Eingemischt

Nicht nur die Corona-Pandemie hat uns gezeigt: Gesundheitspolitik betrifft uns alle ganz direkt. Die Krise deckt allerdings wie mit einem Brennglas die Schwachstellen unseres Gesundheitssystems besonders deutlich auf.

Wie erleben Bürger*innen das Gesundheitssystem?  Worin bestehen ganz konkrete Nöte? Was würden sie unbedingt ändern? Und warum wurden sie bisher dazu weder von Politiker*innen noch von Medienvertreter*innen befragt?

Nach über einem Jahr einschneidender Verordnungen und Maßnahmen ist es höchste Zeit, dass Bürger*innen die Möglichkeit bekommen, selbst das Wort zu ergreifen und Missstände und Ungerechtigkeiten zu benennen.
Um unser Gesundheitssystem zukunftsfähig und krisenfest zu machen, müssen sie ihre Erfahrungen und Vorstellungen künftig direkt einbringen, die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten und Lösungsvorschläge erarbeiten können.

Deshalb hat GESUNDHEIT AKTIV e. V. gemeinsam mit NATUR UND MEDIZIN e. V. das erste Bürgergutachten Gesundheit in Deutschland in Auftrag gegeben, das ab Mitte September 2021 von zufällig ausgewählten Bürger*innen erarbeitet werden wird. Nach der Bundestagswahl, zu den Koalitionsverhandlungen, werden wir Politik und Medien erste Ergebnisse präsentieren.

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Lobbyismus für alle

Wir wollen die Weiterentwicklung unseres Gesundheitswesens zukünftig nicht mehr allein den Leistungserbringern und der Politik überlassen.

Aber geht das überhaupt? Ja! Immer mehr Beispiele der letzten Jahre zeigen, dass Beteiligungsverfahren zu komplexen Themen auch in Deutschland ins Leben gerufen und erfolgreich abgeschlossen werden können.

Erst unlängst wurden die Ergebnisse eines Bürgergutachtens zu der ebenfalls nicht gerade einfachen Frage nach „Deutschlands Rolle in der Welt” vorgestellt, das vom Bündnis ‚mehr Demokratie’ initiiert und unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble durchgeführt wurde.

Ähnlich auch unsere Idee für ein Bürgergutachten Gesundheit: Das Gutachten soll die vielfältigen Diskussionsprozesse abbilden und zusammenfassen und damit aufzeigen, welche Art von Medizin aus Sicht der Bürger*innen künftig für sinnvoll und machbar erachtet wird. Und wie wir unser Gesundheitssystem dafür verändern müssen.

Unterstützen Sie uns! Sie können mithelfen, die Idee der direkten Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen wahr werden zu lassen – 
Jede Spende hilft uns weiter auf unserem gemeinsamen Weg!

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Gemeinsame Spitze

Bundesweit werden an bis zu vier Standorten sogenannte Planungszellen von jeweils drei Tagen Dauer mit insgesamt 200 zufällig ausgewählten Bürger*innen stattfinden. Sie repräsentieren ein breites Spektrum der Bevölkerung: Frauen, Männer, Alte, Junge, Menschen mit Migrationshintergrund, Akademiker*innen und Nicht-Akademiker*innen.

Das Losverfahren ist eines der ältesten Prinzipien in der Demokratie und wurde schon im antiken Athen angewendet – die dahinterstehende Idee ist einfach: Die Versammlung soll in ihrer Zufallsauswahl ein Abbild der Gesellschaft sein, anders als unsere heutigen Parlamente, die zwar demokratisch gewählt werden, aber kaum einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung darstellen.

Vorkenntnisse zu gesundheitspolitischen Themen oder ein bestimmter Bildungsgrad sind ausdrücklich nicht erforderlich. Im Gegenteil, die Teilnehmer*innen lernen während der Treffen von Expert*innen und im gegenseitigen Austausch – darin liegt das Schöne und Besondere dieses Prozesses. In der Regel wird jede thematische Einheit von kurzen Expert*innenreferaten in allgemein verständlicher Sprache eingeleitet.

Im Anschluss an die Referate beraten die Bürger*innen in wechselnden Kleingruppen auf der Basis zielgerichteter Impulsfragen. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Planungszellen werden jeweils sorgfältig dokumentiert, verdichtet, ausgewertet und in einem Bürgergutachten zusammengeführt, das dann an die Politik übergeben wird.

Der ganze Prozess wird vom unabhängigen nexus-Institut durchgeführt, damit garantiert ist, dass das Gutachten neutral und ergebnisoffen zustande kommt und die Auftraggeber, wir von GESUNDHEIT AKTIV e. V. und Natur und Medizin e. V., keinerlei Einfluss auf den Ausgang nehmen können.

Gute Verbesserung

Was soll nun aber konkret in den Planungszellen diskutiert werden? Ausgangspunkt für die Themen sind Fragen, die uns alle aktuell bewegen: Wie kompetent erleben wir uns in Bezug auf gesundheitliche Fragen?

Fühlen wir uns vom derzeitigen System unterstützt oder gehemmt, wenn wir uns um eine gute Lebensqualität bemühen? Welche Leistungen brauchen wir, um unsere individuelle Gesundheit zu fördern oder eine chronische Krankheit besser zu bewältigen?

In diesem Zusammenhang wird es auch um den Stellenwert naturmedizinischer und konventioneller Behandlungsformen gehen, eingebettet in einen übergreifenden Zusammenhang:

  • Wie erleben Menschen den Besuch bei ihre*r Hausärzt*in?
  • Wie fühlen sie sich bei einem stationären Aufenthalt in einem Krankenhaus?
  • Wie zufrieden sind sie mit den medizinischen und pflegerischen Leistungen?
  • Was bedeutet das für die Finanzierung bzw. Erstattung der verschiedenen Leistungen?

Das Bürgergutachten wird helfen, die Prioritäten gesundheitspolitischer Entscheidungen in den nächsten Jahren klarer zu setzen und unser Gesundheitssystem neu zu denken: aus Sicht der Bürger*innen und Patient*innen. Also endlich aus der Sicht derer, die es betrifft!

Denn: Im Gesundheitswesen können Bürger*innen weder direkt noch indirekt mitentscheiden. Die Patientenvertreter*innen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) dürfen zwar Vorschläge einbringen, sind aber nicht stimmberechtigt.

Seit Jahrzehnten haben wir uns daran gewöhnt, dass Ärzteverbände, Krankenkassen und Krankenhäuser über unser gesundheitliches Wohl und Wehe entscheiden und die Politik den Rahmen dazu setzt. Dies alles irritiert umso mehr, als die Bürger*innen als Versicherte durchschnittlich zwischen 4.000 und 5.500 Euro jährlich für ihre gesetzliche Krankenversicherung aufbringen und dafür durchaus erwarten können, dass sie Leistungen bekommen, die sie sich wünschen.

Konstruktiv

Mit dem Bürgergutachten treten GESUNDHEIT AKTIV e. V. und Natur und Medizin e. V. in eine neue Ära des politischen Mitgestaltens ein – noch nie konnten wir so direkt unseren Wunsch umsetzen, Patient*innen als Akteure in das Gesundheitswesen einzubinden. Immer schon erschien es ungerecht und fragwürdig, dass diejenigen, die es am Ende betrifft, mit ihren Bedürfnissen und Sorgen nicht gehört werden.

Denn: Das Gesundheitssystem sind wir alle! Es besteht nicht nur aus den verschiedenen Beteiligten und darin Beschäftigten, sondern vor allem aus denen, die darin die Hauptpersonen sind: die Patient*innen.

Jetzt geht es darum auszuhandeln, wie die Beteiligung der Bürger*innen konkret aussehen soll. Deshalb ist die Zeit reif für das Bürgergutachten!

Wir wollen seriöse, fundierte Empfehlungen aus Bürger*innensicht an die Politik geben. Wir wollen zeigen, dass wir nicht nur über Zustände klagen, sondern sie konstruktiv mit unseren Ideen verbessern wollen.

Unterstützen Sie uns! Sie können mithelfen, die Idee der direkten Bürgerbeteiligung im Gesundheitswesen wahr werden zu lassen –
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