Ergebnis haben könnte, findet meist nicht oder nur unzureichend statt. Wir unterstützen deshalb die Kampagne des Gen-ethischen Netzwerks (GeN) und beteiligen uns an deren Unterschriftensammlung: Nein zum Praena-Test in der Regelversorgung! Die Entscheidung, ob ein Pränatal-Test gemacht werden soll, muss eine individuelle Entscheidung der Schwangeren und ihres Partners bleiben.