August 2025: Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) zu Beginn dieses Jahres wurde ein lang erhoffter Meilenstein in der Digitalisierung des Gesundheitswesens gesetzt. Doch bislang bleibt der Erfolg aus: Die Zahl der aktiv genutzten ePAs ist laut Deutschem Hausärzteverband nach wie vor gering.
Obwohl die ePA das Potenzial hätte, medizinische Informationen zentral und sicher zugänglich zu machen und damit die Versorgung spürbar zu verbessern, hapert es an der Umsetzung im Alltag. Technische Probleme und ein aufwendiger Registrierungsprozess erschweren die Nutzung für Ärzt:innen und Patient:innen gleichermaßen. In vielen Hausarztpraxen gehören Zugriffsprobleme auf die ePA durch eine störanfällige Technik weiterhin zur Tagesordnung.
Eins der zentralsten Hindernisse ist nach wie vor die mangelnde Bekanntheit der ePA in der Bevölkerung. Viele Patient:innen wissen kaum, was sich hinter der elektronischen Akte verbirgt oder wie sie genutzt werden kann. Der Hausärzteverband sieht hier vor allem die Krankenkassen in der Pflicht, mehr und besser zu informieren: „Notwendig wäre eigentlich eine große und koordinierte Informationskampagne gewesen. Stattdessen haben die Krankenkassen sich darauf beschränkt, vereinzelt Briefe mit allgemeinen Informationen zu versenden", so der Bundesvorsitzende Markus Beier in einem Interview. Aus Sicht der Hausärzt:innen reicht das bei Weitem nicht aus, um das Vertrauen in die ePA zu stärken und deren Nutzung voranzutreiben.
Fazit: Die ePA könnte ein tatsächlich wirkungsvolles Instrument zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sein – vorausgesetzt, sie wäre technisch zuverlässig, datensicher und in der Bevölkerung ausreichend bekannt.
Was gerade Eltern bei der Einrichtung der Patientenakten ihrer Kinder beachten sollten, haben wir Ihnen hier in einem Merkblatt zusammengestellt.
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