Juni 2026: 600 leere Stühle vor dem Brandenburger Tor – und eine klare Botschaft: „Wir sind Millionen. Lasst uns entscheiden.“

Am 10. Juni wird in Berlin ein ungewöhnliches Bild zu sehen sein: 600 leere Stühle auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor. Jeder Stuhl steht symbolisch für 10.000 Menschen. Zusammen repräsentieren sie die rund 6 Millionen Patientinnen und Patienten, die jedes Jahr homöopathische oder anthroposophische Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen in Anspruch nehmen.

Die Aktion findet einen Tag vor den Beratungen des Bundestags über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz statt. Teil der politischen Diskussion ist die geplante Streichung homöopathischer und anthroposophischer Leistungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.

Für unser Kampagnenbündnis weil´s hilft! steht nicht allein die Frage im Mittelpunkt, welche Leistungen künftig erstattet werden. Es geht auch um die Frage, wie mit den Bedürfnissen und Erfahrungen von Millionen Patientinnen und Patienten umgegangen wird, die diese Angebote bewusst nutzen. Deshalb sind unsere zentralen Forderungen mehr Transparenz, Wahlfreiheit und eine stärkere Berücksichtigung der Patientenperspektive in gesundheitspolitischen Entscheidungen.

Am 10. Juni werden vor Ort Ärztinnen und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten, Patientenverbände und Betroffene mit Passanten, Medienvertretern und politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch kommen. Ziel ist es, sachlich über die geplanten Änderungen zu informieren und den Menschen hinter den Zahlen eine Stimme zu geben.

Betroffene müssen gehört werden!

Wir bei GESUNDHEIT AKTIV sind überzeugt: Gesundheitspolitik darf nicht über die Köpfe der Menschen hinweg gestaltet werden, die von den Entscheidungen unmittelbar betroffen sind.

Wenn Millionen Versicherte bestimmte Therapieangebote nutzen und schätzen, dann verdienen ihre Erfahrungen und Bedürfnisse einen Platz in der politischen Debatte. Dabei geht es nicht nur um einzelne Verfahren oder Leistungen, sondern vielmehr um eine grundsätzliche Frage: Welche Bedeutung haben Wahlfreiheit, Patientenautonomie und Vielfalt in unserem Gesundheitssystem?

Wir meinen, dass gesundheitspolitische Entscheidungen besonders dann sorgfältig abgewogen werden müssen, wenn sie Millionen Menschen betreffen. Wer Leistungen streichen möchte, sollte nicht nur auf mögliche Einsparungen schauen, sondern auch auf die Auswirkungen für die Betroffenen und auf die Vielfalt der Versorgung.

Mitmachen und ein Zeichen setzen

Wer am 10. Juni nicht nach Berlin kommen kann, kann die Aktion auch digital unterstützen. weils´s hilft! ruft dazu auf, ein Foto eines leeren Stuhls in den sozialen Medien zu teilen und damit sichtbar zu machen, dass hinter der politischen Debatte reale Menschen und persönliche Gesundheitsentscheidungen stehen. Darüber hinaus können Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme online abgeben oder ihre Bundestagsabgeordneten direkt kontaktieren. Mehr dazu hier www.weils-hilft.de/jetzt

Denn klar ist: Gesundheitspolitik betrifft uns alle. Und wer betroffen ist, sollte auch gehört werden.

 

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